In dir ist der Satan, den werde ich dir schon austreiben!

Der oberste (schein)-heilige Moralapostel der Nation ein ganz profaner Kinderverhauer?

Die SZ berichtet heute ausführlich über das einschlägige Wirken des Augsburger Bischofs Malter Wixa (scnr!) Walter Mixa in den 70ern udn 80ern als Stadtpfarrer zu Schrobenhausen. Ausführlich schildern dabei ehemalige Heimzöglinge untermauert mit eidesstattlichen Erklärungen, wie sie vom damaligen Hochwürden windelweichgeprügelt wurden, mit Kochlöffel, Teppichklopfer, Stock oder Hand- natürlich auf den nackten Hintern, damit der Teufel auch ja ausgetrieben wird…
Die Reaktion des Bistums ließ nicht lange auf sich warten und war wie zu erwarten deutlich: NIE, GARNIENICHT habe Mixa irgendwann irgendwie einem Kind nur ein Härlein gekrümmt blablabla Und gedroht wurde wieder, wen wundert’s? Diesmal nicht mit Schlägen sondern mit der Justiz.
In die Wüste müsste man ihn und seinesgleichen schicken, unter Aberkennung jeglicher staatlicher (!) Pensionsansprüche. Aber solange noch genügend Gläubige sich finden, solange die Kirchen in unserem Staat ein vielfach privilegiertes Sonderdasein führen dürfen, solange sie von der Politik hofiert werden, und letztlich solange sie dem Kapital nützlich sind durch ihre karitative und ehrenamtliche Arbeit zur Ruhigstellung und Vertröstung, solange wird sich nichts ändern.
Es bleibt dabei:

Écrasez l’infâme!

Aphorismus #678

Glorreicher Rosenkranzkreuzzug für Deutschland und Europa

Wenn ich abends mal so richtig lachen will, dann gibt es dafür seit der Digitalisierung meines TV-Empfangs ganz unten in der Kanal-Liste neben den Verkaufssendungen und den Quiz-Shows zwei christliche Sender: das evangelikale Bibel-TV* und das erzkonservative katholische K-TV. Beides gleichzeitig gruselig und absolute Brüller! Wenn z.B. auf Bibel-TV evangelikale Sendungen aus dem Amerikanischen dermaßen holprig übersetzt sind, dass jeder Siebtklässler dafür eine 6 kassieren würde, und zu allen Überfluss das Ganze noch so asynchron ist, dass dagegen die Messer-Set-Verkaufs-Shows nebenan nahezu perfekt bearbeitet sind, dann ist Lachen garantiert! Oder wenn auf K-TV ein sichtlich verklemmter und verhuschter Jungpriester über Ehe und Sexualität fabuliert, jemand dem man nicht einmal ein Auto abkaufen würde, geschweige denn eine Religion oder nur einen Rat, dann gibt es kein Halten mehr. Ein ganz besonderer „Höhepunkt“ katholischer Medienarbeit ist der regelmäßig ausgestrahlte Rosenkranz. Allein die Stimme des Pfarrers, ist den Schmerz wert, den er da textlich verbreitet.
Köstlich!
Aber ich muss zugeben: Mehr als zwei drei Minuten halte ich nicht aus. Ganz so leidensfähig bin ich dann doch nicht. ;-)

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* Gesellschafter bei Bibel-TV sind nicht nur die üblichen Verdächtigen der evangelikalen und freikirchlichen „Szene“ wie ERF, die Norman-Rentrop-Stiftung, die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) und die Deutsche Bibelgesellschaft, sondern eben  auch die beiden großen Kirchen. Letztere wohl eher als Geldgeber denn als Programmgestalter, denn das Ausgestrahlte ist weit konservativer und bibelgläubiger als es die deutschen Landeskirchen sind.

Aphorismus #677

Henning Venske über den idealen Abgeordneten

HV gibt es also noch, und wie! Bissig, polemisch und kompromisslos.
Von wegen Altersmilde….
-Auftritt beim Deutschen Kleinkunstpreis 2010-

Aphorismus #676

Zur “Feier” der Karwoche gibt es dieses Jahr an jedem Tag ein Video!

