Aphorismus #466

Veröffentlicht in: on Montag, 31. August 2009 at 00:02  Kommentare (2)  
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Aphorismus #465

Wort Bilder zum Sonntag #16

Das kennt man ja…

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Die Juden, diese alten Nazis haben doch glatt den Holocaust inszeniert…

… das auch…

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Dass die es ernst meinen, zeigt jeder neue Selbstmordattentäter

…wenn dann das noch dazu kommt…

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Gott, wie muss er uns hassen!

… und das noch

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Klar als Mönch MUSS man gegen Frieden sein!

… fehlt noch solches…

Was Moslems, Christen udn Buddhisten können, klappt auch unter Hindus!

Was Moslems, Christen und Buddhisten können, klappt auch unter Hindus!

…so darf man gespannt sein, was noch alles auf uns zukommen wird. Die religiösen Spinner, Fundamentalisten und Glaubenskrieger, allesamt aber nur eines: Menschenhasser, sie  haben noch viel zu tun, um den Rest der Menschheit mit ihrer Wahrheit zu beglücken. Hoffte man blauaügig noch vor einiger Zeit, das Zeitalter der Religionskriege könne bald zu Ende gehen, belehren sie uns eines Besseren! Religion schafft immer Streit, Hass, Unterdrückung und Krieg.  Einig sind sie sich diese Wahnsinnigen nur in einem: eine Welt ohne Gott, das wäre furchtbar.  Écrasez l’infâme! Der Schlachtruf Voltaires kann gar nicht laut genug ausgerufen werden! Und er meint schon lange nicht mehr nur die christlichen Kirchen, sondern auch den Islam in  seinen Spielarten,den Hinduismus und auch den Buddhismus! ALLE Religionen sind infam und niederträchtig, weil sie den Gläubigen Dinge nach dem Tod versprechen, die sie hienieden ihnen vorenthalten, und weil sie allen ihre primitive Weltsicht aufzwingen wollen.

Wir leben wahrhaft in interessanten Zeiten.

Aphorismus #464

Meine größte Angst ist, dass ich den kleinsten Penis und die schlechteste Figur habe.

Ein Teilnehmer der dänischen Reality-Comedy „Gay Army“ auf TIMM. Manchmal lohnt sich zappen. ;-) Auch wenn ich dann doch weitergezappt habe…

Veröffentlicht in: on Samstag, 29. August 2009 at 00:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Aphorismus #463

Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.

Theodor W. Adorno (1903 – 1969) Minima Moralia #72

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Veröffentlicht in: on Freitag, 28. August 2009 at 00:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Aphorismus #462

Die Stimmabgabe jedes einzelnen Wählers hat also für den Gang der Geschicke eines Volkes ebensoviel zu bedeuten. wie der Rauch einer Zigarre, der sich im weiten Raum einer Wolke beimischt, für den Niederschlag eines Gewitters.

Erich Mühsam (1878 – 1934)

Zur Naturgeschichte des Wählers (1907)

