Aphorismus #46

Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus bräuchte.

Ken Olsen (Gründer und Chef des einstigen Computerschwergewichts DEC), 1977

Veröffentlicht in: on Samstag, 5. Juli 2008 at 00:01 Kommentare (1)
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Skandal!

Hitler in Berlin zur Schau gestellt!

Aufmacher der Bild-Zeitung vom 4.7.08

Und das ist WIRKLICH ein Skandal. Wo doch der Führer mit seinem selbst gewählten Autodafé es über 60 Jahre verhindern konnte, dass seine Gebeine zur Schau gestellt wurden! Und dann das! Diesen Engländern ist ja gar nichts mehr heilig!

Veröffentlicht in: on Freitag, 4. Juli 2008 at 13:02 Kommentare (0)
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Ist Europa noch zu retten?

Ganz kurz gesagt: Nein!

Etwas ausführlicher: DIESES Europa: Nein!

Mit dieses Europa meine ich das Europa der Kommission, des Ministerrates, des Molochs Euro-Bürokratie und des machtlosen und im babylonischen Stimmenwirrwarr untergehenden Parlamentes. Dieses Europa des Lissaboner Vertrages, des Abbaus von sinnvollen nationalen Regelungen und Standards, der Ökonomisierung fast aller Lebensbereiche,  des sozialen Kahlschlages und der undurchschaubaren Entscheidungsfindungen: DIESES Europa ist nicht mehr zu retten. Es wird hoffentlich an sich selbst zu Grunde gehen. Unter der Last seines eigenen Wasserkopfes zusammenbrechen. Ansonsten droht ein undemokratischer Superstaat, dessen Regierungsarbeit schließlich nur noch durch klandestines Antichambrieren und pekuniär bestens ausgestattete Lobby-Arbeit bestimmt wird und nicht durch demokratische Willensbildung.

Darum braucht es ein NEUES Europa.

Endlich muss ein Schlussstrich gezogen werden unter die Politik der letzten Jahrzehnte. Sie ist schon lange eine Einbahnstraße, die zuletzt in eine Sackgasse geführt hat: Nichts geht mehr. Weder vor noch zurück. Was es braucht, ist der Mut zu einem kompletten Neuanfang. Ein Europa nicht mehr der Regierungen oder einzelner Nationen, nicht mehr der Verbände oder Lobbys, nicht mehr der Verordnungen und der Bürokratie, nicht mehr der Kommissare und ihres Machtanspruchs, sondern allein ein Europa der Menschen, des einen gemeinsamen europäischen Volkes.

Einheit entsteht nicht von oben, nicht durch Verträge oder Sonntagsreden, Einheit entsteht durch Teilhabe, durch Mitbestimmung, durch die Erfahrung: Jeder hat etwas zu sagen in diesem neuen Europa. Jeder Einzelne, ob Deutscher, Pole, Engländer oder Ire. Jede Stimme zählt. Keiner wird an die Wand gedrückt und benachteiligt.

Wie das erreicht werden kann?

  1. Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung. Diese setzt sich aus einer Mischung von Stimmen pro Land und Stimmen pro Einwohnerzahl zusammen. (Wenn es daran scheitern sollte, dann ist wirklich alles zu spät!) Die Vorbereitungen dazu sind das einzige, wozu die alten Strukturen noch gebraucht werden!
  2. Arbeit an dieser Verfassung. Dafür sollte genügend Zeit sein, bzw. die Versammlung wird sie sich selbst nehmen. In der Zwischenzeit ruhen alle anderen Aktivitäten der EU. Alles wird auf dem Status Quo vor der Wahl festgeschrieben. Für ein paar Jahre müsste dies m.E. funktionieren.
  3. Währenddessen und erst recht wenn das Ergebnis vorliegt, erfolgt eine breite Diskussion in der Öffentlichkeit. Erst dann kommt es zur Abstimmung durch das europäische Volk. Diese sollte in doppelter Weise gezählt werden: Zustimmung je Nation (bei mehr als 50% ist dieses Land in der neuen EU dabei, wenn nicht, ist es erst einmal außen vor, kann aber jederzeit seinen Beitritt beantragen. Der nach einer neuerlichen Abstimmung der Wähler erfolgt.) und Zustimmung nach einzelnen Stimmen. Ist letztere EU-weit höher als 50% ist diese angenommen, wenn nicht, wird die EU stante pede aufgelöst. Das war’s dann und zwar für immer! Der Wille der Wähler ist unbedingt ernst zu nehmen.
  4. Kommt eine solche EU zustande, so wäre sie nicht nur demokratisch legitimiert, sondern sie wäre auch die EU der Bürger: eine wirkliche Demokratie.
  5. Danach bräuchte es m.E. Gemeinsamkeiten jenseits des Binnenmarktes und der gemeinsamen Außengrenzen, wie z.B. eine gemeinsame Sprache. Und da böte sich Englisch an, weil es die Sprache ist, die EU-weit am meisten als Fremdsprache beherrscht wird. Jedes Land behält selbstverständlich seine Sprache(n), aber ab dem Kindergarten gehört Englisch zur Pflicht, so dass in 20 Jahren sich jeder EU-Bürger mit jedem anderen unterhalten kann. Das schafft Verbindung und Gemeinschaft! usw

Ob dies realistisch ist? Ich befürchte nein. Zu sehr wollen die politische Kaste und das Kapital ihr Europa durchdrücken: mit allen Mitteln.

Aber träumen wird man ja noch dürfen!

Veröffentlicht in: on Donnerstag, 3. Juli 2008 at 18:12 Kommentare (1)
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Aphorismus #44

Will man zum Beispiel eine glückliche Ehe gewährleisten, so müßte man Braut und Bräutigam unmittelbar nach der Trauung köpfen.

