Aphorismus #612

Wort zum Sonntag #37

Religiöse Diät

Diät – Besondere Ernährung, die von der normalen Ernährung abweicht.

Der Begriff Diät kommt von (griech.) dίaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise.

Besondere Speisepläne, die regeln, was man essen darf und was nicht, hat es wohl schon immer bei den Menschen gegeben. Bei Tollkirschen, Knollenblätterpilzen oder curarehaltigen Lianen ist dies unmittelbar einsichtig, da überlebensnotwendig. Bei späteren Formen von Diätvortschriften gilt das nicht mehr. Es gibt nun mal keinen wirklichen Grund, warum man das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen soll, oder warum Schwein weder bei Juden noch bei Moslems auf dem Speiseplan stehen darf. [1] Aber wenn GOTT ins Spiel kommt, hat die Ratio hintanzustehen. DER weiß nun mal besser, was GUT und was SCHLECHT ist!

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[1] Die gern kolportierte Erklärung des Schweinefleischverbotes mit der Trichinengefahr ist eine Reminiszenz an die frühe historisch-kritische Bibel-Forschung des 18. und 19. Jahrhunderts, als man alles rational erklären wollte und allem einen vernünftigen Sinn verpasste, auch und gerade der Bibel und dem Dogmen. Das trieb dann solche Blüten, dass am Heilig Abend die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde eine Predigt über die Vorteile der Stalltierhaltung zu hören bekam. Sehr erbaulich. – Naja, das Friede-Freude-Eierkuchen-Gedöns heute ist nicht viel besser.

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9 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Die Würmer/Einzeller/Bakterien/Viren haben doch auch ein Recht auf leben, oder etwa nicht?

    Erklär mir mal wie ein Virus ein Recht auf Leben haben sollte.
    Und nein, Bakterien sind keine bewussten, leidensfähigen Lebewesen, davon abgesehen hat auch der Veganer ein Recht auf Notwehr.

    Und Erst der Massenhafte Einsatz von Pestiziden zur Produktion von Pflanzlicher Nahrung…

    Nur, dass du indirekt mehr pflanzliche Nahrung verbrauchst als jeder Veganer. Du weißt schon, dein Essen frisst verhungernden Kindern das Essen weg und so…

    Ich hoffe das war nicht alles was ihr an Argumenten bringen konntet.

  2. Beutegreifer gehören bei vergleichbaren Spezies immer zu den intelligenteren Varianten (z.B. Wolf vs Kuh, oder Krokodil vs Schildkröte oder auch Orca vs Blauwal)
    Soviel schon mal dazu
    und des weiteren: was macht ein kranker Veganer?
    Die Würmer/Einzeller/Bakterien/Viren haben doch auch ein Recht auf leben, oder etwa nicht?
    Und Antibiotika sind wirklich brutal und führen zu unermesslichem Leiden….
    Und Erst der Massenhafte Einsatz von Pestiziden zur Produktion von Pflanzlicher Nahrung…
    Da hilft nur noch eines: selig lächelnd zu Grunde gehen und sich auf keinen Fall in einem Holzsarg begraben lassen, für den Bäume ermordet wurden….

  3. Sapere aude!

  4. Träum weiter…..

  5. Veganismus ist genauso wenig eine Religion wie Amnesty International eine Sekte.

    Im Gegensatz sind es gerade die Religionen, die die falsche Mensch-Tier-Dichtomie aufrecht erhalten und der Antiveganismus nimmt unglaublich irrationale Formen an.

  6. Warum können Gläubige- und Veganismus ist nun einmal eine Religioni- nicht einfach schreiben:
    “Ihr seid alle Idioten, nur ich/ wir machen es richtig!”?

    Nein, können sie nicht. Sie haben ja eine Mission zur Rettung des Planeten. Darum kauen sie jedem, der es hören will oder nicht, beide Ohren ab.
    DA sind sie ganz und gar keine Veganer! :-P

  7. Außerdem haben sie keine Augen, kein kuscheliges Fell, und schreien können sie auch nicht.

    Und kein Bewusstsein, keine Leidensfähigkeit. Davon abgesehen verbraucht jeder Fleischfresser mehr Pflanzen als ein Veganer, also selbst wenn du dich wirklich für Pflanzen interessieren würdest, müsstest du vegan leben.
    Zum Weiterlesen:
    http://www.vegan.at/warumvegan/tierrechte/koennen_pflanzen_leiden.html

    Eine Ernährung von Kindern und Jugendlichen ist auch kein Problem:
    http://www.vegan.at/newsundinfo/presseaussendungen/ada_kinder_deutsch.html
    und Vitamin B12 lässt sich in allen Lebensmitteln fermentieren, die eine flüssige Phase im Herstellungsprozess durchlaufen.
    Davon abgesehen ist diese Fixierung auf Natürlichkeit esoterisch.

    Der beste Tierschutz wäre die Abschaffung des Kapitalismus und nicht der globale Veganismus.

    Das würde Hand in Hand gehen. Davon abgesehen setzen wir uns auch trotz Kapitalismus für Menschenrechte und gegen die Sklaverei ein, richtig? Oder gehst du jetzt vor die Tür ein paar Kinder abschlachten, weil du in einem kapitalistischen System lebst?

    und auf einen naiv-kindlichen Utopismus von einem “brüderlichen Leben zwischen Menschen und Tieren”, für das alle Opfer zu bringen sind.

    Welche Opfer oder hängst du etwa noch dem Märchen an Veganismus würde Verzicht bedeuten?
    Ok, Verzicht auf Leid und Mord.

    Schon interessant mit welch religiösem Eifer du hier deine unethischen Ernährungsgewohnheiten verteidigst, nur weil du gerne Sachen isst, die vorher geblutet und geschrien haben.


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