Aphorismus #553

Thursday Morning

Thursday morning ends another dream, yesterday goes away,
Leaving only half a memory, yesterday goes away.

Thursday morning and the sun is early,
Thursday morning and the trees are singing,
Thursday morning’s here.Thursday morning, seven days ago, like today, every way,
Windows of the dawn were very new, like today, every way.Thursday morning has no sense of time, seventeen evergreen,
Hoping every day will always rhyme, seventeen evergreen.

Thursday morning and the sun is early, …

Thursday morning ends another dream, seventeen evergreen,
Leaving only half a memory, yesterday goes away.

Giles, Giles & Fripp „Thursday Morning“ aus dem Album „The Cheerful Insanity of G.G. & F.

Zuckersüß, aber nicht klebrig, oder? Die Entdeckung dieser ganz vorzüglichen Platte machte ich auf „Drop out Boogie

Aphorismus #547

I work in your factory.
I study in your schools.
I fill your penitentiaries.
And your military too!
And I feel the future trembling,
As the word is passed around.
„If you stand up for what you do believe,
Be prepared to be shot down.“

Quicksilver Messenger Service„What About Me?“ auf youtube
Zum gesamten Text bitte hier entlang!

Aphorismus #534

The Count Five
Psychotic Reaction

Kommt erst harmlos beatlesk daher, geht aber dann in der Mitte richtig gut ab…
Das alles geschrieben und gespielt 1965!
Bester US-Garage-Punk

Veröffentlicht in:  on Samstag, 7. November 2009 at 00:02 Kommentar schreiben
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Aphorismus #520

Eines der meist gecoverten Songs der 1960er in den USA war Gloria von Them / Van Morrison: ein von dem Sprachspiel Gloria= Ruhm/ Ehre Gottes und Gloria als  Mädchennamen lebende kurze schnelle Nummer. (Was VM später daraus gemacht hat, ist gelinde gesagt, eine Lachnummer….)
Die Datenbank des wunderbaren Internet-Radios „Beyond the Beat Generation“ listet 27 mal dieses Stück. Gecovert von (leider nur seinerzeit) namhaften Bands wie „13th Floor Elevators“ oder  „The Shadows of Knight„, vor allem aber von unbekannten Gruppen, die es exakt zu einem Acetat oder einem Tape gebracht haben: diesem Lied, das es nicht einmal zu späten youtube-Ehren gebracht hat. Gloria war so etwas wie das Lieblingsstück der US-Garage-Punk-Bands, die nach der British Inavasion wie Pilze aus dem Boden schossen, und deren Kurze Blüte mit der psychedelic era schon wieder vorbei war.
Auch nach dieser Zeit wurde es immer wieder gecovert: in der Wiki sind ebenfalls jede Menge kleiner und großer Bands verzeichnet, die sich daran versuchten.
DIE Cover-Version, die weit mehr war als nur das x-te versuchte Nachspielen eines Titels, der zwar textlich Null zu bieten hatte, aber dafür umso mehr musikalisch hergibt, das war die Neufassung von Patti Smith, die dem Stück seine ursprüngliche rohe Energie zurückgab und den harmlosen Text eine Wendung gab, die 1975 noch unerhört war: lesbische Liebe. Und am Anfang des Songs steht eine Zeile wie ein lauter Aufschrei:

Jesus died for somebody’s sins but not mine

CBGB’s im Rockpalast – Unerhört!

Aphorismus #510

The Monks

Die Aufnahme ist von 1966 und zu sehen und zu hören ist das Schrägste und Aufregendste, was es damals zu hören gab. Was für eine Gruppe! Was für ein gelebter Wahnsinn! Was für ein Angriff auf die damaligen „Beat“-Hörgewohnheiten. In dieser Zeit machten ein paar ehemalige GIs in Deutschland eine Musik, wie sie noch nie zu hören war, und sie lange nicht gehört wurde. Noch vor The Velvet Underground in New York, vor MC 5 in Detroit, lange vor Punk, Industrial und all der ganzen anderen Indie-Musik und was auch immer- vor all dem waren die Monks! Dass dies unerhört war und ihnen leider kein großer Erfolg beschieden war, ist klar. Wirklich Neues und Aufregendes findet meist viel später die Anerkennung, die es verdient. Meist viel zu spät.

Veröffentlicht in:  on Mittwoch, 14. Oktober 2009 at 00:02 Kommentare (5)
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Aphorismus #507

Wort zum Sonntag #22

Bekifft ohne Drogen!

Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten.

