Aphorismus #549

Wort zum Sonntag #28

Das Christentum [1] ist in der Tat offen gegenüber allen [2], was in den Kulturen und Zivilisationen an Gerechtem, Wahrem und Reinem [3] ist, gegenüber dem, was unserem Dasein Freude schenkt, uns tröstet und stärkt [4]. Der hl. Paulus hat im Philipperbrief geschrieben: „Was immer wahrhaft edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heisst und lobenswert ist, darauf seid bedacht!“ (4,8). Die Jünger Christi erkennen daher die echten [5] Werte der Kultur unserer Zeit – wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die technologische Entwicklung [6], die Rechte des Menschen [7], die religiöse Freiheit [8], die Demokratie [9]– und nehmen sie gerne an.

Papst Benedikt XVI. beim Kongress der katholischen Kirche in Italien, 19. Oktober 2006 in Verona

Klingt doch toll, was Benedikt XVI. da so von sich gibt. Demokratie, Freiheit, Fortschritt, Lebensfreude sind ja nicht unbedingt Worte, die seitens der katholischen Kirche inflationär gebraucht werden. Das klingt so gar nicht nach der üblichen römischen Miesmacherei, die am liebsten alles verbieten möchte, was den Menschen Freude macht . Ganz schön modern und weltoffen hört sich das alles an. Ein Papst zum Bejubeln, ein Papst, der was zu sagen hat!
Na ja. SO einfach kann es auch wieder nicht sein? Oder etwa doch?
Meint Benedikt es ernst mit seinen Worten? Klar tut er das. Und genau das ist das Problem: er meint zu 100% ernst, was er da sagt!
Als gelernter Dogmatiker ist der ehemalige Vorzeigetheologe Ratzinger jemand, der seine Sprache ganz genau und sehr bedacht einsetzt. KEINES seiner Worte bei öffentlichen Grundsatzreden kommt zufällig über seine Lippen. Die besondere Crux dabei ist, dass er Worte aus dem Alltagsgebrauch in einem ganz anderen Sinn benutzt udn dass er sich oft genug einer Sprache befleißigt, die überall anders nahezu ausgestorben ist.

Hier eine kleine Übersetzungshilfe „Papst – Deutsch“ zum Eingangszitat:

[1] Christentum = Die Katholische Kirche. Und nur sie!
Die anderen Konfessionen werden erst dann für voll genommen, wenn sie den Primat des Papstes anerkennen, will heißen: ihre Eigenständigkeit aufgeben. Der Absolutheitsanspruch des Papstes ist nicht auf die eigenen Schäflein beschränkt, sondern betrifft die ganze Welt. Das drückt allein schon das kleine Wörtlein katholisch aus. Es setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern: „κατά kata = von…her, herab… für“ und „ὁλός holos = ganz“ und bedeutet nichts weiter als den Anspruch der Kirche auf’s oder für’s Ganze! Bescheiden und Demut verlangen die Päpste immer nur von anderen!

[2] Offen gegenüber allen = Im Gegensatz zu allen, in Abgrenzung von allem, kein Teil der Welt, sondern Gottes Sprachrohr für die Welt.
Im Grund genommen bedeutet dieses Wort das genaue Gegenteil, von dem, was man zu hören meint: Auf der einen Seite steht mit dem Papst an der Spitze die Kirche mit Gottes Auftrag: unfehlbar, heilig, katholisch etc pp Ihr gegenüber steht „nur“ die „Welt“, die Zivilisationen und Kulturen. War die Kultur im „christlichen Abendland“ der vergangenen Zeiten ausschließlich katholisch, wurde sie von den Kirchenmännern definiert, so ist man heute wenigstens so „liberal“, dass man anerkennt, was zu leugnen kompletter Unfug wäre: es gibt eine säkulare Kultur, es gibt Zivilisation außerhalb der Kirche. Gut. Bzw. schlecht! Machen wir das beste draus, reden wir von Offenheit und Gespräch, irgendwie muss das gottlose Pack doch wieder in die Kirchen zu bekommen sein!

