Das Märchen vom Osterhasen

Das hat wohl jeder als kleines Kind für bare Münze genommen, weil man es nicht besser wusste, und weil man den Erwachsenen geglaubt hat. Dass der Osterhase Eier legt und sie dann versteckt, ist ein netter Brauch, und ob der heidnisch oder christlich ist, oder gar von findigen Hühnerzüchtern in die Welt gesetzt wurde, ist gleichgültig. Die Mär vom Osterhasen ist harmlos, tut niemandem weh und macht allen Spaß.

Das kann man vom „richtigen“ Osterfest nicht gerade behaupten. Ziehen die Kirchen doch aus der von ihnen, und nur von ihnen behaupteten Auferstehung Jesu ihre Legitimation: Jesus ist der Sohn Gottes, der Herr über Leben und Tod, der Herr der Welt. Und so wollen sie auch herrschen, wenn man sie denn lässt. Drunter macht es keine monotheistische Religion. Immer geht es ums Ganze!

Aber der Reihe nach.

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20 Kommentare zu “Das Märchen vom Osterhasen

  1. […] Schuld an Unstimmigkeiten und Widersprüchen in der Bibel wie etwa bei der Auferstehungs­geschichte! […]

  2. ungenannter sagt:

    Frömmigkeit, griehisch sebeia, lateinisch pietas, ist ein Begriff, der älter ist als die christliche Variante, und meint praktische Religionsausübung und innere Einstellung aus Sicht des Individuums, im Gegensatz zu Worten wie Glaube und Kult, die abstrakter sind, mehr objektivieren, generalisieren.
    Aber genau letzteres wollte ich nicht: mir ging es um diese individuelle Komponente. Und da fällt mir leider kein besseres Wort ein.

  3. P.H. sagt:

    Eben. Davon ausgehend, dass Jesus eine historische Figur war, kann man das ohne weiteres unterschreiben. Realität und Mythos sind halt zwei Paar Schuhe.

  4. P.H. sagt:

    „Im Gegenteil: da wird Sexualität als Teil der Frömmigkeit gesehen:“ Was mich an dem Satz stört ist das Wort „Frömmigkeit“. Ich frage mich, ob dieser bleiche mittelaterliche Begriff in polytheististischen Religionen überhaupt sinngemäss übersetzt werden könnte.
    Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen, wobei Dein letzter Kommentar trotz seiner Kürze auf ein paar „erweiternde Details“ eingeht, die sich vorzüglich für ein neues Post eignen würden.

  5. Anonymus sagt:

    das is doch i-wie immer so….
    oder?
    warum sollte es eig bei J anders sein?

  6. ungenannter sagt:

    …und beides ist auch Folge des patriarchal autoritären Charakter monotheistischer Religion. In polytheistischen Religionen gibt es (meist) diese Leibfeindlichkeitn nicht. Im Gegenteil: da wird Sexualität als Teil der Frömmigkeit gesehen: Tempelprostitution, Dionysos-Kult in Griechenland; Tantrismus sind Beispiele dafür.
    Allerdings hat die Verherrlichung des weiblichen Körpers nicht davon abgehalten, die Frau zu unterdrücken…

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