Parlamentswahlen (nach dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht) werden in der Regel als politische Stimmungsbarometer angesehen. Man hat sich gewöhnt zu glauben, daß die ausgezählten Majoritäten die im Lande vorherrschenden positiven Gesinnungen spiegeln. Das ist eine Verkennung der Massenpsychologie. Der Psychologe darf bei der Beurteilung einer von vielen gemeinsam geführten Aktion die Stellung jedes einzelnen zu der ihn mitumfassenden Vielheit nicht übersehen. Er darf nicht vergessen, daß ein Ich, je dürftiger und nichtiger es dasteht, d.h. je größer die Majorität ist, der es zugehört, umsomehr das Bedürfnis fühlt, sich als Mitglied der Masse persönlich zu dokumentieren. Hat eine große Persönlichkeit den Drang, seine Seele im Rhythmus der Welt schwingen zu lassen, so sucht umgekehrt das Massenmenschchen den Radau des Alltagslebens, den es Welt nennt, auf seine spezielle Existenz zu beziehen, um sich als „Persönlichkeit“ gefallen zu können. So und nicht anders ist die Massenneurasthenie zu erklären, die jede politische Bewegung hervorruft, und der Ausfall von Parlamentswahlen bietet somit in erster Reihe Interesse als statistisches Material für den Neurologen.
In welchem Prozentsatz sich die abgegebenen Stimmen auf die einzelnen Parteigruppen verteilen, ist psychologisch sehr belanglos. Majoritätsmensch ist nicht der nur, der zu den Wählern des endlich siegenden Kandidaten zählt, sondern jeder, der von seinem Stimmrecht Gebrauch macht; jeder also, der seine Meinung als maßgeblich für die Mehrheit ansehen möchte, weil er sie für so gut hält, daß sie ihm als Normalmeinung seiner Zeitgenossen geeignet erscheint. Das Prinzip der Wahl ist ein durchaus demokratisches Prinzip. Es hat die Tendenz, aus der Volksseele einen Diagonalwillen zu destillieren. Jeder Wähler erkennt mit der Ausübung seines Rechts dieses Prinzip ausdrücklich an, das Prinzip der Berechtigung des Mehrheitswillens, das einzelne, selbständige Individuum zu unterdrücken, es den Beschlüssen der Majorität der aus der Majorisierung der Minoritäten hervorgegangenen Körperschaften gefügig zu machen, aus jeder Persönlichkeit eine Nummer im Gesamtbetriebe und aus jeder autonomen Regung eine Gefahr für das demokratische Ganze herzustellen.
Jeder Wähler ist ein Tröpfchen von dem Öl, das die große Staatsmaschine schmiert. Was er wählen darf, ist allein das Ölkännchen, aus dem er in das Räderwerk träufeln darf, und von dem je nach der Größe des Behälters ein Schuß mehr links oder ein Schuß mehr rechts in den Apparat gegossen wird, dessen Hauptwalze sicher und exakt funktioniert, unbeirrt darum, welche von den vielen Seitenrädchen sich etwas schneller und welche sich etwas langsamer um ihre Achse drehen. Die Stimmabgabe jedes einzelnen Wählers hat also für den Gang der Geschicke eines Volkes ebensoviel zu bedeuten. wie der Rauch einer Zigarre, der sich im weiten Raum einer Wolke beimischt, für den Niederschlag eines Gewitters.
Für den Psychologen sind alle Wähler konservativ. Sie haben ausnahmslos das Bestreben, in das Rädchen zu fließen, das dem mächtigen Staatsrad am schnellsten vorwärts hilft. Sie erkennen damit die Notwendigkeit des Bestehenden und den Wert seiner Erhaltung an. Im Gegensatz zur konservativen Partei steht ausschließlich die Gruppe der Nichtwähler, stehen die paar Individualisten, Anarchisten, Künstler und Skeptiker, die in der Staatswalze einen Apparat erkennen, die Persönlichkeit durch die Masse zu wälzen und in jedem ihrer Räder ein Instrument, die Individualität, deren ein Riemen habhaft werden kann, zu rädern. Sie sind revolutionär. Ihr negatives Verhalten bezweckt die Unbrauchbarmachung der ganzen Maschine, entweder dadurch, daß durch das Einrostenlassen aller Seitenräder die Mittelachse gezwungen wird, sich aus eigener Despotenkraft zu drehen – eine Betriebform, die infolge der Vereinfachung des Werkes dem Individuum sehr viel weniger gefährlich ist, als die demokratische Versimpelungsfabrik – oder durch die positive Aktion des Sabots, d.i. die gewaltsame Außerbetriebsetzung des Werks. Wirft man Seife in den Kessel, so platzt der Apparat, und seine Wirksamkeit ist vernichtet.