The Dowie Dens o Yarrow

Was für’s Herz!

Die traurige Geschichte der Shelagh McDonald.

Aphorismus # 675

Wort zum Sonntag #46

Zum katholischen „Jahr des Priesters
das offizielle Video der „Kongregation für den Klerus

Alter Christus

Für alle Masochisten, denen das „normale“ katholische Geschwurbel nicht reicht geht es weiter mit Teil 2 und Teil 3

Jahr des Priesters?
Werbung für einen Beruf, der den schlagenden Beweis für die Verlogenheit der katholischen Kirche abgeliefert hat? Super Timing, würde ich mal sagen!Wie treffend!

Alter Christus – Der andere Christus?
Jesus sieht zwar mit seinen 2000 Jahren ganz schön alt aus, aber der gemeine katholische Theologe meint das selbstverständlich anders, nämlich lateinisch:  Alter Christus = der andere Christus. Drunter machen es die Kleriker nicht! Ihr oberster Chef nennt sich Stellvertreter Christi, sein Personal also sind andere Christusse. Da müssen die was falsch verstanden haben. Der Christus der Bibel hat sich ans Kreuz schlagen lassen, und hat nicht geschlagen! Aber nach so langer Zeit kommt es auf solche Kleinigkeiten nicht wirklich an.

Und das Video?
Ich gebe zu, ich habe es nach ein paar Minuten nicht mehr ausgehalten, das salbungsvolle Gelaber, das Trommelfeuer christkatholischer Wortschöpfungen, die Bilder von am Boden ausgebreitet liegenden Priesteramtskandidaten (wie der Kotau beim Kaiser von China, oder die Proskynese im antiken Perserreich), dieses ganze verlogene Getue! Da hebt sich ein Berufsstand selbst in den Himmel und schiebt dies den lieben Gott in die Schuhe. Der kann sich schließlich nicht wehren. Dabei täte der ganzen Priesterzunft die Demut gut, die sie allen anderen predigen. Mein unbescheidener Rat: Klappe halten, vor der eigenen Tür kehren und erst wieder den Mund aufmachen, wenn irgendwer danach fragt. Von mir aus können die selbst ernannten anderen Christusse, die sich als Wegweiser zum Himmel dünkenden scheinheiligen Männer für immer ihren Rand halten. Wäre ein wirklich großer Gewinn für die Menschheit. Aber ehe geht ein Kamel durch’s Nadelöhr, als dass die katholische Kirche sich ernsthaft und freiwillig ändert.

Aphorismus #674

Wie weit muss man eigentlich der Linkspartei hinterhergerutscht sein, dass man Leistungsgerechtigkeit für rechtsradikal hält?

Ein echter Westerwelle: polemisch, realitätsfern, die Tatsachen total auf den Kopf stellend und selten dämlich. Was er und seinesgleichen unter „Leistungsgerechtigkeit“ verstehen, haben sie nach der Machtübernahme dem Wahlsieg hinlänglich bewiesen: der eigenen Klientel Geld nachwerfen, verdienten Parteigenossen Parteifreunden Posten verschaffen, unsägliche Kampagnen gegen die „Leistungsverweigerer“ führen, bei gleichzeitiger Untätigkeit und Unfähigkeit bei der Lösung der wirklichen Probleme. Der Klassenkampf von oben wurde noch mal verschärft… Was er und seine neoliberale Bagage unter Gerechtigkeit verstehen, ist das genau Gegenteil, was sonst der Begriff bedeutet: Der Begriff Leistungsgerechtigkeit bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre die Vorstellung einer Gerechtigkeit davon, dass das Einkommen einer Person der Marktleistung für Andere entsprechen soll. M.a.W. Hartz IV-Empfänger haben es im Sinne dieses ökonomistischen Neusprech vollkommen verschissen. Wer nur empfängt, dessen Leben ist volkswirtschaftlich nichts wert, der muss alles mit sich machen lassen.
DAS hatten wir schon.
Wie weit der windige Außenminister inzwischen selbst nach rechts gerutscht ist- Möllemann war beileibe kein Einzelfall bei den „Liberalen“!-, merkt man auch an seiner weiteren Wortwahl im Welt-Artikel: „Wie immer, wenn man eine Debatte anstößt, die der politischen Korrektheit nicht entspricht, gibt es am Anfang Empörung und Protest. Wenn die Kritiker dann sehen, dass diese Debatte bei einer sehr großen Mehrheit der Bevölkerung ebenfalls als notwendig und angemessen angesehen wird…“
Stolz auf die eigene politische Inkorrektheit, das angebliche Sprechen für die (schweigende) Mehrheit- zwei gerne von Rechtspopulisten benutzte Versatzstücke. Also nur die allerbeste Gesellschaft für den feinen Demagogen.

