Das Zeitgeistmovie – Inspector’s Cut – Short Version

Wer die Einzelheiten, die dieser Zusammenfassung zugrunde liegen, Punkt für Punkt durcharbeiten möchte, kann dies gerne tun: meine 5-teilige detaillierte Kritik über den ersten Teil des Filmes habe ich weiter online. Teil 1 als Einstieg findet sich hier. Die Fülle des Stoffes, besser die Fülle der Behauptungen des Films und deren nachprüfbare Widerlegung en détail hat zu einem sehr langen Artikel in 5 Teilen geführt, der mitunter so langweilig und ermüdend erscheinen mag wie der Film selbst. Wer sich dem nicht unterziehen will und für alle, die einen schnellen Überblick bekommen wollen, also hier die aufs Wesentliche gekürzte Version. Links, Nachweise, Vertiefungen etc finden sich ausschließlich in der „extended version“.

Die zentralen Thesen des Films sind schnell genannt:

1. Jesus als Plagiat des ägyptischen Horus: bis in kleinste Details wie Weihnachten, Jungfrauengeburt und Kreuzigung

2. Jesus ist auch nur ein antiker Gott unter vielen

3. Astrologie ist der Schlüssel zum Verständnis von Jesus

4. Die Bibel ist eine astro-theologische literarische Mischung, sie hat viele Geschichten geklaut

5. SIE haben uns betrogen: Jesus hat nie gelebt!

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6 Kommentare zu “Das Zeitgeistmovie – Inspector’s Cut – Short Version

  1. Nikioko sagt:

    Endlich mal jemand, der kurz nd prägnant sagt, warum dieser Film absoluter Stuss ist. Es wird behauptet, behauptet, behauptet – in der Hoffnung, dass er genauso kritiklos hingenommen wird wie das, was er kritisiert. Dabei hält er keiner wissenschaftlichen Untersuchung stand: das ganze Lügenkonstrukt zerplatz wie eine Seifenblase, wenn man das Ganze hinterfragt. Also muss man es möglichst überzeugend präsentieren und hoffen, dass niemand die Behauptungen auf ihre Richtigkeit überprüft.

  2. ungenannter sagt:

    Danke Aneas für deinen Kommentar,
    auch wenn ich dir widersprechen möchte:
    Meine Quellen sind 1000 mal wissenschaftlicher als die von dir genannten esoterischen Bücher, die von keinem Universitätswissenschaftler ernst genommen werden. Es ist ähnlich wie bei von Däniken: viel heiße Luft, noch mehr Spekulation, alles ohne Substanz. Es fehlen ganz einfach die originalen Quellen, die verschiedenen Zeiten werden munter durcheinander gewirbelt und oft geschieht dies nach dem Motto, was nicht passt, wird passend gemacht….
    Ich habe im Studium gelernt, die Substanz von Quellen, die Argumentationsweise und die Art und Weise wie Hypothesen aufgestellt werden, zu beurteilen, und ich muss sagen: das ist Zeitgeist von A – Z durchgefallen. Es wird behauptet, behauptet, behauptet, aber nichts wirklich bewiesen! Und solch eine zeitlichen Einordnung wie Moses um 2150 v.C. ist schlicht ignorant, sie geschieht nur, damit die Sache mit dem platonischen Jahr hinhaut.
    Lächerlich.
    Tut mir leid, wenn ich das so hart sage, aber wer sich im Brustton der Überzeugung hinstellt, und versucht, eine komplett neue Religionsgeschichte des vorderen Orients zu schreiben, der ist in der Bringschuld, nämlich zu beweisen, zu belegen, zu belegen, zu belegen und wieder zu belegen wie er auf seine Thesen kommt. So und nicht anders funktioniert nun mal jegliche Wissenschaft, auch Geisteswissenschaft, Religionsgeschichte, Archäologie und allgemeine Geschichte. Bis zum Beweis des Gegenteils gilt nun mal die herrschende Lehrmeinung! Der Hinweis auf ein paar okkulte Hirngespinste in Buchform ist kein Beleg. Es werden sich immer irgendwelche Bücher irgendwelcher Außenseiter finden, die irgendein „Fündlein“ als letzte Wahrheit verkünden: solange sie nicht in den allgemeinen wissenschaftlichen Diskurs eingebunden sind, ist, was sie schreiben, Makulatur. Und das wird der Regelfall sein. Ein Alfred Wegener, der Vater der Theorie von der Plattentektonik, ist die große Ausnahme. Der hat gegen alle Kollegen an seiner Theorie festgehalten und bekam leider erst nach seinem Tod Recht. Aber er war Fachwissenschaftler, kein Amtaeur, kein Quereinsteiger.
    Nun ist es aber nun mal so, dass Astrologie keine Wissenschaft ist, sondern ein zwar altes, aber trotz alledem spekulatives System aus einer Mischung von Aberglauben und Sternenbeobachtung ist. Schon allein deswegen ist das, was im Film gesagt wird, nicht diskutabel, denn Astrologie ist nicht ein Element der Argumentation, sondern die Basis.

