Aphorismus #52

Die verrückteste Idee, die der Homo sapiens je hervorgebracht hat, ist die: dass unser Herrgott, der Weltenregierer und Schöpfer des Alls, auf die kitschige Anbetung seiner Untertanen angewiesen sei, dass er sich von ihren Gebeten beeinflussen ließe und schmollte, wenn sie ihm nicht schmeicheln. Und doch finanziert diese absurde Wahnvorstellung, für die es nicht die Spur eines Beweises gibt, die älteste, größte und unproduktivste Industrie der Menschheitsgeschichte.

Die zweitverrückteste Idee ist, dass der Geschlechtsakt einem sündigen Trieb entspringt.

Robert A. Heinlein (1907 – 1988): Die Leben des Lazarus Long (Time Enough for Love)– Aus den Tagebüchern des Lazarus Long

Ich selbst habe bisher keines seiner zahllosen Bücher gelesen. Es hat mich einfach nicht interessiert, was der alte Mann der SF außer „Starship Troopers“ sonst noch geschrieben hat.  Die Zwischensequenzen „Aus den Tagebüchern des Lazarus Long“ sind jedoch eine Fundgrube an sehr guten (und manchen wirklich schlechten) Aphorismen, die ich gerne ausschlachte.

Danke Wolfgang!

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Ein Kommentar zu “Aphorismus #52

  1. Peter sagt:

    Es gab mal ne Zeit, als ich Heinlein gern gelesen habe. Flüssiger Stil. Unterhaltsam. Und meistens gibt´s ein Happy-End. Heinlein war damals für mich so was wie der „Karl May der Science Fiction“. Na, ist schon länger her. Verfilmungen wie „Starship-Troopers“ sind da auf jeden Fall schon eher ziemlich peinlich.

    „Lazarus Long“ kenne ich übrigens nicht. Leider, wie es scheint.

    Danke für die Zitate. Die werfen ein neues Licht auf Mr. Heinlein.

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