Aphorismus #673

Endlich mal eine sinnvolle Warnung!

Veröffentlicht in: on Freitag, 26. März 2010 at 00:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Aphorismus #672

Prayer For Those Who Have Suffered Abuse Of Any Kind – Physical, Sexual, Psychological Or Emotional

Lord, we are so sorry for what some of us did to your children: treated them so cruelly, especially in their hour of need.
We have left them with a lifelong suffering.
his was not your plan for them or us.
Please help us to help them.
Guide us, Lord, Amen.

Prayer sent to Archbishop Martin of Dublin by a survivor of abuse

Ist doch schön praktisch so ein Gebet zu Gott, in dem man „sorry“ sagt, sich „schuldig“ gibt und am Ende ein „hilf uns“ nachschiebt. Mehr braucht es nicht, damit der Katholik, insbesondere der Amtsträger wieder ein reines Gewissen hat, und die Kirche weitermachen kann wie bisher. Wenn es angeblich Gottes Plan ist, sass die Opfer nicht leiden, warum um alles in der Welt, haben die Bischöfe nicht schon vor 30 oder 40 Jahren etwas dagegen unternommen? Warum brauchte es jahrelangen Durck von außen, bis sich etwas tat? Ein „Tut uns leid“ kostet nichts, tut nicht weh und dient nur dem Ziel, das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen.
Angeblich ist diese Heuchelei ja sogar von einem Missbrauchsopfer. Warum aber, heißt es dann darin „Please help us to help them“? Wer soll da wem helfen? Die Opfer den Opfern? Die Opfer den Tätern? Die Kirche den Opfern? ??? Das haut doch schon grammatikalisch nicht hin. Aber diese Schwammigkeit ist ganz im Sinne der Heuchler mit römischen Kragen. Auch die Opfer müssen Gott um Verzeihung bitten! Schließlich haben sie mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit der Hl. Mutter Kirche großen Schaden zugefügt! Sollen sich was schämen.
Dass es anders geht, ja anders gehen muss, macht das hier deutlich.

Aphorismus #671

Da habe ich doch gestern beim Beatles-Bashing glatt ein wichtiges Album von 1967 vergessen.
Captain Beefheart: Safe as Milk
<bash-mode>Eines von vielen, vielen anderen Alben, das ’67 in musikalische Sphären vordrang, von denen die Pilzköpfe nur träumen konnten.</bash-mode>

Veröffentlicht in: on Mittwoch, 24. März 2010 at 00:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Überschätzte Mittelmäßigkeit

Hier mal eine Negativ-Liste. Nicht die besten, seltsamsten oder sonstwie auffälligsten Bands, sondern eine Liste der in der Rock- und Popgeschichte bis heute am meisten überschätzten Bands! – Diesmal ohne links, denn ihre Musik hat wohl jeder im Ohr, sie zählen nach allgemeiner Meinung zu den GANZ GROSSEN! Und bevor Missverständnisse entstehen: Auch ich höre höre manches davon gerne mal, aber es ist eben NICHT der musikalischen Weiheit letzter Schluss, wie gerne behauptet wird.
Mit Widerspruch ist zu rechnen. ;-)