[3] Das Gerechte, Wahre und Reine = Die Lehren der Kirche und alles, was zufällig mit ihnen übereinstimmt.
Man kann dem klassischen bürgerlichen Kunstideal vom „Wahren, Schönen und Guten“ durchaus mit Skepsis und Kritik begegnen, aber eins hat es nicht verdient: dass es durch den Oberkatholiken in seiner krankhaften Herrschsucht vereinnahmt und flugs umgedreht wird. Es ist immer dasselbe üble Spiel der katholischen Wortverdreher: mit salbungsvollem schwülstigen Worten lullen sie dich ein und eh du dich versiehst, stehst du in ihrer Kirche. Ach was sage ich: kniest du in ihrer Kirche! Gerechtigkeit und Wahrheit, das hat tatsächlich was mit Aufklärung zu tun, aber bestimmt nicht die Wahrheit der Bibel und die Gerechtigkeit eines Jüngsten Gerichts am St. Nimmerleinstag. Und Reinheit? Nun, das ist was für RomantikerInnen, für Teenager, die im „Twilight“ auf  den Biss eines Vampirs warten, und eben für alte Herren in Frauenkleidern, die gerne mal einen Knaben auf ihrem Schoß sitzen haben. Ich könnte jedes mal kotzen, wenn mir diese Typen etwas von Reinheit vorlügen, die sie selbst am allerwenigsten haben. Widerlich.

[4] Was unserem Dasein Freude schenkt, uns tröstet und stärkt = Das liebe Jesulein, die Bibel, die Lehren der Kirche und alles, was von ihr in Beschlag, sorry in Dienst genommen wird.
Mit Zivilisation und Kultur beginnt der Papst. Bei seinem Verein und bei sich selbst landet er, endet er, endet alles. Denn Trost und Stärkung, wahre Freude – da sind ja alles die ureigensten Werke der Kirche. Und flugs wird aus der Bibel zitiert, in der natürlich das steht, was der scheinheilige Vater von sich gibt. Und woanders steht das Gegenteil, das kann man dann an passender Stelle einbringen: vom Gericht über die Gottlosen, von der unbedingten Trennung der Heiligen von der Welt usw Schon praktisch so ein Steinbruch, aus dem man sich für alle Fälle das eine oder andere Steinchen heraus brechen kann, oder einen riesigen Stein, mit dem man dann alles platt walzt… Auch wenn es ihm und seinen Apologeten in den deutschen Redaktionsstuben nicht passt: Trost, Stärkung, Freude, auch das Wahre, das Gute und das Schöne, das alles gibt es auch (besser: nur!) ohne den ganzen katholischen Zinnober, ohne Gott, ohne Bibel, ohne Himmel und Hölle.. Das ist halt nur nicht so bequem zu haben wie der sonntägliche Gottesdienst, oder das Abendgebet. Aber dafür ist es ein freies Leben, keines mit den zahllosen Vorschriften rachsüchtiger Götter.

[5] Echt = christlich, katholisch, vom Papst abgesegnet, der Tradition entsprechend.
Etwas Echtes ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich echt, sondern nur dem Papst genehm. Es ist so falsch wie heruntergeleierte Litaneien, es ist so verlogen wie die Verheimlichung von Kindern katholischer Priester, es ist so heuchlerisch wie eine Moral, die schier alles verbietet, um es dann hinterher im Beichtstuhl zu vergeben, es ist so unwahr wie das ganze katholische Lehrgebäude, das ein pures Luftschloss ist. Echt und Kirche, das sind zwei Wörter, die sich beißen, die nie zusammengehen können und werden.

[6] Wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Entwicklung = Wissenschaft und Technik haben sich gefälligst innerhalb der Grenzen der katholischen Lehre zu bewegen.
Galileis Fernrohr war ‘ne schöne Sache, aber dass der Ketzer damit das Weltbild der Kirche in Frage stellte, das hätte er nicht tun dürfen! Und so hält es die Kirche noch heute! High-Tech-Medizin ist schön und gut, aber die Geräte dürfen bei einem Hirntoten NIEMALS abgeschaltet werden. Die Ergebnisse der Genetik sind eine tolle Sache, aber an menschlichen Genen darf NIEMALS herumgedoktert werden. Und Embryonen sind sowieso so was von sakrosankt, die dürfen NIEMALS eine Petrischale sehen.
Die Kirche erkennt bei den Naturwissenschaften nur widerwillig an, was offensichtlich ist. Nach wie vor fordert sie von den Wissenschaftlern Unterordnung unter ihre Dogmen. Da hat sich seit den Zeiten eines Galileo Galilei oder Giordano Bruno nichts geändert. Wie auch: Wer die göttliche Wahrheit auf seiner Seite weiß, der muss sich nicht ändern, das müssen immer nur die anderen.

[7] Die Rechte der Menschen = die bestehen vor allem darin, sich der katholischen Kirche unterzuordnen.
Es ist kein Zufall, dass Benedikt nicht von Menschenrechten spricht, wie allgemein üblich. Dieser böse Begriff aus der noch viel böseren Aufklärung, der geht ihm einfach nicht locker über die Lippen. Die Kirche hatte 1500 Jahre Zeit für die Rechte der Menschen einzutreten, sie hat es vergeigt. Sie hat immer nur im Namen Gottes ihr eigenes Recht durchgesetzt. Mit allen Mitteln. Sollte man sich von solch einer Institution sagen lassen, was Menschenrechte sind? O.K. diese Frage ist rein rhetorisch.