Apostelgeschichte 19,6

Wahnsinn, oder? Wenn in Wacken oder in Roskilde die Leute so drauf sind, heißt es sofort: „Was haben die genommen?“ „Hilfe! Polizei!“ oder: „DAS möchte ich auch haben!“ Nun bekanntermaßen hat jede Droge ihren Preis- und damit meine ich nicht den beim Dealer. Der Preis bei exzessivem Alkoholkonsum ist körperlicher und psychischer Verfall, sozialer Abstieg und irgendwann die völlige Depravation. Der Preis für den übermäßigen Konsum von Halluzinogenen- angefangen bei magic mushrooms bis hin zum LSD- ist die stetige Gefahr, dass man eines Tages in seinem Trip hängen bleibt. Der Preis für die „Taufe mit dem Hl. Geist“, für ekstatisches Zungenreden, für das komplette „Außer-Sich-Sein“ ist die Komplettaufgabe des eigenen Verstandes udn damit verbunden die Auslieferung seiner selbst an den charismatischen Prediger. Wer am Sonntag wie wild durch die Gegend hüpfen, Unverständliches vor sich hinstammeln  und so die himmlische Glückseligkeit hienieden erfahren will, der muss von Montag bis Samstag unter der Fuchtel eines rigiden Moral leben, muss eine Weltsicht teilen, die finsterstes Mittelalter ist. Im Gefolge von „Geistestaufe“ [1], verzückter „Zungenrede“, Ergriffensein vom Hl. Geist und anderen außergewöhnlichen „geistlichen“ Erlebnissen kommt dies so sicher wie das Amen im „erweckten“ Gottesdienst, nämlich andauernd, völlig überflüssig und absolut unpassend. Die als persönliche Befreiung erlebte „Geistestaufe“ und alles, was damit verbunden ist, wird als Einfallstor für den „Geist Gottes“ in das eigene unbedeutende Leben verkauft, ist jedoch nur das ganz irdische Eingangstor in ein bevormundetes, unselbständiges und gleichgeschaltetes Christenleben, das diese „erweckten“  Gemeinden besonders auszeichnet.

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[1] Ich mache mir diesmal nicht die Mühe, jeden Ausdruck aus dem „pneumatischen“ Universum (pneuma gr. für Hauch, Luft, Geist) zu erklären, denn es ist nur pneuma: Luft, heiße zumeist.

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2 Rekorde an einem Tag!

Gestern gab es nicht nur Aphorismus #500. Nein, es kam noch besser! Die Anzahl der Hits an einem Tag erklomm mit 974 einen neuen Gipfel! Das ist zwar im Vergleich zum alten Rekord vom 22. Juni mit 936 Hits „nur“ eine Steigerung um 38 Aufrufen oder 4,06%, aber „Kleinvieh“ macht ja bekanntlich auch Mist. Mal sehen, wann mein Blog vierstellig wird.
Hier erst mal mein Dank! Macht bitte weiter so!
Und musikalisch gibt es natürlich auch was auf die Ohren.
Aber bevor ich es vergesse, die drei am meisten aufgerufenen Beiträge sind inzwischen folgende:

  1. Kanzelmärchen #1: Von gottloser Unmoral und ethischer Beleibigkeit mit 1.939 Hits
  2. Das Zeitgeistmovie – Eine Kritik Teil 1 mit 1794 Treffern
  3. Ich habe nichts gegen Juden, aber …. wurde 1521 mal aufgerufen

So und jetzt die versprochene Musik, diesmal von der Band, die den längst verstorbenen Prog-Rock reanimiert und ihm eine Frischzellenkur aus Mariachi, Emo und anderen Ungeheuerlichkeiten verpasst hat: The Mars Volta mit dem Stück „The Widow“ aus ihrem Meisterwerk „Frances the Mute„, das für mich zu den besten Alben der letzten Jahre zählt. Hier das Original-Video der MTV-kompatiblen Single-Fassung. Auf der LP dauert das Stück 5:50 Min und endet alles andere als „harmonisch“. Viel Spaß:

500 mal Aphorismus

Das sind jede Menge Zitate, Veweise, Bilder und Videos. Jede Menge zum Nachdenken, Lachen, Wundern oder auch zum Ärgern. In der ewigen Bestenliste meines Blogs steht Aphorismus #144- Tucholskys Gedicht über „Die freie Wirtschaft“- mit 1.144 Klicks bis heute an erster Stelle , gefolgt in weitem Abstand von #185, einem typischen Un-Sinn mit insgesamt 531 Klicks. Dritter mit nur einem Aufruf weniger ist bis heute #430- Das Wort zum Sonntag#11.
Ich sag ganz einfach mal Danke an alle, die hinter diesen Klicks stehen!
Und wer sich geärgert, aufgeregt, gefreut, gelacht oder gefragt hat, kann dies in Zukunft auch weiterhin gerne tun. Ich bleibe am Ball. Auf meine Weise.

Aphorismus #497

Hier handelt es sich nicht mehr um ein Problem, das es zu lösen gilt, hier handelt es sich ganz einfach um einen Feind, der geschlagen werden muss.

Was Karl Marx 1881 in einem Entwurf eines Briefes an Vera Sassulitsch über die russischen Verhältnisse zur damaligen Zeit schrieb, man könnte es glatt auf das Nach-der-Wahl-Deutschland übertragen. Könnte man. Wenn man nur wirklich wollte.

Die passende Musik dazu

Hier gibt es das Original-Video von Chumbawamba leider in schlechterer Qualität.
Und in diesem lesenswerten Artikel habe ich das Zitat gefunden.

Aphorismus #488

Amen.