„Revolutionär“ nennt sich nun freilich auch die Sozialdemokratie, die Partei, der die Massensuggestion, der Wahlakt sei eine heilige Handlung, in erster Linie zu danken ist, und der es – aus Gründen, die gleich erörtert werden sollen – niemals beizubringen sein wird, daß die Beteiligung an der Wahl ein Bekenntnis zur bestehenden Staatsordnung in sich schließt und eine im Kern antirevolutionäre Demonstration darstellt. Man hat ganz haarsträubende Motivierungen konstruiert, die die revolutionäre Tendenz der prinzipiellen Umgestaltung des Staatswesens mit der konservativen Wahlaktion in Einklang bringen sollen. Man behauptet und glaubt, die Zentralisation allen Schmieröls in einer dicken Kanne werde das Mittelrad in einen so rapiden Schwung versetzen, daß es alle Seiten und Nebenräder rotierend mitreißt und sich so ganz aus sich selbst heraus zu jener prächtigen Zentral- und Universalwalze entwickelt, die den idealen einheitlichen Brei aller Staatsbürgerfunktionen produziert, der der fromme Traum jedes unverfälschten Demokraten sein muß.
Man wird nicht von mir verlangen, daß ich diesen ideologischen Blödsinn ernsthaft widerlege. Mir kommt es darauf an zu zeigen, welche tieferen unterbewußten Gründe gerade die Partei, die die Masse hinter sich zu haben strebt, und die am meisten mit den Masseninstinkten rechnen muß, zu ihrer Sakrifikation der Parlamentswahl bewegen.
Der Mittelmensch, der Bürger, der aus der Not seiner Wesensgleichheit mit all seinen Mitmassenmenschen eine Tugend herleitet, hat gleichwohl das starke, seelische Bedürfnis, sich persönlich zu dokumentieren. Das innerstempfundene Gefühl seiner eigenen Unwesentlichkeit, der letzten Endes auch im Nichtigsten schlummernde Drang nach Unsterblichkeit, der verborgene Trieb, irgendwie doch einen noch so verschwommenen Schatten zu werfen, drängt ihn ans Sonnenlicht. Aus diesem Triebe sind so viele Äußerungen zu verstehen, die dem kleinen Mann Vergnügen machen. Wird irgendwo ein Haus photographiert, gleich stehen eine Reihe guter Leute in Positur vor der Fassade, um mit aufs Bild zu kommen. Sie werden ihr Konterfei nie zu sehen kriegen, der Photograph und der Besitzer des Hauses, die es anschauen werden, werden nie erfahren, wer die Leutchen sind, deren Typen sie vor sich haben, werden sich auch nie Gedanken darüber machen – aber der Bürger fühlt seine Befriedigung, weil seine Physiognomie irgendwo festgehalten ist; seinem Unsterblichkeitsdrange ist wenn auch noch so dürftig – Genüge geschehen. Ein noch beliebteres Mittel, seine Wesenheit in die Ewigkeit hinüberzuretten, ist das Anschreiben des Namens an Stellen, wo recht viele fremde Menschen ihn lesen werden, auf die Ruhebänke in gernbesuchten Parks, vor allem an Pissoirwände. Den Kommis und den Bäckergesellen, den Primaner und den Bücherrevisor überkommt ein Gefühl innerster Beruhigung, wenn er das Häuschen mit dem Bewußtsein verläßt, für seinen Nachruhm etwas getan und – sei es nur durch seinen Namenszug, sei es durch eine schweinische Zeichnung oder einen obszönen Vers – seiner tieferen Wesensart den Sprung in die Ewigkeit erleichtert zu haben. Jedenfalls hat er seiner Existenz einen weiteren Resonanzboden geschaffen, als sie auf korrektere Art gefunden hätte.
Mit diesem Phänomen rechnet die sozialdemokratische Parteileitung; muß sie rechnen, um. eine Massenbewegung hinter sich zu haben. Sie muß ihren Mitgliedern, grade weil sie sich zu einer die Persönlichkeit eliminierenden Tendenz bekennen sollen, die Gelegenheit bieten, sich persönlich wichtig zu machen. Mit welchem Stolz geht der Wähler zur Urne! Erfüllt er sein heiligstes Recht, alle fünf Jahre einmal einen Zettel mit dem Namen einer anderen Null feierlich zur Auszählung abzuliefern! Wie unentbehrlich kommt er sich vor! Sein Name steht in den Wahlregistern eingetragen, wird öffentlich aufgerufen; er kann selbst hervortreten, sich coram publico zu seinem Namen bekennen, kann sogar zwischen verschiedenen Zetteln, die ihm Weltanschauungen repräsentieren, aussuchen und kommt sich vor, als ob er am Steuerrad der Historie drehte. Die Befriedigung, die ihm das Bemalen der Abtrittswand erweckt, erfüllt sich beim Wahlakt potenziert.