[8] Religiöse Freiheit = Die Freiheit, katholisch zu werden und zu sein.
Tun wir mal so, als ob wir die anderen Religionen und christlichen Konfessionen anerkennen würden. Tun wir mal so, als ob es um das allgemeine Menschenrecht auf freie Religionsausübung ginge. Tun wir mal so, als ob es nicht um die eigenen Macht, den eigenen Einfluss und die eigene Kundengewinnung (=Mission oder Neu-Evangelisierung Europas) ginge. Wie sehr es die Katholiken ernst damit meinen, das zeigen sie überall dort, wo sie in der Mehrheit sind, wo sie Privilegien und staatliche Protegierung genießen, wo sie eben nicht auf dem freien Markt der Religionen ein Anbiete runter vielen sind. Sie können es nicht lassen: sie müssen immer noch überall hineinreden und hineinregieren, wo man sie lässt.

[9] Demokratie = Das kleinere Übel im Vergleich zu den gottlosen Diktaturen des Staatssozialismus, aber das viel größere Übel verglichen mit den faschistischen Diktaturen wie einst in Spanien, Italien, Chile und anderswo.
Heute wollen die Leute Demokratie? O.K. machen wir gute Miene zum bösen Spiel… Solange die Kaiser, Könige, Feldherrn und Despoten dieser Welt, die Kirche in Ruhe gelassen haben, oder noch besser, die Kirche mit an der Macht beteiligt haben, solange hatte sie NIE ein Problem mit jeder erdenklichen Form von Unterdrückung. Die war nur böse bei Lenin, Stalin und Konsorten, denn diese verstießen gegen das alleroberste Gebot aus dem Vatikan:

Du darfst nichts gegen Rom sagen und tun, ja nicht einmal denken!

Das sind Demokratie, Freiheit und Menschenrechte im Verständnis des Papstes und seiner Altherrenriege, die über die katholische Kirche herrscht, und am liebsten die ganze Welt beherrschen möchte! Man muss nur richtig hinhören: der Papst, seine Kardinäle und Bischöfe- sie sagen ganz offen, was sie denken und wollen!

[2]

Aphorismus #542

Wort zum Sonntag #27

Eso-Bashing die 723.!

The Quantum Vortex Experience is one of the most powerful new technologies for personal growth and powerful-life-changes.  It creates what is called a “Zero-Point” field, which enables you to enter the perfect conditions for release and manifestation.  By “entering the beam” of the Vortex, you can make statements and bring your desires into reality (Like “The Secret”) via a direct connection to your higher self and the universe.

Dr. Valerie Olmsted, NMD

WTF soll das denn sein? Hat das irgendetwas mit dem echten quantenphysikalischen Phänomen der Quanten Vortices zu tun? Natürlich nicht. Es ist das Geschwurbel einer sich Doktor nennenden amerikanischen Heilpraktikerin. Wo, wie, für was und von wem sie eigentlich den Doktor-Titel bekommen hat, das bleibt ihr Geheimnis. War er für exzessives Schwafeln? Für wildes Wortschatzplündern von wissenschaftlichen Sachverhalten, von denen man keine Ahnung hat? Für die alleresoterischste und allerbescheuertste Theorie? Oder ganz einfach für die entsprechende 5-stellige Spende an die Eso-Universität hinter den Bergen bei den 7 Zwergen?  – Egal. Durchgeknallter Blödsinn und Eindruck heischendes Wörteranhäufen für Leichtgläubige  bleibt es auf jeden Fall.
Dass solches kein Ausrutscher ist, sondern wie ernst sie es meint, zeigt ein anderes Zitat, das noch eins drauf setzt und über die „Forschungen“ eines neuen Einstein und seiner Firma für alle esoterischen Vollpfosten dieses Planeten berichtet::

Dr. Bell has been a Pleiadian and Andromedan contactee for a good many years, and has been the recipient of many interesting quantum physics designs.
It might help to note here that Dr. Bell is also a physicist who, at age 14, was not only working at the University of Michigan on nuclear energy projects, but was also inducted into the U.S. government’s project called M. K. Ultra.
The Andromedan Holographic Projectors are a project that Dr. Bell developed in the last few years. Since placing a set of the projectors in his own home, Dr. Bell has had a „Star gate“ open up right in his living room. In fact, during a documentary that was being filmed in that living room, the Star gate opened spontaneously (and was filmed for all posterity)!