    Zu Wikipedia: ich habe es schon öfter gesagt, dass ich mit Absicht Quellen genannt habe, die jeder ohne Probleme nachprüfen kann. Was nützen Bücher udn andere Publikationen, wenn keiner rankommt?
    Die Wikipedia ist für mich verlässlicher als vieles andere, nicht nur im Netz. Umstrittene Artikel sind immer als solche gekennzeichnet. Man kann mitdiskutieren und Fragen stellen. Wo hat man das sonst in einem Buch? Nirgends.
    Allein deswegen zitiere ich ohne schlechtes Gewissen aus der Wikipedia, weil ich auch der unbescheidenen Meinung bin, dass ich faule Früchte erkennen und herausklauben kann. 😉
    Ich will dich damit nicht persönlich angreifen, dazu habe ich kein Recht! Eine Argumentation ad hominem wirst du von mir nur lesen, wenn mir jemand gehörig auf die Nerven geht und sich auf eine sachliche Diskussion nicht einlassen kann.
    Wenn du deinen Glauben dadurch angegriffen siehst, dann liegt das zwar nicht in meiner Absicht, aber trotzdem muss ich sagen: das ist nicht mein Problem. Jeder Glaubende wird immer wieder in diese Situation kommen, dass jemand seinen Glauben in Frage stellt, gar gegen ihn poltert oder mit Spott drauf reagiert. Was soll’s!
    Entscheidend ist, dass man sich weiterhin in die Augen sehen kann. Ich möchte mir von niemandem vorschreiben lassen, wo die Grenze meiner Kritik zu sein hat. Die betrifft nun mal meine Überzeugung und darum kann niemand außer mir sagen, wo diese Grenze ist.
    Kritik ist nun mal das Elixier allen Nachdenkens. Kritik kommt von griechisch krinein „unterscheiden, trennen“ (warte, ich schau noch mal in meinem altgriechischen Wörterbuch nach, möchte ja Wikipedia alleine nicht vertrauen 😉 stehen tatsächlich, wie zu erwarten war, weitere Bedeutungen drin: ordnen, gut heißen, entscheiden, beurteilen, zu Gericht sitzen, anklagen und noch ein paar Redewendungen und Spezialfälle. Wikipedia liegt nicht falsch, sie bringt einfach nur die Hauptbedeutungen. Und die genügen auch! ) Immer geht es um eine Trennung und Unterscheidung, um Differenzierung und Beurteilung. Ohne solche Kritik, ohne den kritischen Geist gehe ich ungern an die Dinge heran. Wenn mir jemand sagt: glaube mir erst mal, folge mir und danach wirst du erkennen… Dann mache ich auf dem Absatz kehrt.
    Das ist meine Grenze.

    So, eine längere Diskussion möchte ich nicht damit los treten, ich wollte nur mal meine Überlegungen mitteilen, so wie du mir deine.

    Danke für das Lob am Ende deines Kommentars.
    Ich hoffe, ich habe dich nicht vertrieben.

    der ungenannte

  3. Aneas sagt:

    Da hast du dich verrannt. Zeitgeist hat durchaus recht mit den bekannten Aussagen. Leider werden die Quellen von Zeitgeist nicht genannt.

    Holt man sich aber die entsprechecheden Literatur, so kann man alles nachvollziehen.

