Aphorismus #43

Sie (i.e. die Unternehmen und Körperschaften) können keinen Verrat begehen und weder geächtet noch exkommuniziert werden - denn sie haben keine Seelen.

Sir Edward Coke (1552 - 1634), Erster Lordrichter von England: Sutton’s Hospital Case, 10 Report 32, 1628

zitiert nach Larry Niven, Jerry Pournelle: Todos Santos (Im Original: Oath of Fealty) Überschrift von Kapitel 19:”Vergeltung”

Veröffentlicht in: on Mittwoch, 2. Juli 2008 at 00:01 Kommentare (0)
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Aphorismus #40

Mr. Block legt sein Erspartes an

Comic vom Anfang des 20. Jhd. im Umfeld der IWW

Hier geht dieser immer noch aktuelle Comic weiter.

Veröffentlicht in: on Sonntag, 29. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #37

The only free choice is the refusal to pay.

Gefunden auf einer Archivseite, die viel sehenswertes Material der “Situationistischen Internationale (SI)” für die Nachwelt erhält.

Aphorismus #35

Ein Kind das heute verhungert, wird ermordet.

Jean Ziegler

Veröffentlicht in: on Dienstag, 24. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #29

Ihr könnt kein kapitalistisches System betreiben, wenn ihr keine Geier seid; ihr müsst das Blut von jemand anderem saugen, um Kapitalist zu sein.

Malcolm X (1925 - 1965), der andere große Kämpfer der Black Power in den USA. Wie Martin Luther King einem Attentat zum Opfer gefallen. Weit radikaler als dieser und zudem Moslem, was ihm eine mögliche Beliebtheit in den weißen liberalen christlich geprägten Mittelstandsschichten verbaute.

Veröffentlicht in: on Mittwoch, 18. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #28

Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten!

Adolf Arndt (1904 -1974), SPD-Politiker (Wenn sich doch die “Genossen” heute an seine Worte halten würden, dann gäbe es den ganzen Privatisierungswahn nicht!)

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Veröffentlicht in: on Dienstag, 17. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Danke Irland!

Danke Irland! Danke! Das einzige Land in Europa, das über die Verfassung den Vertrag von Lissabon abstimmen durfte, hat dies für die Mehrheit derer in Europa getan, denen das elementare demokratische Recht vorenthalten wurde, über die Verfasstheit des neuen Superstaates mitzuentscheiden. Danke Irland, dass ihr dies im Sinne aller Demokraten getan habt. Und den Bürokraten und Lobbyisten die Rote Karte gezeigt habt.

Der Vertrag von Lissabon will das Europa der Wirtschaft, der großen Konzerne, der EU-Kommission, des Eurozentralismus und vor allem des Neoliberalismus. Dies sieht man schon allein an der soeben beschlossenen europäischen Arbeitszeitregelung: die Bosse haben alle Rechte, die Angestellten keine! So mag es das Kapital. Und wie wird uns das von unseren Politikern verkauft? Als ein großer Fortschritt! Als ein wichtiger Meilenstein im “sozialen Europa”. Wenn das ein Meilenstein ist, dann ist klar wohin die Reise geht: zu noch mehr Sozialkürzungen, noch mehr Marktradikalismus, noch mehr Umverteilung! Dazu sagt quer durch Europa die Mehrheit der Bevölkerung NEIN.

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Und dagegen haben die Iren gestimmt: trotz permanenter neoliberaler Gegenpropaganda auf allen Kanälen und in allen Gazetten, trotz der permanenten Verarschung durch die Volks(ver)treter, trotz der unverholenen Drohungen aus Brüssel. Und doch hat dieses als halsstarrig und eigensinnig geltende Volk sich nicht beirren lassen und NEIN! gesagt. Danke Irland! Es ist den Iren hoch anzurechen, dass sie die geschmierte Maschinerie aus Politik-Filz und Kapital-Fett (Jetzt habe ich endlich Beuys begriffen!) zum Stoppen gebracht haben.

Fragt sich nur für wie lange. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die politische Kaste sich aufgerappelt hat und eine neue Finte ausheckt. Die ersten Stimmen wurde ja sofort laut und hatten den Tenor, so weiterzumachen wie bisher. Irgendwie werden sie es doch schaffen, das große irische NEIN in ein kleines “ja” umzudeuten. Sie müssen dies tun, damit wir in Europa doch noch das kriegen, was das Kapital will: einen grenzenlosen Markt ohne störenden nationalen Partikularinteressen. Einen Markt mit möglichst niedrigen Sozialstandards. Und vor allem einen Markt mit noch viel niedrigeren Löhnen und ganz ohne “Lohnnebenkosten”. Das lässt die Rendite steigen und macht die Anleger glücklich. Und dann, und nur dann gibt es für Angela, Nicolas und Co. die ganz fetten Aufsichtsratsposten und weitere “Almosen “aus dem Füllhorn der dankbaren Auftraggeber.

Noch gucken sie (zumindest eine Zeit) in die Röhre. Und schauen ziemlich bedeppert aus der Wäsche.

Danke Irland!

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Aphorismus #22

Es kommt nicht darauf an, den Menschen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.