Terry Pratchett: Total Verhext

Aphorismus #40

Mr. Block legt sein Erspartes an

Comic vom Anfang des 20. Jhd. im Umfeld der IWW

Hier geht dieser immer noch aktuelle Comic weiter.

Veröffentlicht in: on Sonntag, 29. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #36

Die Ermordung des Erfinders stellte vielerorts eine gebräuchliche Methode des Patentschutzes dar.

Terry Pratchett, Einfach göttlich

Das Wichtigste zur Scheibenwelt in Kurzform. Wer keine Geduld hat, kann abbrechen, wenn Tod ins Spiel kommt.

Veröffentlicht in: on Mittwoch, 25. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Auto-Corso*

Ich mag Fußball, tue mir sogar solche Spiele wie Türkei gegen Kroatien oder Italien gegen Spanien an. Aber was dann hinterher in den Innenstädten kommt, geht mir gehörig auf den Sack Geist. Das verleidet einem den ganzen Spaß.

Bei den ganzen nationalen Besoffenheiten, die es dieser Tage zu durchleiden gilt, sobald man in das öffentliche Leben eintritt, frage ich mich natürlich: Was das ganze sol?

  1. ist es ein Geschäft. Und welcher Kapitalist ließe sich ein Geschäft entgehen? Das begann im Vorfeld mit den neuesten Flachfernsehern. Flach bezieht sich dabei auch auf das Programm! Denn das verkennen die Käufer meist, dass auch die neueste Technik das Programm keinen Deut besser macht! Dann für den zünftigen Abend mit Freunden braucht es Bier, jede Menge Bier, mit dem man gleich noch den Regenwald schützt. So kann wenigstens der letzte Säufer seinen Beitrag zur Rettung der Erde leisten! (Danke Günther Jauch!). Dazu noch Berge an Grillgut, Snacks und anderes Hüftgold: Sport macht durstig und hungrig. Besonders beim Zuschauen. Damit man seine Verbundenheit mit den Helden in der Arena vor jedermann glaubwürdig bezeugen kann, braucht es noch die richtige Fan-Ausrüstung, Fähnchen, Schminke, Trikots, Schals, Tröten und Fanfaren. Letztere sind besonders kommunikativ: Die Nachbarn könnten ja versäumt haben, dass die eigene Mannschaft ein Tor geschossen hat! Beim Kauf ist immer darauf zu achten, dass man auf jeden Fall den aller-aller-lautesten Tinnitus-Generator hat, besonders wenn man zum Public Viewing geht.
  2. ist es eine tolle Party. Und welcher Depp ließe sich die Möglichkeit zum Besäufnis entgehen? Zu den traditionellen Gelegenheiten des öffentlichen Besaufens wie Karneval, Volksfeste etc kommen jetzt nach den Meisterfeiern der Bayern (und ab und zu der anderen Mannschaften, wenn die Bayern mal wieder so gnädig sind, andere gewinnen zu lassen) nun dank des Public Viewing zu JEDEM Spiel das volle Programm: Saufen, Grölen, Autokorso ….
  3. ist zu befürchten, dass es eine konzertierte Aktion unserer Meinungsmacher ist (fälschlich auch als Medien oder gar als 4. Gewalt bezeichnet), die dem tumben Volke den angeblich ach so “gesunden” Patriotismus (NIE, NIE Nationalismus sagen, könnte ja jemand auf die richtigen Schlüsse kommen, aus welch trüben Quellen sich solcherlei Gedankengänge IMMER speisen!) schmackhafter machen will. Je brutaler, ausgrenzender, asozialer und Menschen verachtender unsere Gesellschaft wird, desto mehr braucht es Ersatzbefriedigungen, wie eine Fußball-EM oder gar einen Titel, und eben diesen neuerlichen Rückfall in den “Patriotismus”. Und das Stimmvieh macht bereitwillig mit. Muss ja richtig sein. BILD ist schwarz-rot-gold beflaggt, bei ALDI gibt’s die Fähnchen, Public-Viewing ist sowieso überall angesagt, Bier fließt in Strömen und hinterher berichtet das Fernsehen von den tollen Auto-Corsos …..

Gott geht mir das auf den Zeiger! Und da ist es mir auch egal, ob die Fahnen, die geschwenkt werden, rot sind oder rot-gelb-rot, oder weiß-blau-rot oder eben schwarz-rot-gold … Ist alles derselbe Scheiß. Jeder Nationalismus ist einer zu viel!

Nur einmal wäre ich auch mit einem Fähnchen losgezogen: Wenn Ballack nicht so einen geilen Freistoß geschossen hätte. Dann allerdings mit rot-weiß-rot.

*Dieser Beitrag beruht auf einem Foren-Post von mir in telepolis auf folgenden sehr lesenswerten Artikel: “Strafvereitelung im Amt?”

Aphorismus #33

Zur Feier des Sonntags ein sehr schönes Video zu einem uralten Thema von Flix.

Veröffentlicht in: on Sonntag, 22. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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Aphorismus #31

If you need somebody you can trust, trust yourself.

Bob Dylan, vom Album “Empire Burlesque” von 1985, aus dem Song “Trust Yourself“.

Aphorismus #30

Heute muss Donnerstag sein. Mit Donnerstagen kam ich noch nie zu Rande.

Von Douglas Adams (1952 - 2001) seinem Helden wider Willen Arthur Dent in den Mund gelegt. (Aus “Per Anhalter durch die Galaxis”)

Veröffentlicht in: on Donnerstag, 19. Juni 2008 at 00:02 Kommentare (0)
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