JAUL! Die Außerirdischen sind unter uns. Kontakt ist schon lange da! Und sie beschenken uns mit gaaaanz toller Quantentechnik und bauen echte Tore zu den Sternen auf!!!  Teflon, die CD und das Privatfernsehen sind auch von ihnen! Mindestens! Windows*,  das tastaturlose Handy und die volkstümliche Hitparade zu 100% nicht: die kommen aus der untersten Hölle. Ganz bestimmt!
Nur Scheiße, dass am 21.12.2012 alles den Bach runtergeht. Ach ja. Vorher wird zur Rettung der wenigen ein Stargate aufgebaut, das sie in den höherdimensonalen Raum des Quantenfabulierums entrückt. Aber es sind nur wenige, die es wert und eingeweiht sind, die den tiefen Glauben haben an die extraterrestrische Wirkung des pyramidalesoterischtibetanischluzidalen Mayaquantenrestriktionsemitterpolarisationsdegenerators, und dazu bereit sind lächerliche 50.000 $ pro Person zu zahlen. Noch können Sie dabei sein! Kommen Sie mit in die Sternenarche! Sind Sie es wert errettet zu werden?
Nein!, nicht? Sie Ärmster. Abe rim nächsten Leben wird das sicher besser….

Die Welt will beschissen werden. Und das möglichst heftig und nachhaltig!

quantum physics Pictures, Images and PhotosSO einfach ist die Welt!

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* An meinen Rechner lasse ich kein Wasser und MS. Seit zwei Jahren, nach vierjähriger Abstinenz- ich schäme mich, es zu sagen!- endlich wieder bei Linux gelandet und mit ubuntu eine Distro gefunden, die alles mitbringt, was das Herz begehrt. Windoof habe ich zwar noch auf HDD, aber es läuft höchstens zur Abschreckung, wenn es partout keine Linux-Alternative geben sollte. Das letzte Mal war das vor zwei oder drei Monaten der Fall. Und da ubuntu mit Virtual Box eine Virtualisierungssoftware shcon mitbringt, in der auch die Betriebssysteme aus Redmond laufen, werde ich wohl demnächst mehr Platz auf der zweiten Platte haben…

Aphorismus #535

Wort zum Sonntag #26

Jesus Christ Superstar

oder

Wie man es als einfacher Wanderprediger schafft, 2000 Jahre lang verehrt zu werden!

„Wenn die Kirchen machen würden, was Jesus gepredigt hat, die Welt wäre ein besserer Ort!“
„Wenn die Christen immer tun würden, was Jesus gewollt hat, dann könnte ich vielleicht auch glauben!“
„Nächstenliebe, Friedfertigkeit, Barmherzigkeit- alles Dinge, die Jesus wollte, und die Christen nicht tun!“
„Jesus war der erste Hippie! Deswegen musste er sterben!“
„Jesus wurde wegen seiner revolutionären Lehren hingerichtet. DAS hat den Mächtigen nicht gepasst!“

Es ist schon seltsam: mit wem man auch diskutiert, ob mit dem Hardcore-Katholiken, dem „normalen“ Kirchgänger, dem New-Age-Jünger, dem linken Aktivisten, dem Agnostiker oder sogar manchem Atheisten- eines eint sie fast immer: die Bewunderung für diesen Jesus von Nazareth! Das sollte einen doch sofort stutzig machen, oder? Dass Leute mit diametralen Positionen, wie es scheint, einen gemeinsamen Punkt haben: die Bewunderung für eine Person, in deren Namen Großes aber auch Furchtbares vollbracht wurde. Die Gründe für die Bewunderung des Nazareners sind allerdings sehr, sehr unterschiedlich. Ist er für die einen der Sohn Gottes und der kommende Herr und Richter der Welt, so ist er für die andere ganz einfach der Mensch, wie er sein sollte, der Sozialrevolutionär, der Weisheitslehrer, der Guru eines neuen Zeitalters oder oder… So hat jeder sein Bild von Jesus und darum hat er, wie es scheint, immer und überall große Fürsprecher. Aber woher rührt diese ungeteilte Beliebtheit? Warum hat Jesus so eine unverschämt gute Presse? Ich will dieser Frage hier nachgehen in den Kapiteln:

Jesus Riding a Dinosaur Pictures, Images and Photos

„Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd.
Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.“
Offenbarung 19, 11
Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt…