Wer da glaubt, die ursprüngliche causa movens des Wählers sei politisches Interesse, sei die ernste Sorge um die Verwaltung des Vaterlandes, der irrt. Das Parteigefühl ist in fast allen Fällen erst nachträglich als Beweggrund zum Wählen eingeschoben. Aber soviel Selbstpsychologe ist der Staatsbürger nicht, um zu erkennen, daß er in der Wahrung seiner vornehmsten Rechte kleinlicher Eitelkeit folgt. Er konstruiert erst aus der Handlung, die er gern tut, das Motiv, das ihm diese Handlung erst recht weihevoll erscheinen läßt. Es geht so wie Nietzsches bleichem Verbrecher, der den von ihm Ermordeten beraubt, um vor sich selbst einen Grund zum Mord zu haben. Der Ausfall der Wahl regt den Wähler kaum anders auf, als das Ende eines Wettrennens den, der auf ein bestimmtes Pferd gesetzt hat. Daß es sich bei dem Wettenden um Geld handelt, während sich der Wähler ideelle Interessen einbildet, macht keinen Unterschied. Denn erstens stehen alle Staatsbürgerideale auf materieller Grundlage und werden erst in der politischen Abstraktion ideell verklärt, und zweitens verquickt sich bei dem Startsetzer das Interesse an der riskierten Summe so sehr mit der Aufregung des Zuschauens, daß es sich zu einer wirklich begeisternden Spannung auswächst.
Eine kleine Probe aufs Exempel bestätigt, was ich hier gesagt habe. Die anarchistische Taktik verwirft das Wählen prinzipiell. Sie wendet sich an den Arbeiter mit der Aufforderung, lediglich auf seine wirtschaftliche Förderung bedacht zu sein. Sie weist ihn auf die Kampfmittel hin, mit denen er sich hohe Löhne und kurze Arbeitszeit – also den größten für ihn wünschenswerten Nutzen – erobern kann: auf Klassenkampf und Streik. Sie warnt ihn vor dem Parlamentarismus, der an sich staatsstützend ist und als Ausbeutungswaffe ehrgeiziger Führer gegen die Arbeiter protegiert wird; betont die Nutzlosigkeit und die absolute Gleichgültigkeit des Ausfalls der Wahlen, weil es gar nicht von Belang ist, wer die Dummheiten macht, von der jede Gesetzlichkeit lebt. In Deutschland wird das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht seit 40 Jahren ausgeübt, ohne daß der Sozialismus die allermindeste Förderung dabei erfahren hat. All das führt die anarchistische Taktik gegen die Sozialdemokratie an; all das habe ich ungezählte Male in Arbeiterversammlungen hervorgehoben. Aber, kommt in einer sozialdemokratischen Versammlung irgend ein Agitator einer anderen Partei zum Wort, der den Arbeitern sagt: Wählt nicht den Müller! Wählt den liberalen Meyer oder den Antisemiten Schultz! – dann wird er mit sanfter Ironie abgefertigt, dann begründet man, weshalb nicht der Meyer oder der Schultz, sondern grade akkurat der Müller gewählt werden muß. Anders, wenn ein Anarchist spricht. Ihn, der doch ganz vom materiellen Interesse des Arbeiters ausgeht, der ganz sachlich, ganz unpersönlich diskutiert, widerlegt man nicht. Er wird niedergebrüllt, als Schuft, Polizeispitzel, Söldling der Gegner persönlich verdächtigt oder – wie es mir kürzlich in einer großen Wahlversammlung in München erging – tätlich insultiert.
Diese oft beobachteten, immer sich wiederholenden Tatsachen beweisen wohl, was ich oben behauptet habe: daß der Massenmensch nicht aus irgendwelchen materiellen, politischen oder ideellen Gründen wählt, sondern daß ihm das Wählen Selbstzweck ist. Der Anarchist, der das Wählen an sich angreift, verletzt sein Gefühl. Mit dem ist nicht zu debattieren; der ist ein Lump … Dem Volke muß die Religion erhalten bleiben. Und dem Volke muß die Möglichkeit erhalten bleiben – oder geschaffen werden -, sich an Pissoirwänden und Wahlgefäßen zu manifestieren.