5. Bruce Springsteen & The E-Street Band

The Boss ist ein ganz fabelhafter Songwriter und Texter. Allein mit seiner Gitarre, oder nur sparsam instrumentiert erreicht er zwar nie die „astralen“ Sphären von His Bobness, aber in der Singer-/ Songwriter-Szene zählt er zu den Besseren. Als Beleg möge sich der geneigte Leser die CD „The Ghost of Tom Joad“ anhören.
Ach würde B.S. doch dabei bleiben! Aber, weil er nun mal zur „Zukunft des Rock ‘n’ Roll“ ausgerufen wurde, musste es die E-Street-Band sein, mussten Hymnen her, bis zum Erbrechen wiedergekaute Refrains, der immer gleiche langweilige stampfende Rhythmus etc. pp. Kein Wunder, dass die Republikaner „Born in the USA“, das den Vietnam-Krieg beleuchtet, für Reagens Wahlkampf (!) verwenden wollten.
Es gibt für mich kaum einen Musiker, wo Botschaft und Musik so weit auseinander klaffen wie bei Springsteen, sobald er zur E-Gitarre greift und die E-Street-Band alles versaut. Aber was macht man nicht alles für Geld.

4. U2

Muss man dazu irgendwas sagen? Zu dem pseudoreligiösen Gehabe? Zu der mit allen kommerziellen und medialen Mitteln vorgetragenen „Konsumkritik“? Zum Einklinken in fast jeden erfolgreichen aktuellen popmusikalischen Trend? Zu der unerträglichen politischen Ich-rette-die-Welt-im-Alleingang-Attitüde Bonos? Zum Größenwahn ihrer Bühnenshows und Tourneen?
Genug davon. U2 hätten mit der Gitarre von The Edge, der Stimme von Bono, dem (des öfteren) guten Songwriting alles Zeug dazu wirklich gut und bedeutsam zu sein. Aber weil sie immer und immer wieder zwanghaft bedeutsam und gut sein sein wollen, darum haut’s nicht hin.
Schade.

3. Queen

Gibt es ein Synonym für Größenwahn in der Rockgeschichte, so wäre Freddie Mercury mit Queen erster Kandidat. Keiner hat das Image des Rock-Gottes so zelebriert wie F.M. Keine Band hat in den wahrlich nicht gerade bescheidenen 80ern den Bombast und die Egozentrik so gefeiert wie Queen. Opernhafter Gesang- oder wäre operettenhafter besser?-, „große“ Gesten, der unbedingte Glaube an die eigene Anbetungswürdigkeit- all dies vereinigt F.M. und Queen in unerträglicher Art und Weise.
Zweifelsohne machten sie auch gute Musik, hatten nette Ideen (Bohemian Rhapsody), aber ein wirklich bedeutsamer Beitrag zur Geschichte de Rockmusik? Fehlanzeige. Völlig unerträglich wurde die Sache erst recht durch die Leichenfledderei nach Mercurys Tod mit dem absoluten Tiefpunkt eines Queen-Musicals „We Will Rock You“. Was für eine Blamage!

