Aphorismus #1006

Von Burnout zu sprechen, ist alles andere als hilfreich, weil man damit alltägliche Erschöpfungen genauso meinen kann wie schwere, lebensbedrohliche Depressionen. Letztlich verharmlost der Begriff Burnout damit eine Depression. Und auch wenn vielleicht das Gegenteil beabsichtigt ist, trägt er auf Dauer sogar dazu bei, Depression zu stigmatisieren. Depressiv Erkrankte treffen dann auf das Vorurteil, dass sie ihr Leben nicht richtig im Griff haben, sich selbst aus Ehrgeiz überfordern oder sich einfach nicht zusammenreißen.

Der Psychiater Ulrich Hegerl in einem SPON-Interview

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Ein Kommentar zu “Aphorismus #1006

  1. Ich würde sagen, das Gegenteil ist der Fall. Der unterstellte hohe Leistungswille ist eher noch eine Zierde, auf die Erwähnung von Depressionen reagieren nicht betroffene schon oft sehr ablehnend.

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