DIE FACKEL, IX. Jahr, Nr. 223-224, Wien 12. April 1907
http://www.anarchismus.at/txt5/muehsam27.htm

Veröffentlicht in: on Donnerstag, 27. August 2009 at 00:02  Kommentare (13)  
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Aphorismus #461

Es gibt 1000 Gründe sie nicht zu wählen…
Aber dieser schlägt alles!

Da brechen nicht nur Marmor, Stein und Eisen…

Aphorismus #460

Was für’s Herz

9.30 Fly - eine LPein Ohrwurm

Veröffentlicht in: on Dienstag, 25. August 2009 at 00:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Aphorismus #459

Utz Claassen, Meinhard Miegel, Raffelhüschen, Sinn, Olaf Henkel, Leute, von denen ich kein Butterbrot annehmen würde!

Albrecht Müller in einem Spiegel-Interview über ein paar Liebelings-Experten und Gäste bundesdeutscher Polit-Talk-Shows.

Warum man diesen Herren nicht über den Weg trauen sollte, merkt man, wenn man nur ein paar ihrer Pöstchen und Funktionen Revue passieren lässt:
Utz Claassen: Vorsitzender der BDI-Initiative „Innovationsstrategien und Wissensmanagement“; Mitglied der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung; Honorarprofessor an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover; Mitglied des Stiftungsrates der Georg-August-Universität Göttingen…
Meinhard Miegel: … Vorstand des Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung; wissenschaftlicher Leiter des Ameranger Disputs der Ernst Freiberger-Stiftung…
Bernd Raffelhüschen: Berufung in die Rürup-Kommission; Mitglied im Aufsichtsrat der ERGO Versicherungsgruppe und der Volksbank Freiburg; wissenschaftlicher Berater für die Victoria Versicherung AG; Mitglied des Vorstands der Stiftung Marktwirtschaft; Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft; Beiratsmitglied der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen…
Hans-Werner Sinn: Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik; Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung; Präsident des International Institute of Public Finance; Fellow des National Bureau of Economic Research in Cambridge (USA); Mitglied im Aufsichtsrat der HypoVereinsbank…
Olaf Henkel: Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie; Präsident der Leibniz-Gemeinschaft; Senior Advisor“ der Bank of America; diverse Aufsichtsratsposten