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Aphorismus #528

Wort zum Sonntag #25

Depression in der esoterischen Mangel

0. Warum jetzt schon wieder Eso?

Wie bei meinem letzten Wort zum Sonntag möchte ich mich heute noch einmal auf das weite Feld der Esoterik begeben. Nicht aus Masochismus, sondern aus Ärger. Aus einem ziemlich argen Ärger heraus. Sozusagen aus Arger-Ärger heraus.  Woher der kommt? Nun, sobald in irgendeinem Forum, das sich nicht ausschließlich um Technik dreht, die Sprache auf Depressionen kommt, wird es wahrhaft esoterisch. Da meint jeder, der eine Tastatur bedienen kann, ER wisse Bescheid, ER kenne die Ursachen, ER brauche keine medizinischen Experten, um zu begreifen was eine Depression sei, wie man ihr beikommen könne, was der Betroffene unbedingt zu tun und zu lassen habe. Und dann wird’s esoterisch. Da ist von Energieblockaden die Rede, von unbewältigten Konflikten aus der Kindheit oder gar aus früheren Leben, von der Flucht vor den Aufgaben, die das Schicksal einen stellt usw. usf. Was nach diesen Bescheidwissern auf jeden Fall IMMER falsch ist, das sind Psychopharmaka und die Standardtherapien der modernen Psychiatrie: da würde eben nicht auf psychischer oder geistiger Ebene geheilt, sondern nur auf materieller und darum eben nicht wirklich. Blablabla…
Dagegen scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Die Dummheit und Leichtgläubigkeit der menschlichen Spezies ist schier unendlich. Weil ich mich darüber immer wieder ärgere, weil ich es leid bin, immer wieder und wieder denselben Stuss zu widerlegen, darum behandle ich hier an Hand von „geistigen“ Aussagen über Depression dieses Thema vorläufig definitiv.  ;-) Wer mehr über den derzeitigen Stand zum Thema Depression aus naturwissenschaftlicher Sicht erfahren will, findet in meinem Blog reichlich Material.
Ich habe aus dem breiten Angebot esoterischer Dampfplauderei einiges ausgewählt, was ich entweder für typisch halte, abstrus oder gemeingefährlich. den Link zur jeweiligen Seite gibt es beim Klick auf die Kapitelüberschrift. Und noch was: wenn ich von Depression rede, meine ich auch eine solche, nicht bloß ein wenig Winterblues, Melancholie oder Weltschmerz. Was dagegen hilft, bzw. was einem da wohl tut, verpufft bei einer Depression und lässt den Betroffenen eher noch depressiver mit der Frage zurück: Was mache ich falsch? Nichts, möchte ich sagen, gar nichts. Höchstens einem Schwätzer auf dem Leim gegangen zu sein.

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Aphorismus #521

Wort zum Sonntag #24

Die 7 kosmischen Gesetze der Esoterik und anderer Wahnsinn

0. Irdische Vorbemerkung

Welche? WELCHE? WELCHE  DIESER ANGEBLICH EWIGEN WAHRHEITEN GELTEN DENN JETZT? Im Netz spuken verschiedene verschiedene Varianten herum, aber alle mit dem Anspruch universaler Gültigkeit. Aber jede für sich erheb den Anspruch: DAS ALLEIN ist die Wahrheit, wenn nicht göttlich, so doch mindestens kosmisch, und sie allein bestimmt dein Leben! Aber welche denn, verdammt noch mal?  Ähnlich wie in der Bibel mit ihren oft sich komplett widersprechenden Angaben zu ein und derselben Geschichte oder zu ein und derselben Glaubenslehre ist es auch hier: die ewige Wahrheit gibt es in vielen Varianten, aber ALLE beanspruchen DIE EINE EWIGE GÜLTIGE zu sein. Lächerlich.
Da in so mancher Diskussion nicht nur im privaten Rahmen, sondern immer wieder auch im öffentlichen, und sei es nur beim 3sat-Guru Scobel, Dinge gesagt werden, denen diese kosmischen Gesetzen zu Grunde liegen, gebe ich hier eine kleine Handreichung in bewährt bissiger Manier. Von den verschiedenen Versionen habe ich mich für die gängigste entschieden, die angeblich vom Hermes Trismegistos stammt. Mehr muss man wirklich nicht kennen, denn bei allen Unterschieden im Kleinen ist es doch irgendwie immer das gleiche Eso-Geblubber. Weil ich nicht weiß, wie es sich mit den Urheberrechten an diesen Dämlichkeiten verhält, werde ich nicht den gesamten Text zitieren. Habe keine Lust für so einen Stuss auch noch abgemahnt zu werden. Der Leser kann ja ein Fensterlein oder ein Tabilein  mit jener hermetischen Seite aufmachen und en detail nachlesen, wenn er denn genug leidensfähig ist.
In der Hoffnung dem geneigten Leser für das nächste Gespräch mit den Reiki/ Heilsteine/ Tarot/ Astrologie/ Kristallkinder/ Channeling oder sonstwas Begeisterten Futter zu liefern! So sei es, frisch ans Werk!