2. The Rolling Stones

Nicht die Stones! Die sind doch DAS Urgestein des Rock, sind in ihren Live-Shows unübertroffen und sind aus der Geschichte der Rockmusik nicht wegzudenken. Die kann man doch gar nicht überschätzen! Doch, man kann. Es wird laufend getan.
Was haben die Stones wirklich musikalisch „vollbracht“? Sie waren Teil der British Invasion in den USA, haben den schwarzen Rock ‘n’ Roll in seiner britischen Variante zusammen mit den Beatles und anderen englischen Bands in die USA quasi zurück gebracht. Dies führte wiederum angereichert mit amerikanischen „Zutaten“ zur musikalischen Explosion des US Garage Punk, der in die „Psychedelic Era“ mündete. Aber das ist es schon, was die Stones wirklich für den Fortgang des Rocks getan haben. Ihre eigenen Alben waren nur in dieser kurzen Spanne wirklich auf der Höhe der Zeit, ansonsten verarbeiteten sie meist kommerziell erfolgreicher als die Originale nur das, was überall zu hören war. Innovatives, gar Umstürzlerisches haben sie seitdem nicht mehr zum Rock beigetragen. Meist sahnen sie nur den Rahm ab, den andere für sie geschlagen haben. Sie waren einfach die bessere Marke und hatten das cleverere Marketing. That’s all.
Und ihre legendären Live-Auftritte? Mag sein, dass sie einmal hart, laut und vibrierend waren. Mag sein. Seitdem sie in den großen Arenen, in Konzerten jenseits von 50.000 Zuhörern auftreten, sind sie es nicht mehr. Da läuft die übliche perfekte Show mit Videowand und dem ganzen anderen Schnickschnack ab. Eine mäßig interessante DVD zum „Liebhaberpreis“. Und sie werden es immer und immer wieder tun, solange die Kasse stimmt. Ein mehrfaches Aha-Erlebnis erlebte ich bei der Bridges-to-Babylon-Tour 1997: Ein ach so „improvisiertes“ Solo von Richards spielte er parallel zum MTV-Video, ab der Hälfte des Geländes herrschte nur noch Zimmerlautstärke- möglichst viele Fans abzukassieren war also wichtiger als der richtige Bumms!-, die Becher mit der berühmten Zuge zeigten diese in Gold. „We’re Only in It for the Money“ nannte Zappa ’68 ein Album mit den Mothers: Wie recht er doch hatte.

Wer kann das noch toppen? Richtig! Nur noch diese vier:

1. The Beatles

Früher, als die Grenzen in der Rockmusik noch klar waren, wären entweder die Stones oder die Beatles in dieser Liste aufgetaucht. Aber beide zusammen? Wie das denn? Nun, jedes Mal, wenn mal wieder ein musikgeschmacksbefreiter und kenntnisloser Redakteur vom „Rolling Stone“, von der „Kulturzeit“ oder irgendeinem anderen selbsternannten (Pop-)Kultur-Medium sich darüber ausläßt, wie wichtig die Beatles waren, was Großes sie für die Musik des 20. Jahrhunderts geleistet haben, dann weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Und wenn dann denkbefreite und nachplappernde „Musikexperten“ gar behaupten, die Beatmusik hätte von den Beatles ihren Namen, dann könnte ich doch glatt…- aber lassen wir das.
Was war so wichtig an den Beatles? Außer dem Beginn der British Invasion, die Popularisierung und damit einhergehend die Verflachung von bereits vorherrschenden Muiskstilen wie Mersey Beat, Psychedelic und Progressive, vor allem aber außer zigtausend feuchten Höschen zeichnet sie nichts aus, was ihren immer behaupteten unschätzbar großen Stellenwert nur irgend rechtfertigen könnte. Wer immer noch meint das „Weiße Album“ von 1968 sei innovativ und einzigartig, dem empfehle ich einmal ein paar Platten die 1967, also ein Jahr zuvor erschienen: „The Velvet Underground & Nico“ (The Velvet Underground), „Strange Days“ (The Doors), „Absolutly Free“ (Frank Zappa), „Disraeli Gears“ (Cream), „Surrealistic Pillow“ (Jefferson Airplane), „The Piper at the Gates of Dawn“ (Pink Floyd)… DAS waren innovative, unerhörte Alben, die alle in ihrer Art die Musik der nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte nachhaltig beeinflussten. Die Beatles sprangen da nur auf, vermarkteten sich geschickt und machten das dicke Geschäft. So wurde aus einer durchschnittlichen Boygroup aus Liverpool das große Dinge der Pop-Geschichte. Und je länger sie weg sind, desto „wichtiger“ werden sie. Wer macht sich schon noch Gedanken über Ursprünge, Einflüsse, Genealogien und Nebenlinien der Musik der 60er? Da ist es dann doch viel einfacher, zwei Namen zu nennen, die Beatles und Stones, und zu meinen, dass damit alles gesagt sei.

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