    Wikipedia ist KEINE Quelle – und nur weil etwas nicht in Wikipdia steht, heisst es noch lange nicht, dass es nicht wahr ist.

    Viele Informationen des ZeitGeist kommen aus diesen Büchern:

    – The Natural Genesis,“ von Gerald Massey, NA von 1998
    – Tom Harpur, „The Pagan Christ
    – Recovering the Lost Light,“
    – Thomas Allen, Egyptian god Horus,

    Zudem wird das eine oder ander auch gerne absichtlich falsch verstanden. Zum Beispiel hat ZeitGeist nicht gesagt, dass ISIS eine jungfräuliche Geburt hatte. Vielmehr eine Geburt im ZEICHEN der Jungfrau.

    Im Zeitgeist sind keine Lügen zu finden – vielmehr ist es eine Budget-, und Zeitfrage, dass dieser Film nicht so ausführlich wurde wie er eigentlich sein müsste.

    Nun aber diese Diskussion leidet wirklich, weil man Sie nicht führen kann, ohne dass man an die Substanz einen Menschen geht. Seinem Glauben.

    Ich würde mir wünschen, dass du besser recherchierst, bevor du auf einen solchen Konfrontationskurs gehst.

    Selbst wenn du gerade eine depressive Phase haben solltest, ist dies kein Grund einen solchen unnötigen Rundumschlag hinzulegen.

    “Der Trend zum Kreationismus ist ungebrochen” – gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass man die Religionen dahin bringt, wo sie hingehören. In die wissenschaftliche Analyse.

    Ich denke, dass es allen besser tun würde, wenn Sie sich mit den Thesen und Ideen des Zeitgeist beschäftigen, als den Religionsbrei zu schlucken. Ob eine Jesus gelebt hat oder nicht interessiert eigentlich niemanden.

    Gerade die Diskussion über den angeblich geringen Wahrheitsgehalt in dem Zeitgeist-Video bestätigt meine Ansicht, dass Jesus zwar wahrscheinlich gelebt hat, aber dass die Geschichten die über ihn erzählt werden, aus verschiedenen Jahrhunderten zusammengetragen wurden und mehrere Personen verkörpert.

    Ansonsten Danke für deinen tollen Blog. Nun hat Zeitgeist doch noch was gutes – ich habe deinen Blog gefunden 🙂

    Alles Gute aus Italien
    Aneas Nemorosus

  4. Anonymus sagt:

    Warum hätte man einen unbeddeutenden Wanderprediger erfinden sollen?
    es ist viel wahrscheinlicher, das kaum etwas über ihn stimmt, als dass es ihn nie gab…..

  5. ungenannter sagt:

    „Glaub“ mir, das hab‘ ich.
    Hätte wirklich zu weit geführt, hier Quellen und Sekundärliteratur aufzufahren. Im Teil 5 der „Extended Version“ habe ich das. Im Kapitel: „Alles erstunken und erlogen“. Auch da natürlich nur mit Hilfe des Internets belegt.

    Wie gesagt: ich bin Atheist, halte das Christentum alles andere als für „größtenteils harmlos“ und bin für eine strikte Trennung von Glaubensgemeinschaften und Staat. Aber es bleibt dabei: die Argumente der „Jesus hat nie gelebt“-Fraktion sind mir zu schwach. Leider. Hätte ich auch gern anders. 😉

    Danke noch für Dein Eingangskompliment.

    Der Ungenannte

  6. Martin sagt:

    Hmmm, die Kritik zum Film klingt durchdacht und fair.
    Punkt 5 ist aber so schlicht falsch. Die Kritik an der Historizität Jesus ist wesentlich fundierter und durchdachter.
    Es ist keineswegs „viel wahrscheinlicher“, das Jesus wirklich gelebt hat.
    Führt hier aber zu weit, am Besten mal -abseits aller VT und ähnlichem Müll- „The god who wasn’t there“ anschauen (als allerdings auch recht „fluffige“ Einführung) und dann mit vergleichender Mythologie weitermachen.

    Sicher steht dahinter keine VT, aber eben die Bildung eines Mythos, wie bei anderen mythologischen Heldengestalten halt eben auch.

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