Aphorismus #617
Was überlegst du?
Ich überlege, was ich will und was ich brauche.
Was willst du?
Ich will eine friedvolle Seele.
Und was brauchst du?
Eine größere Waffe.
Auch in einer eher mäßigen Serie kann es die eine oder andere Perle geben. Diese stammt aus Life: Season 2/ Episode 20 „Initiative 38″ (Deutsch: Schweres Kaliber)
Aphorismus #616
Der Krieg [gegen den Terror] … ist nicht nur nicht zu gewinnen, er wäre nicht einmal durch Kapitulation mehr zu beenden. Ziehen die USA aus dem Irak und Afghanistan ab, geht er nicht nur dort munter weiter, der Krieg zieht hinter ihnen her. Die Terroristen haben, klammheimlich oder erklärt, eine Welt hinter sich.
Zu dieser pessimistischen Einschätzung kommt Hermann L. Gremlinza in „Krieg nonstop“ konkret 2/2010 S. 9
Aphorismus #615
In the Afghanistani government, as reflected in the constitution, political parties, freedom of expression and freedom of the press, in short all civil and individual rights are restricted by Islam and Islamic Sharia, nothing is permitted beyond that and everything is illegal. In this aspect, the main difference between the current Islamic Republic regime and the Islamic Emirates regime of the Taleban is that the current regime is a multi-party Islamic regime, while the Taleban regime was a single-party Islamic regime… As a method, democracy is utilised to dress up the anti-democratic religious Islamic nature of the regime as being modern.
Der Generalsekretär der maoistischen im Untergrund agierenden Kommunistischen Partei Afghansitans in einem Interview, Winter 2006. Der Rest des Textes strotzt leider nur so vor maoistischen Propaganda-Hülsen, aber diese kurze Analyse ist m.E. sehr zutreffend.
Aphorismus #614
Aus Mannheim kamen früher bessere Töne:
Twenty Sixty Six And Then: Butterking
Zm Vergleich höre man sich das Halleluja-Gedudel eines Herrn Naidoo und der Söhne Mannheims an…
… wenn man’s aushält.
Aphorismus #613
Ein Philosoph als Prophet zur Regierung Angela Merkel:
Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, § 166
Leider konnte ich diese Passage weder in der Transkription noch im Faksimile a.a.O. verifizieren, obwohl diese Stelle auch mehrfach in wissenschaftlicher Literatur zitiert wird. Vielleicht kann mir ja einer meiner philosophisch bewanderten Leser weiterhelfen.
Aphorismus #612
Wort zum Sonntag #37
Religiöse Diät
Diät – Besondere Ernährung, die von der normalen Ernährung abweicht.
Der Begriff Diät kommt von (griech.) dίaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise.
Besondere Speisepläne, die regeln, was man essen darf und was nicht, hat es wohl schon immer bei den Menschen gegeben. Bei Tollkirschen, Knollenblätterpilzen oder curarehaltigen Lianen ist dies unmittelbar einsichtig, da überlebensnotwendig. Bei späteren Formen von Diätvortschriften gilt das nicht mehr. Es gibt nun mal keinen wirklichen Grund, warum man das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen soll, oder warum Schwein weder bei Juden noch bei Moslems auf dem Speiseplan stehen darf. [1] Aber wenn GOTT ins Spiel kommt, hat die Ratio hintanzustehen. DER weiß nun mal besser, was GUT und was SCHLECHT ist!
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[1] Die gern kolportierte Erklärung des Schweinefleischverbotes mit der Trichinengefahr ist eine Reminiszenz an die frühe historisch-kritische Bibel-Forschung des 18. und 19. Jahrhunderts, als man alles rational erklären wollte und allem einen vernünftigen Sinn verpasste, auch und gerade der Bibel und dem Dogmen. Das trieb dann solche Blüten, dass am Heilig Abend die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde eine Predigt über die Vorteile der Stalltierhaltung zu hören bekam. Sehr erbaulich. – Naja, das Friede-Freude-Eierkuchen-Gedöns heute ist nicht viel besser.
Aphorismus #611
Die Kirche hat einen guten Magen,
Hat ganze Länder aufgefressen
Und doch noch nie sich übergessen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), Faust I, Vers 2836 ff. / Mephistopheles
Aphorismus #610
We are all atheists about most of the gods that societies have ever believed in. Some of us just go one god further.
Richard Dawkins, The Root of All Evil? (TV-Sendung 2006)

