Märchen des Ökonomismus #4

Das Meistern von Krisen kann man getrost dem Markt überlassen

Nach einer kurzen Schrecksekunde, in der sogar ein Ackermann nach dem Staat rief, haben sich die Hüter der reinen marktradikalen Lehre wieder gefangen: „Business as usual“ heißt die Devise. Dabei ist die Krise des Kapitalismus mit Händen greifbar. Man muss sich nur die Nachrichten aufmerksam verfolgen und von die neoliberalen Deutungsmustern, die und stets frei haus mitgeliefert werden, frei machen. Dann wird eines klar: Der Kapitalismus fährt derzeit so ziemlich alles mit Karacho gegen die Wand.

Angefangen bei den kleineren innerdeutschen und innereuropäischen Problemen:

  • die Verschleuderung des öffentlichen Eigentums
  • die durch diverse Steuersenkungen verarmten und überschuldeten öffentlichen Haushalte
  • die Privatisierung aller Gewinne der Kapitaleigner und die Sozialisierung ihrer Verluste (wie wieder einmal bei der US-Immobilienkrise geschehen)
  • die Unfähigkeit der Politik eigenständig und souverän zu handeln hervorgerufen durch eine maßlose Lobbyarbeit und die undurchschaubare Verflechtung von Politik und Wirtschaft
  • die allgegenwärtige neoliberale Ideologie, die einseitig angebotsorientiert ist und die Nachfrage überhaupt nicht im Blick hat
  • die Ökonomisierung aller Bereichen des Lebens von der Wiege bis zur Bahre immer verbunden durch einen irrwitzigen Sparzwang
  • das Sinken der Realeinkommen, gegen das nichts unternommen wird. Im Gegenteil: die Unternehmen werden einseitig auf Kosten der Lohnabhängigen entlastet
  • die gewollte Verarmung ganzer Bevölkerungsteile mit Hartz IV und der Agenda 2010

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Diese Liste kann gerne noch weitergeführt werden. Tag für Tag erleben es wir, wie unser LAnd fest im Würgegriff einer Elite ist, di ekein anderes Ziel kennt, als die eigenen Gewinne zu maximieren. Und dabei verliert sie alle Skrupel. (Erinnert sei hier noch einmal daran.)

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