CBASP in Deutschland?
Und wo gibt es das ganze? Leider noch in zu wenig Städten. Aber es werden immer mehr. Ausgehend von den Uni-Kliniken in Freiburg und Lübeck, die CBASP in Deutschland bekannt gemacht haben, werden es nach und nach mehr Therapeuten, die diese Methode erlernen und dann in ihrer Praxis anwenden. Weitere Informationen gibt es auf der Seite der “Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher Psychotherapie“, in einem Artikel der NZZ, dem leider nur in Englisch verfügbaren Wikipedia-Artikel und weiteren Stellen im www. Täglich werden es mehr, so dass ein bisschen googeln nicht schaden kann.
Wenn grundsätzlich das Thema Depression bedrängend ist, weil man selbst, ein Angehöriger oder Freund davon betroffen ist, verweise ich gerne auf meine anderen Artikel zum Thema hier im Blog und auf die Seite der “Deutschen Depressionshilfe“. Und natürlich ist der Gang zum Hausarzt, zum Psychiater oder zur Notaufnahme der nächsten psychiatrischen Klinik die beste Wahl, wenn es wirklich “brennt”. Kein Kranker sollte aus Scham, Angst oder Resignation auf Hilfe verzichten. Die Notaufnahmen sind rund um die Uhr besetzt. Dort kann oft schon mit ein paar wenigen Worten viel Druck aus der Situation heraus genommen werden.

Dann sind wir ja einer Meinung
Innere Kündigung – Statisten am Schreibtisch
20 Prozent der deutschen Arbeitnehmer flüchten sich in die innere Kündigung. Das kostet die Wirtschaft bis zu 109 Milliarden Euro im Jahr. Unternehmen jammern – doch sie sind selbst schuld an der Misere.
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/683/454366/text/
(falls Du diesen Artikel noch nicht kennen solltest
)
D’accord.
Dazu möchte ich mit meinem Blog einen kleinen Beitrag leisten.
“Du kannst nicht die anderen verändern, sondern immer nur dich selbst!”
Jain. Es ist zwar richtig, dass der Gegenüber nicht selbst verändert werden kann. Jedoch können ihm die Augen geöffnet werden, dass dieses System für Elend, Leid verantwortlich ist und was dagegen unternommen werden kann.
Und hat sich dann eine kritische Masse entwickelt, kann aktiv dieses System zu etwas Besseren geändert werden. Ansonsten wird dieses nie geändert werden, wenn immer nur zu allem Ja und Amen gesagt wird.
Grundsätzlich ja. Ich persönlich sage jedoch statt einer rousseauschen “westlich zivilisierte Welt” das marxistische “kapitalistische System”, in dem jeder einzelne nur nach seinem Wert bemessen und also “verwertet” wird.
Jedoch muss ich zu bedenken geben, dass diese Analyse dem Einzelnen nicht weiterhilft. Auch wenn das System krank macht, und dies beileibe nicht nur bei psychischen Erkrankungen, kann der Betroffene nicht auf das Ende des Systems hoffen, oder gegen die herrschenden Zwänge in der Medizin antreten in dem Glauben, dass damit alles gut wird. Diesen Weg gingen in den 60er und 70er Jahren Antipsychiatrie und das “Sozialistische Patientenkollektiv in Heidelberg“. Dabei wurde m.E. jedoch die physische Seite psychischer Erkrankungen verkannt, weil dies dem sozialrevolutionären und antiautoritären Ansatz widersprach.
Auf diesem Hintergrund, wo man um die Behandlungsbedürftigkeit und -möglichkeit jedes einzelnen psychisch Erkrankten weiß, ist es nicht vertretbar aus sozialrevolutionären wie -romantischen Überlegungen heraus Hilfe in Form von psychologischer und medikamentöser Therapie zu versagen.
Bei aller nötigen Kritik am System ist mir eine grundlegende These jeglicher kognitiver Verhaltenstherapie wichtig und hilfreich insbesondere durch CBASP geworden:
Letztendlich betreiben alle bisherigen Versuche, Depressionen zu “heilen”, nur Symptombekämpfung anstelle von Ursachenbekämpfung. Letztendlich ist das unsrige System der “zivilisierten” Welt der Auslöser.