Aphorismus #403
Wenn man die Welt verstehen will, braucht man Karl Marx, Sigmund Freud und James Bond: das Äußere des Systems, das Innere des Menschen und den kaputten Zynismus, mit dem sich beides immer wieder verbindet.
Georg Seeßlen: „Der goldene Schuss – Abschlussbericht über den Erzählwettbewerb zur allgemeinverträglichen und systemrelevanten Umschreibung der deutschen Nachkriegsgeschichte aus Anlass des „Falls Kurras“.“ konkret 7/2009 S. 42ff
Wo die kleinen Babys WIRKLICH herkommen
Endlich geklärt!
Mehr von Edward Current, einem unerschrockenen Aufklärer und Kämpfer für die ewige Wahrheit der Bibel, gibt es auf seinem Youtube-Channel!
Wer ganz stark ist, der kann es wagen „Creation in The 21th Century – Let’s Talk to An Evolutionist About Creation“ anzusehen. Aber Achtung: DAS ist keine Satire. Dieser dämliche Müll aus der Reihe „Ein 5-Jähriger erklärt sich die Welt“. Schauderhaft! Obwohl, heutzutage sind 5-Jährige meist weit schlauer, wenn man sie nicht durch religiösen Schwachsinn ideologisch versaut. Bekannt auch als „religiöse Erziehung im Kindergarten“, „Kindergottsdient“ oder „Kinderbibelwoche“.
Aphorismus #402
Wort zum Sonntag #7
Im Anschluss an die beiden letzten Worte zum Sonntag zum Thema Frau aus christlicher und mormonischer Sicht folgt heute die islamische. Dieser Glaube behauptet ja lautstark und unüberhörbar, die Religion des Friedens, der Freiheit, der Toleranz und der Gleichberechtigung zu sein. Das kann man allerdings auch anders sehen. Im Koran macht Allah himself klar, was von dem ganzen Weibergesocks zu halten ist und wie man es als Mann am besten klein hält:
Allah schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Sind es aber (nur) Frauen, mehr als zwei, sollen sie zwei Drittel der Hinterlassenschaft erhalten. Ist es nur eine, soll sie die Hälfte haben. Und jedes Elternteil soll den sechsten Teil der Hinterlassenschaft erhalten, wenn er (der Verstorbene) Kinder hat; hat er jedoch keine Kinder, und seine Eltern beerben ihn, steht seiner Mutter der dritte Teil zu. Und wenn er Brüder hat, soll seine Mutter den sechsten Teil, nach Bezahlung eines etwa gemachten Vermächtnisses oder einer Schuld, erhalten. Eure Eltern und eure Kinder – ihr wisset nicht, wer von beiden euch an Nutzen näher steht. (Dies ist) ein Gebot von Allah; wahrlich, Allah ist Allwissend, Allweise.
Allah ist Allwissend. Allweise. Solche und ähnliche Prädikationen runden viele Verse im Koran ab. Ziemlich oft sogar. Verdammt oft. Penetrant könnte man sagen. Nerv tötend. Immer die gleiche Leier. Immer und immer wieder. Allah ist der Größte, Gnädigste, Gütigste, kurz: der Obertollste! - Nun. Das wird schon seinen Grund haben, wenn Allah sich ständig selbst beweihräuchert. Ständig darauf pocht, welch Ausnahmeerscheinug er ist! Ich denke, wenn dieses zum Himmel stinkende Eigenlob dieser Lobpreis auf Allah nicht fortwährend gesagt würde von ihm und seinem Propheten, man wüsste es nicht und merkte es nicht, WIE groß und WIE einzigartig doch dieser Gott ist! Niemand würde es kapieren! Denn nur zu häufig steht im Koran in den vorhergehenden Sätzen das genaue Gegenteil dessen, was der feierliche Abschluss verkündet. So ist es auch hier. Dass die Weiberwelt weniger erben soll, hat nun mal nix mit behaupteter göttlicher Allwissenheit zu tun, sondern ausschließlich mit den Bedürfnissen einer durch und durch patriarchalen Clan-Gesellschaft, in der Mohammed lebte. Da galt die Frau eben nur die Hälfte. Punkt. Göttlicher Wille. Ausrufezeichen. Göttliche Weisheit. Ausrufezeichen, Punkt und nochmal Ausrufezeichen! Da gibt es nix zu rütteln. Könnte ja jeder kommen udn Allahs unabänderlichen Willen in Frage stellen!!!
Hm, wenn ich mir das so überlege: Irgendwas muss Allah falsch gemacht haben. Schuf er doch mit der Frau ein Wesen, das herzlich wenig taugt, höchstens die Hälfte vom Mann! Ein Wesen dessen bloßer Anblick unentwegt die armen, unschuldigen, dauergeilen Männer um den Verstand bringt! Ein Wesen dass alle Nase lang blutet, dadurch in Allahs und der Männer Augen unrein ist und jeden damit ansteckt, der ihr zu nahe kommt. Ein Wesen, das es nicht besser verdient hat, als hinter Unmengen an Stoff zu verschwinden. Das einzige, was dieses Wesem darf, ist, ihrem Ehemann, als ihrem Herrn und Meister GEHÖREN! Und das mit Haut, Haar und Stoff. Besitz des Mannes ist sie, wie die Kinder, wie die Schafe und der andere Hausstand: „Und (verwehrt sind euch) verheiratete Frauen außer denen, die ihr von Rechts wegen besitzt.“ (Sure 4, 24) Deutliche Worte, die eine ernsthafte und sinnvolle Diskussion mit einem Moslem, der den Koran als heiliges von Gott selbst geschriebene Buch betrachtet, verunmöglichen. In Nomadenzelten der arabischen Halbinsel mag das ja mal vernünftig gewesen sein (Aber selbst das bezweifle ich: Unterdrückung und Behandlung eines Menschen als Besitz ist nie vernünftig, weil es die Menschenwürde mit Füßen tritt! Und diese, die Würde des Menschen, DIE allein ist vernünftig! Vernünftiger als alle Heiligen Bücher aller Zeiten allemal!). Heute ist die Abwertung der Frau auf die Hälfte des Mannes ein gefährlicher, sexistischer, antiaufklärerischer Anachronismus. Mittelalter pur, verkleidet als Religion des Friedens… Wie lange hat es gedauert, bis Europäer dem Christentum diese abergläubischen Unsinn ausgetrieben haben? Zei, drei, fünf Jahrhunderte? Hoffentlich geht es beim Islam schneller!
