Aphorismus #612

4.2. Veganismus: Pflanzen können nicht abhauen

Und das ist ihr großes Pech. Außerdem haben sie keine Augen, kein kuscheliges Fell, und schreien können sie auch nicht. So werden sie ohne jede Hemmung von den Veganern, den radikalsten aller Ernährungs-Sekten zur allein selig machenden Speise deklariert. Dabei ist das mit den gefühllosen Pflanzen so eine Sache. Manche Botaniker sprechen ernsthaft von der Neurobiologie der Pflanzen. Sie können mit der Umwelt kommunizieren, übertragen Reize und verarbeiten diese in ihrem “Gehirn”. Zum Glück für die Veganer sieht man das nicht auf den ersten Blick, sonst müssten sie nur noch von Luft und Liebe leben….

Aber das ist nur einer der vielen Widersprüche der Religion des Veganismus. Hier ein paar weitere:

  • Kein erwachsenes Tier außer dem Menschen sonst trinkt Milch. Böser Mensch!
    • Wie auch? Die Säugetiere haben keine Hände zum Melken. Und an ihre Zitzen lässt weder Kuh noch Ziege ihre geschlechtsreif gewordenen Jungen oder andere Tiere ran.
    • Dass wir Europäer an den Milchkonsum gewöhnrt sind, zeigen unsre Gene, dass einige Laktose nicht vertragen, ist wie jede Lebensmittelunverträglichkeit persönliches Pech. Die stärksten Allergene stammen übrigens aus der Botanik: Nüsse, Äpfel, Getreide…
  • Es braucht kein tierisches Eiweiß zu einer gesunden Lebensweise.Vegan leben ist gesund und keine Mangelernährung.
    • Schön wär’s. Eine vegane Kost muss sehr ausgewogen und aufeinander abgestimmt sein. Aus Bock mal ausscheren und statt Tofuburger einen Schokoriegel essen, ist da nur bedingt möglich.
    • Gegen den neuzeitlichen Veganismus sind sowohl die jüdischen wie auch die islamischen Speisegesetze fast schon einfach und liberal: Wer als Jude Schweinefleisch ist, der ist für so und so viel Tage unrein, muss bestimmte Gebete verrichten und das war’s dann schon. Wer jedoch als Veganer seinen Calciumspiegel oder sein Vitamin-B12 vernachlässigt, kann sich schlimmstenfalls auf der Intensivstation wiederfinden.
  • Vagane Ernährung ist ein Gebot des Tierschutzes.
    • Ist es nicht! -  Natürlich ist es nicht o.k., wenn Tiere gequält werden bei ihrer Aufzucht, Haltung und Verwendung, jedoch ist all dies im Kapitalismus dem Diktat des Kapitals und der Gewinnmaximierung unterworfen. Da wird das Tier verwertet, wie alles verwertet wird: Rohstoffe, natürliche Ressourcen, Energie, Arbeitskraft, Ideen, einfach alles. Selbst wenn alle Veganer wären, solange der Kapitalismus bleibt, wird ausgebeutet und verwertet, wenn nicht die Tiere, so doch mindestens die Menschen. Der beste Tierschutz wäre die Abschaffung des Kapitalismus und nicht der globale Veganismus.

Solche Einwände hört die VVF, die Vereinigte Veganer Front, nicht gerne. Und weil es letztlich Argumente sind, denen man rational schlecht beikommen kann, verlegt sich der gemeine Veganer auf so schöne Dinge wie aufs Diffamieren (Tierquäler, Hühner-KZs, Mörder…), aufs Radikalisieren (Wer ist der veganischste Veganer im Land?), auf Symbolhandlungen (PETA-Aktionen, Tierbefreiungen…) und auf einen naiv-kindlichen Utopismus von einem “brüderlichen Leben zwischen Menschen und Tieren”, für das alle Opfer  zu bringen sind. Und mit letzterem, dem idyllischen Tierfrieden sind die ach so aufgeklärten Veganer dorthin zurückgekehrt, wo die ganze Sache mit den religiösen Speiseplänen begann, zur Bibel:

“Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Bären werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter.” (Jesaja 11, 6-8)

Wer so was glaubt, ob nun als Jude, Christ, Moslem oder Veganer, der ist naiv, blendet die echten Probleme aus, und der versucht, wie ein kleines Kind die Welt zu heilen, indem er auf seine Currywurst verzichtet.

Und wenn man seine Suppe nicht auf isst, gibt es morgen schlechtes Wetter.

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9 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Der Mensch verursacht nun einmal qua Existenz Leid…

    Ja, aber er muss nicht noch mehr verursachen als unumgänglich ist. Es macht einen Unterschied, ob ich jemanden ausversehen überfahre oder mit voller Absicht in der Fußgängerzone auf Menschenjagd gehe.

  2. Ach…
    seit wann wird denn eine Weide mit Pestiziden vollgesprüht?
    Der Mensch verursacht nun einmal qua Existenz Leid…
    isso…


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