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Aphorismus #514

Wort zum Sonntag #23

Das Wort zum Sonntag diesmal nicht von mir, sondern von einem Philosophen, der bestimmt nicht zu meinen Favoriten zählt, jedoch seine Kirchen- und Religionskritik ist oft sehr zutreffend und kommt in bildgewaltiger Sprache. Wie ich finde: ein Sonntags-Braten ganz eigener Art. Viel Vergnügen!

Von den Priestern

Und einstmals gab Zarathustra seinen Jüngern ein Zeichen und sprach diese Worte zu ihnen:

»Hier sind Priester: und wenn es auch meine Feinde sind, geht mir still an ihnen vorüber und mit schlafendem Schwerte!
Auch unter ihnen sind Helden; Viele von ihnen litten zuviel -: so wollen sie Andre leiden machen.
Böse Feinde sind sie: Nichts ist rachsüchtiger als ihre Demuth. Und leicht besudelt sich Der, welcher sie angreift.
Aber mein Blut ist mit dem ihren verwandt; und ich will mein Blut auch noch in dem ihren geehrt wissen.« -
Und als sie vorüber gegangen waren, fiel Zarathustra der Schmerz an; und nicht lange hatte er mit seinem Schmerze gerungen, da hub er also an zu reden:
Es jammert mich dieser Priester. Sie gehen mir auch wider den Geschmack; aber das ist mir das Geringste, seit ich unter Menschen bin.
Aber ich leide und litt mit ihnen: Gefangene sind es mir und Abgezeichnete. Der, welchen sie Erlöser nennen, schlug sie in Banden: -
In Banden falscher Werthe und Wahn-Worte! Ach dass Einer sie noch von ihrem Erlöser erlöste!
Auf einem Eilande glaubten sie einst zu landen, als das Meer sie herumriss; aber siehe, es war ein schlafendes Ungeheuer!
Falsche Werthe und Wahn-Worte: das sind die schlimmsten Ungeheuer für Sterbliche, – lange schläft und wartet in ihnen das Verhängniss.
Aber endlich kommt es und wacht und frisst und schlingt, was auf ihm sich Hütten baute.
Oh seht mir doch diese Hütten an, die sich diese Priester bauten! Kirchen heissen sie ihre süssduftenden Höhlen.
Oh über diess verfälschte Licht, diese versumpfte Luft! Hier, wo die Seele zu ihrer Höhe hinauf – nicht fliegen darf!
Sondern also gebietet ihr Glaube: »auf den Knien die Treppe hinan, ihr Sünder!«
Wahrlich, lieber sehe ich noch den Schamlosen, als die verrenkten Augen ihrer Scham und Andacht!
Wer schuf sich solche Höhlen und Buss-Treppen? Waren es nicht Solche, die sich verbergen wollten und sich vor dem reinen Himmel schämten?
Und erst wenn der reine Himmel wieder durch zerbrochne Decken blickt, und hinab auf Gras und rothen Mohn an zerbrochnen Mauern, – will ich den Stätten dieses Gottes wieder mein Herz zuwenden.
Sie nannten Gott, was ihnen widersprach und wehe that: und wahrlich, es war viel Helden-Art in ihrer Anbetung!
Und nicht anders wussten sie ihren Gott zu lieben, als indem sie den Menschen an’s Kreuz schlugen!
Als Leichname gedachten sie zu leben, schwarz schlugen sie ihren Leichnam aus; auch aus ihren Reden rieche ich noch die üble Würze von Todtenkammern.
Und wer ihnen nahe lebt, der lebt schwarzen Teichen nahe, aus denen heraus die Unke ihr Lied mit süssem Tiefsinne singt.
Bessere Lieder müssten sie mir singen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne: erlöster müssten mir seine jünger aussehen!
Nackt möchte ich sie sehn: denn allein die Schönheit sollte Busse predigen. Aber wen überredet wohl diese vermummte Trübsal!
Wahrlich, ihre Erlöser selber kamen nicht aus der Freiheit und der Freiheit siebentem Himmel! Wahrlich, sie selber wandelten niemals auf den Teppichen der Erkenntniss!
Aus Lücken bestand der Geist dieser Erlöser; aber in jede Lücke hatten sie ihren Wahn gestellt, ihren Lückenbüsser, den sie Gott nannten.
In ihrem Mitleiden war ihr Geist ertrunken, und wenn sie schwollen und überschwollen von Mitleiden, schwamm immer obenauf eine grosse Thorheit.
Eifrig trieben sie und mit Geschrei ihre Heerde über ihren Steg: wie als ob es zur Zukunft nur Einen Steg gäbe! Wahrlich, auch diese Hirten gehörten noch zu den Schafen!
Kleine Geister und umfängliche Seelen hatten diese Hirten: aber, meine Brüder, was für kleine Länder waren bisher auch die umfänglichsten Seelen!
Blutzeichen schrieben sie auf den Weg, den sie giengen, und ihre Thorheit lehrte, dass man mit Blut die Wahrheit beweise.
Aber Blut ist der schlechteste Zeuge der Wahrheit; Blut vergiftet die reinste Lehre noch zu Wahn und Hass der Herzen.
Und wenn Einer durch’s Feuer geht für seine Lehre, – was beweist diess! Mehr ist’s wahrlich, dass aus eignem Brande die eigne Lehre kommt!
Schwüles Herz und kalter Kopf: wo diess zusammentrifft, da entsteht der Brausewind, der »Erlöser«.
Grössere gab es wahrlich und Höher-Geborene, als Die, welche das Volk Erlöser nennt, diese hinreissenden Brausewinde!
Und noch von Grösseren, als alle Erlöser waren, müsst ihr, meine Brüder, erlöst werden, wollt ihr zur Freiheit den Weg finden!
Niemals noch gab es einen Übermenschen. Nackt sah ich Beide, den grössten und den kleinsten Menschen: -
Allzuähnlich sind sie noch einander. Wahrlich, auch den Grössten fand ich – allzumenschlich!

