Keine Coca-Cola mehr in Äthiopien!

Diese schockierende Nachricht ging heute über die Ticker der Nachrichtenagenturen!

Was sollen sie jetzt machen, die nach Cola dürstenden Äthiopier? Wasser oder Tee trinken wie seit alters her üblich? Auf Pepsi umsteigen? Die soll nämlich weiter verfügbar sein! Oder gleich auf das islamisch korrekte „Mekka-Cola„? Wenn es das überhaupt noch gibt? Aber was machen dann die äthiopischen Christen? Eine „Jesus-Cola“ wäre doch echt der Renner!

Ach ja. Cola gibt es wg. der Finanzkrise keines mehr: Weil dadurch das Geld für Kronkorken fehlen soll. Da sieht man es mal wieder: Bei uns müssen sie Banker auf ihre Boni verzichten und in Äthiopien ist die Cola aus. So gemein kann die Wirtschaftskrise sein!

Als wenn es keine wichtigeren Probleme gäbe in einem Land, in dem lt. Schätzungen fast 50% der Bevölkerung unterernährt sind. Aber so eine Nachricht macht ja nicht so viel her wie die Untergangsmeldung: Cola ist aus! Und so schön Werbung für Cola könnte man auch nicht machen.

cola

Wenn Coke aus ist, sollen sie doch ’ne andere Cola trinken. Gibt doch genug davon!

4 Kommentare zu “Keine Coca-Cola mehr in Äthiopien!

  1. Anonymus sagt:

    also keine Bananen- sondern eine Cola-Republik…

  2. S. Peth sagt:

    Nun Äthiopien ist das einzige Land in Afrika, das nie kolonielisiert wurde, aber es schein dennoch solche Tendenzen des Neoklonialismus (wirtschaftlicher Art) zu geben. Sheik Alamoudi, der Betreiber von Pepsi, ist Äthiopiens Millardär Nr. 1 und wie soll es auch anders sein, guter Freund von Meles Zenawi.In klientelistischer Weise ist durch diese Freundschaft das Millionenprojekt des Sharaton-Hotels in Addis Abeba entstanden. Und nun? Pepsi wird sich freuen über die nun felende Konkurrenz!

  3. ungenannter sagt:

    Was das Ganze noch kolonialistischer macht: diesmal sind es eben nicht imperialistische europäische Mächte, die um Einfluss kämpfen, sondern zwei kapitalistische Weltkonzerne. Macht es auch nicht besser. Und absurder sowieso!

  4. S. Peth sagt:

    Wenn die Gründe da mal nicht vorgeschoben sind! In Äthiopien ist bereits das trinken eines Brausegetränks ein hoch politischer Akt. Die Regierung um Meles Zenawi wird von Pepsi unterstützt und Coca-Cola ist seit Jahren treuer Gönner der Opposition, die besonders 2005 unter den Repressalien der amtierenden Regierung zu leiden hatte. Aber es ist ja nicht das erste Mal, das in Äthiopien aus einer poltischen Angelegenheit ein kleiner Kronkorken geworden ist.

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