Aphorismus #319

Respekt ist eine Haltung, die am häufigsten von Religionsvertretern und schlechten Rappern eingefordert wird. Wofür eigentlich? Für hinter zusammengebissenen Zähnen hervorgenuschelte Verbalinjurien? Für Inquisition und jahrzehntelange Fernsehfolter durch das „Wort zum Sonntag“? Für die arrogante Sicherheit, im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein? Oder soll man bloß deswegen Respekt zeigen, weil man sonst physisch bedroht wird? Im Fall hysterisch empfindsamer Muslime mit einer Brutalität, zu der sich seit dem Mittelalter keine Religion mehr verstiegen hat.

So beginnt der absolut lesenswerte Essay „Welt ohne Gott“ von Karen Duve, Spiegel 14/2009 S. 142f , den es inzwischen hier auch online zu lesen gibt.

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6 Kommentare zu “Aphorismus #319

  1. ungenannter sagt:

    Danke für den Hinweis!
    Dein Kommentar ist bei mir automatisch per aksimet im Spam-Ordner gelandet, so dass ich ihn erst heute beim turnusmäßigen Löschen gesehen habe und freigeben konnte.

  2. ungenannter sagt:

    Du sprichst mir aus dem Herzen!

  3. Karl H. Mönnekemeyer sagt:

    Das DEUTSCHE WELLE TV, dem ich mich hier in Bangkok ausgeliefert sehe, mutiert in der Karwoche zum VATIKAN Ableger. Es drängt einen zur Gegenmission. Daher: Möge der SPIEGEL bitte sehr ein schnelles Einsehen haben und Karen Duve Essay WELT OHNE GOTT auch im SPIEGEL ONLINE veröffentlichen.

  4. Anonymus sagt:

    dazu kann ich nur sagen
    RAmen

  5. Dino sagt:

    Karen Duve ist wirklich großartig.

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