Écrasez l’infâme! Das gilt nicht nur für die Kirche(n), das gilt auch für den Islam und alle anderen Religionen. Die Menschheit wird erst frei sein….
Leider ist für dieses anschauliche Bild, das im Netz kursiert, keine Quellenangabe möglich. Sein Schöpfer möchte wohl auch in Zukunft ohne Polizeischutz leben können. Ein richtig schickes großes Wallpaper davon gibt es beim „humanistischen Pressedienst„: denen ist eh nix heilig. Mir auch nicht…
P.S.: Falls jetzt jemand der Meinung ist, ich sei einer von PI, islamophob, xenophob oder hätte sonst irgendeinen Tick in diese Richtung, den möchte ich auf alle meine Artikel und Aphorismen zum Thema Religion und Kirchen verweisen: mir ist jeder Aberglaube zuwider. Jeder. Wieso sollte ich ausgerechnet den Islam davon ausnehmen?
Aphorismus #401
When you have a moral dilemma, get drunk. It’s not the world’s best rule, but it is an old one; the Persians used the technique in classical times.
Aphorismus #400
Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, dass ich sie von keinem als allenfalls von ihm selbst hören möchte.
Johann Wolfgang von Goethe, Brief an Charlotte von Stein, 6.4.1782
Aphorismus #399
Falling in love is not at all the most stupid thing that people do — but gravitation cannot be held responsible for it.
Albert Einstein (1879 – 1955): The Human Side : New Glimpses From His Archives
Nicht belegte Varianten davon sind:
Gravitation is not responsible for people falling in love.
You can’t blame gravity for falling in love.
Aphorismus #398
Grodek
Am Abend tönen die herbstlichen Wälder
Von tötlichen Waffen, die goldnen Ebenen
Und blauen Seen, darüber die Sonne
Düstrer hinrollt; umfängt die Nacht
Sterbende Krieger, die wilde Klage
Ihrer zerbrochenen Münder.
Doch stille sammelt im Weidengrund
Rotes Gewölk, darin ein zürnender Gott wohnt,
Das vergossne Blut sich, mondne Kühle;
Alle Straßen münden in schwarze Verwesung.
Unter goldnem Gezweig der Nacht und Sternen
Es schwankt der Schwester Schatten durch den schweigenden Hain,
Zu grüßen die Geister der Helden, die blutenden Häupter;
Und leise tönen im Rohr die dunkeln Flöten des Herbstes.
O stolzere Trauer! ihr ehernen Altäre,
Die heiße Flamme des Geistes nährt heute ein gewaltiger Schmerz,
Die ungebornen Enkel.
Vermutlich das letzte Gedicht von Georg Trakl (1887 – 1914) aus dem Herbst 1914 im Eindruck der Schlacht von Gródek und Lemberg.
936
936 Seitenaufrufe gab es gestern, am 22 Juni in meinem Blog. Die alte Bestmarke vom 28. April ist damit um 28 Hits übertroffen worden. Nicht allzu viel, aber immerhin. Ich verdanke dies einerseits mehreren Beiträgen von mir im Telepolis-Forum mit Links hierher, vor allem jedoch der Verlinkung im Blog duckhome auf meinen Artikel „Wasser, Brot und Margarita„. Das führte zu 139 Hits auf diesen Link, zusätzlich noch die, die vom System nur unter die allgemeinen aufgeführt werden.
Auch diesmal muss gefeiert werden. Mit dem Stück „Negru Voda – Balada“ der rumänischen Prog-Band „(Transsylvania) Phoenix“, die auf eine über 40(!)-jährige Bandgeschichte zurückblicken kann. Ein Teufelsgeiger, weitere hervorragende Instrumentalisten, eine Ohrwurm-Melodie, eine Spielfreude ohnegleichen, episches Musizieren- (Prog-)Herz was willst du mehr? Dass man den Text nicht versteht tut dem keinen Abbruch. Bei den frühen Pink Floyd oder Genesis verstand man zwar die Worte, aber den Sinn? Welchen Sinn? Der muss irgendwo in den psychedelischen Weiten des Universums verloren gegangen sein. Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß. Der erste Teil beginnt völlig unvermittelt, also nicht erschrecken. Der zweite endet leider mitten im Spiel, aber den dritten habe ich nicht finden können. Auch bei der Studioversion wird leider ausgeblendet. Trotzdem: Den Ohrwurm wird man nicht so leicht los.
Den zweiten Teil gibt es hier:
Aphorismus #397
Der politische Journalismus ist keine Lebensversicherung: das Risiko erst gibt seinen besten Antrieb.
Dieser Kommentar zur Arbeit eines politischen Journalisten, der auch heute und nicht nur im Iran gilt, stammt von Carl von Ossietzky (1889 – 1938) in „Die Weltbühne“ 10. Mai 1932, S. 691