Friedrich Nietzsche (1844 – 1900), Also sprach Zarathustra

Aphorismus #507

Wort zum Sonntag #22

Bekifft ohne Drogen!

Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten.

Apostelgeschichte 19,6

Wahnsinn, oder? Wenn in Wacken oder in Roskilde die Leute so drauf sind, heißt es sofort: „Was haben die genommen?“ „Hilfe! Polizei!“ oder: „DAS möchte ich auch haben!“ Nun bekanntermaßen hat jede Droge ihren Preis- und damit meine ich nicht den beim Dealer. Der Preis bei exzessivem Alkoholkonsum ist körperlicher und psychischer Verfall, sozialer Abstieg und irgendwann die völlige Depravation. Der Preis für den übermäßigen Konsum von Halluzinogenen- angefangen bei magic mushrooms bis hin zum LSD- ist die stetige Gefahr, dass man eines Tages in seinem Trip hängen bleibt. Der Preis für die „Taufe mit dem Hl. Geist“, für ekstatisches Zungenreden, für das komplette „Außer-Sich-Sein“ ist die Komplettaufgabe des eigenen Verstandes udn damit verbunden die Auslieferung seiner selbst an den charismatischen Prediger. Wer am Sonntag wie wild durch die Gegend hüpfen, Unverständliches vor sich hinstammeln  und so die himmlische Glückseligkeit hienieden erfahren will, der muss von Montag bis Samstag unter der Fuchtel eines rigiden Moral leben, muss eine Weltsicht teilen, die finsterstes Mittelalter ist. Im Gefolge von „Geistestaufe“ [1], verzückter „Zungenrede“, Ergriffensein vom Hl. Geist und anderen außergewöhnlichen „geistlichen“ Erlebnissen kommt dies so sicher wie das Amen im „erweckten“ Gottesdienst, nämlich andauernd, völlig überflüssig und absolut unpassend. Die als persönliche Befreiung erlebte „Geistestaufe“ und alles, was damit verbunden ist, wird als Einfallstor für den „Geist Gottes“ in das eigene unbedeutende Leben verkauft, ist jedoch nur das ganz irdische Eingangstor in ein bevormundetes, unselbständiges und gleichgeschaltetes Christenleben, das diese „erweckten“  Gemeinden besonders auszeichnet.

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[1] Ich mache mir diesmal nicht die Mühe, jeden Ausdruck aus dem „pneumatischen“ Universum (pneuma gr. für Hauch, Luft, Geist) zu erklären, denn es ist nur pneuma: Luft, heiße zumeist.

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Aphorismus #500

Wort zum Sonntag #21

Von Hexen, sprechenden Toten und anderen Ungeheuerlichkeiten

1. Samuel 28, 7ff

7 Da sprach Saul zu seinen Getreuen: Sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann, dass ich zu ihr gehe und sie befrage. Seine Männer sprachen zu ihm: Siehe, in En-Dor ist eine Frau, die kann Tote beschwören. 8 Und Saul machte sich unkenntlich und zog andere Kleider an und ging hin und zwei Männer mit ihm und sie kamen bei Nacht zu der Frau.