Jean Ziegler war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung

Veröffentlicht in: on Mittwoch, 11. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #19

Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.

Der konservative deutsche Journalist und einer von fünf Gründungsherausgebern der FAZ Paul Sethe (1901 - 1967) in einem Leserbrief im Spiegel vom  5. Mai 1965.

Veröffentlicht in: on Sonntag, 8. Juni 2008 at 00:03 Kommentare (0)
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Märchen des Ökonomismus #4

Die Meisterung von Krisen kann man getrost dem Markt überlassen

Nach einer kurzen Schrecksekunde, in der sogar ein Ackermann nach dem Staat rief, haben sich die Hüter der reinen marktradikalen Lehre wieder gefangen: “Business as usual” heißt die Devise. Dabei ist die Krise des Kapitalismus mit Händen greifbar. Man muss sich nur die Nachrichten aufmerksam verfolgen und von die neoliberalen Deutungsmustern, die und stets frei haus mitgeliefert werden, frei machen. Dann wird eines klar: Der Kapitalismus fährt derzeit so ziemlich alles mit Karacho gegen die Wand.

Angefangen bei den kleineren innerdeutschen und innereuropäischen Problemen:

  • die Verschleuderung des öffentlichen Eigentums
  • die durch diverse Steuersenkungen verarmten und überschuldeten öffentlichen Haushalte
  • die Privatisierung aller Gewinne der Kapitaleigner und die Sozialisierung ihrer Verluste (wie wieder einmal bei der US-Immobilienkrise geschehen)
  • die Unfähigkeit der Politik eigenständig und souverän zu handeln hervorgerufen durch eine maßlose Lobbyarbeit und die undurchschaubare Verflechtung von Politik und Wirtschaft
  • die allgegenwärtige neoliberale Ideologie, die einseitig angebotsorientiert ist und die Nachfrage überhaupt nicht im Blick hat
  • die Ökonomisierung aller Bereichen des Lebens von der Wiege bis zur Bahre immer verbunden durch einen irrwitzigen Sparzwang
  • das Sinken der Realeinkommen, gegen das nichts unternommen wird. Im Gegenteil: die Unternehmen werden einseitig auf Kosten der Lohnabhängigen entlastet
  • die gewollte Verarmung ganzer Bevölkerungsteile mit Hartz IV und der Agenda 2010

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Diese Liste kann gerne noch weitergeführt werden. Tag für Tag erleben es wir, wie unser LAnd fest im Würgegriff einer Elite ist, di ekein anderes Ziel kennt, als die eigenen Gewinne zu maximieren. Und dabei verliert sie alle Skrupel. (Erinnert sei hier noch einmal daran.)

Weltweit ist die Krise des Kapitalismus weit dramatischer und fordert immer mehr Opfer. Sie zeichnet sich aus durch:

  • die Unfähigkeit Konflikte jenseits des Rechtes des Stärkeren zu lösen. Das hat allein im Irak 100.000en Zivilisten das Leben gekostet.
  • die Unfähigkeit ein weltweites, gemeinsames, den Erfordernissen des Klimawandels (und nicht denen der Industrie) angemessenes Vorgehen zu finden, sich gegen die drohende Klimakatastrophe zu stellen. Nicht die USA unter George Bush sind die bösen Bremser. Auch sie sind nur Handlanger des Kapitals.
  • die Unfähigkeit der grassierenden globalen Spekulation Einhalt zu gebieten. Sie treibt die Preise für Energie und für Nahrungsmittel mehr in die Höhe als alle Nachfrage. Spekulation ist Teil des kapitalistischen Systems, aber sie ist inhuman und brutal, sie tötet Menschen und deswegen muss sie ein Ende finden!
  • das Fehlen der grundlegenden Menschenrechte in großen Teilen der Welt, als da sind: der elementare Schutz von Leib und Leben, genügend Nahrung, Wohnraum, Zugang zu sauberem Wasser, zu elementarer Bildung und zu einem funktionierenden Gesundheitssystem. Das dies auch anders geht als in Haiti oder in zahllosen Ländern Afrikas sieht man an Kuba.

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Es scheint so, als wenn der Kapitalismus mit dem “Turbolader” Globalisierung und dem “Nachbrenner” Neoliberalismus derzeit mehr und mehr seine eigene Krise beschleunigt und damit seinen Niedergang selbst produziert. Die dotcom-Blase platzte 2000, die Immobilienblase 2008. Wann kommt die nächste Blase, die platzt? Wie kommen wir aus dieser verhängnisvollen Abhängigkeit von der Börse und besonders von den institutionellen Anlegern frei? Geht das überhaupt?

Eine systemimmanente Lösung der Probleme gibt es m.E. nicht, da das derzeitige System auf völlig falschen Grundannahmen basiert: dass der Markt alles alleine regeln kann, dass Wirtschaftswachstum zwangsläufig Wohlstand für alle bedeutet, dass durch die Marktmechanismen ein gerechtes System entsteht usw.

Aber das wird nichts, das kann nichts werden. Ein falsches und Menschen verachtendes System, das nur wenige Gewinner, aber ein Gros an Verlierern kennt, kann niemals von selbst etwas dauerhaft  Positives hervorbringen.

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