Aphorismus #45

Du nennst es Glauben, wir heißen’s Angst.

Henrik Ibsen (1828 - 1906), “Peer Gynt

Veröffentlicht in: on Freitag, 4. Juli 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #41

So habe ich es noch in der Schule gelernt, vielleicht mit ein paar “kritischen” Anmerkungen:

Dulce et decorum est pro patria mori.

Süß und ehrenvoll ist es, fürs Vaterland zu sterben. (Horaz 65- 8 v.C.)

Diese Replik von Ioannes Audoenus (John Owen 1564 - 1622) wurde uns vorenthalten:

Pro patria sit dulce mori licet atque decorum vivere pro patria dulcius esse puto.

Mag es auch süß und ehrenvoll sein, für das Vaterland zu sterben, ich meine, es ist süßer, für das Vaterland zu leben!

Und so etwas hätten wir nie und nimmer erfahren:

“Bertolt Brecht … kritisierte als Schüler in einem Aufsatz diesen Spruch als eine „Zweckpropaganda“, auf die nur „Hohlköpfe“ hereinfallen. Er wurde dafür mit einem Schulverweis bestraft. Nur die angesehene Stellung seines Vaters und die Intervention eines Religionslehrers bewahrten ihn vor der Vollstreckung dieser Strafe.”

Letzteres hat ja schließlich nichts mit Latein zu tun, oder?

Veröffentlicht in: on Montag, 30. Juni 2008 at 00:01 Kommentare (0)
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Aphorismus #39

Aufgabe von Kunst ist es heute, Chaos in die Ordnung zu bringen.

Theodor W. Adorno ( 1903 - 1969)

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Jackson Pollock: Komposition, 1950


Veröffentlicht in: on Samstag, 28. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #38

Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.

Bertrand Russell (1872 - 1970) aus: “Warum ich kein Christ bin

Aphorismus #37

The only free choice is the refusal to pay.

Gefunden auf einer Archivseite, die viel sehenswertes Material der “Situationistischen Internationale (SI)” für die Nachwelt erhält.

Aphorismus #34

Das Interesse an Katastrophennachrichten, -filmen, -berichten speist sich ja nicht zu einem geringen Teil aus der verzweifelten Lust an einer Veränderung, die anders nicht mehr machbar zu sein scheint.

Marcus Hammerschmitt in “Das ewige Jetzt”

Aphorismus #32

Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, dass unsere geistigen und mentalen Leistungen die Folge von neuronalen Prozessen sind – und nicht umgekehrt. Sie sind meist heimliche Dualisten und glauben, dass da ein unabhängiger Geist schaltet und waltet und irgendwie mit dem Gehirn wechselwirkt, damit es das tut, was der Geist will.

Prof. Dr. Wolf Singer in einem Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit”. Singer ist einer der führenden (wenn nicht sogar DER führende!) deutschen Neurowissenschaftler. Bekannt geworden ist er auch dadurch, dass er die Ergebnisse seiner Forschungen populärwissenschaftlich einem breiten Publikum vermittelt.

Aphorismus #31

If you need somebody you can trust, trust yourself.

Bob Dylan, vom Album “Empire Burlesque” von 1985, aus dem Song “Trust Yourself“.

Aphorismus #27

Zählen Sie Ihre Todsünden, dividieren Sie den Betrag durch die Anzahl ihrer Orgasmen und multiplizieren Sie das Ergebnis mit der laufenden Nummer ihrer letzten Steuererklärung, dann haben sie den Sinn des Lebens.

Walter Moers, Schöner denken mit dem kleinen Arschloch

Aphorismus #25

Wenn im Schulunterricht Evolutionslehre und “Intelligent Design” oder Kreationismus gleichzeitig gelehrt werden sollen, dann sollte man dieses Konzept auch bei anderen Fächern konsequent anwenden:

Tony Auth. 8/04/2005 Washington Post