Aphorismus #458

Wort zum Sonntag #15

Hare Krishna Mantra

vande ‘ham sri-guroh sri-yuta-pada-kamalam sri-gurun vaisnavams ca

Ich erweise meine achtungsvollen Ehrerbietungen den wunderbaren Lotosfüßen meines spirituellen Meisters, sowie den anderen spirituellen Meistern und allen Vaishnavas,

sri-rupam sagrajatam saha-gana-raghunathanvitam tam sa-jivam

Sri Rupa Gosvami und seinem älteren Bruder Sanatana Gosvami und ihren anderen Gefährten wie Raghunata dasa Gosvami und Jiva Gosvami,

sadvaitam savadhutam parijana-sahitam krsna-caitanya-devam

sowie Advaita Acarya, Avadhuta Sri Nitayananda Prabhu, Srivasa Thakura und allen anderen ihrer Gefährten, der Höchsten Persönlichkeit Gottes Sri Krishna Caitanya,

sri-rada-krsna-padan saha-gana-lalita-sri-visakhanvitams ca

den Lotosfüßen von Sri Radha-Krishna und auch Ihren Gefährtinnen wie Lalita und Visakha.

(jaya) sri krsna caitanya prabhu nityananda

Gepriesen sei Sri Krishna Caitanya, Sri Nityananda Prabhu,

sri advaita gadadhara srivasadi-gaura-bhakta-vrnda

Sri Advaita Acarya, Sri Gadadhara Pandita, Sri Srivasa Thakura und alle Geweihten Sri Caitanyas!

hare krsna hare krsna krsna krsna hare hare
hare rama hare rama rama rama hare hare

Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare

Hare Krishna„: Jeder Krishna-Jünger muss es täglich 16 * 108 = 1728 mal wiederholen! [1 ] Dass man dadurch für nix anderes mehr Zeit hat und ein beschauliches, meditatives Leben führt, ist klar. Der Inhalt des Mantra ist dabei egal, da schlicht und ergreifend sinnloser Unfug im hochtrabenden religiösen Gewand, wie es die oben mit angeführte Übersetzung von der offiziellen Webseite der Krishna-Bewegung deutlich macht. Was ist das für ein Gott, dieser Krishna, dass er so einen Blödsinn von seinen Gläubigen will? Was ist das für ein Leben, wenn man tagaus tagein nichts anderes macht, als nur ein belangloses Geblubbere vor sich hinsäuselt? Was ist das für eine neue „Bewusstseinsebene“ [2], die man dadurch erlangt, indem man sein Gehirn auf Durchzug stellt, indem man es mit stumpfsinnigem Wiederholen gnadenlos unterbeschäftigt? Was trägt eine so geartete Religion für einen selbst oder gar für die Entwicklung des Menschen bei?
Wer es wagt bei östlich inspirierten „Meistern“, die so prahlerisch das Wort von der universellen Liebe im Mund führen, wer es wagt mit solchen unflätigen Fragen ihre meditativen Kreise zu stören, der bekommt garantiert ihre „geballte Liebe“ zu spüren. Ich fing mir einmal bei einer Buddhistin (nicht irgendwer, sondern ausgebildet und mit langer Meditationspraxis) mit einem harmlosen „Warum“ ein „Mindfucker“ ein und musste den Kreis der auf Erleuchtung Wartenden sofort verlassen.
Habe ich gerne gemacht.

____________________

[1] Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, ob die Langfassung oder nur die letzte Strophe „hare krsna…“ wiederholt werden muss.
[2] Die Krishna-Bewegung nennt sich selbst hochtrabend „International Society for Krishna Consciousness“ = ISKCON
Auf solche Art der Bewusstlosigkeit kann ich gerne verzichten.

Veröffentlicht in: on Sonntag, 23. August 2009 at 00:02  Kommentare (2)  
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Aphorismus #457

Alle Leute haben eine Nähmaschine, ein Radio, einen Eisschrank und ein Telefon. Was machen wir nun? fragte der Fabrikbesitzer.
Bomben, sagte der Erfinder.
Krieg, sagte der General.
Wenn es nicht anders geht, sagte der Fabrikbesitzer.

Wolfgang Borchert, „Lesebuchgeschichten“, in: „Draußen vor der Tür“

Veröffentlicht in: on Samstag, 22. August 2009 at 00:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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