Aufgeklärte Kirchenleute machen uns gerne weiß, dass der Glaube an Hexen, Séancen, Gesprächen mit den Toten und anderer Unsinn nichts mit dem Christentum oder der Bibel zu tun habe. Das sei mittelalterliche Verirrung und dem Zeitgeist geschuldeter Wahnglaube. Schön wär’s. Ist es aber nicht. In einer für die Davids-Tradition zerntralen Stellen wird diese merkwürdige Geschichte erzählt: König Saul von Gott und allen guten Geistern verlassen besucht eine Wahrsagerin, die „Hexe von En-dor“.  Weil sein Hausprophet Samuel final abgetreten ist, und er so der göttlichen Einflüsterungen verlustig ging, versucht er es auf den inoffiziellen Weg: bei einer Totenbeschwörerin. Der Weg von den Weisungen des Herrn, von persönlichen Offenbarungen, von der inneren Gewissheit durchs Gebet zu einer stinknormalen Séance und anderem esoterischen Unsinn war schon immer kurz. Der Mensch möchte nun mal gerne wissen, was auf ihn zukommt. Da können alle möglichen Scharlatane ein gutes Geschäft damit machen. Ob Tarot-Hotline, Wahrsage-Sendungen, sündhaft teure persönliche Horoskope, Channeling, Kontakte mit Engeln oder wie der Blödsinn auch noch heißen mag: Mensch ist versucht noch dem dümmsten Geraune Glauben zu schenken, wenn es denn nur verspricht ein klein wenig den Schleier, der auf der Zukunft liegt, ein wenig zu lüpfen. Auf jeden Fall ist es ein gutes Geschäft. Damals wie heute. Und offiziell wird es natürlich von den Kirchen verpönt und verteufelt. Und das vor allem aus finanziellen Gründen. Wer zum „Lebensberater“ geht, der hat kein Geld mehr für die nächste Kollekte. Wer sich meditativ in höchste Sphären versteigt, den lässt die wöchentliche Opferung des Heilands in der Messe kalt. Die Kirchenoberen  haben nicht deswegen etwas gegen den ganzen Esoterik-Markt, gegen die zahllosen Sekten und Kulte, die dem Leichtgläubigen das Blaue vom Himmel versprechen, nein! Sie sind nicht aus Sorge um ihre Schäfchen dagegen, sondern wegen der ausfallenden Spenden und Kirchensteuern. Deswegen gibt es die diversen „Weltanschauungs- und Sektenbeauftragten“. Beratungs- und Forschungsstellen: nicht wegen der verlorenen  Schäflein an sich, sondern wegen der ausbleibenden Scherflein. Da läppert sich nämlich mit der Zeit gewaltig etwas zusammen. Wenn die Kirchen mal wieder bei irgendetwas Alarm schlagen, seien es „Psychosekten“, die Verführung der Jugend oder bedenklicher Seelenfänger, so mag dies sachlich absolut korrekt sein, doch darf man nicht vergessen, dass sie nahezu dasselbe tun, und das natürlich voll in Ordnung ist: Seelenfängerei, Verführung der Jugend, Abhängig-Machen usf.

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Aphorismus #493

Wort zum Sonntag #20

Heute musikalisch vorgetragen

Aphorismus #486

Wort zum Sonntag #19

Von David, vorzusingen.
Die Toren sprechen in ihrem Herzen:
»Es ist kein Gott.«
Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel;
da ist keiner, der Gutes tut.
Psalm 14, 1

Ja, so ist sie, die Bibel: gerade heraus. Sie verachtet unumwunden jeden, der nicht ihren Worten Folge leistet. Wehe ein Atheist beschimpft Glaubende als Deppen, als Menschen der Niedertracht und Bosheit. Wehe! Was würde das für ein Geschrei geben! – Aber der Atheist, der Agnostiker, der Humanist sie alle müssen sich solche wüsten Beschimpfungen im Namen eines Gottes gefallen lassen.

Was macht aber den Bibelglauben- verkörpert und umgesetzt in den Worten und Taten der Gläubigen- so wütend auf alle Gottlosen? Was ist das Verbrechen desjenigen, der den Helm nicht abnimmt zum Gebet, der keinen Eid auf die Bibel schwört, der seine Kinder nicht taufen lässt und auch nicht in den Religionsunterricht schickt? Was tut dieser freie und denkende Mensch ach so Böses und Verwerfliches, dass er sich seit mehr als 2000 Jahren den Zorn und die Wut der „Gerechten“ im Namen Gottes auf sich zieht? Gott, muss unsereins ein Monster sein! Und so sind ja die anders Denkenden in der Geschichte der Religionen gerne behandelt worden.
Im Folgenden eine gottlose Auslegung des  Psamlmverses.

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