Berufsverbot für Berufsverbieter!

Weil er Mitglied in einem linksradikalen Bündnis ist, erhielt ein junger Realschullehrer aus Heidelberg Berufsverbot. Nun bekommt er dafür Schadenersatz.

Michael Csaszkóczy ist froh und erleichtert. Und natürlich, sagt der 38-jährige Lehrer, fühle er auch Genugtuung. Das Land Baden-Württemberg muss ihm 32.777 Euro Schadenersatz zahlen, weil es ihm fast drei Jahre lang verboten hatte, als Lehrer zu arbeiten. Das entschied am Dienstag das Landgericht Karlsruhe. Das Kultusministerium von Baden-Württemberg, damals unter der Leitung der heutigen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), hatte im Jahr 2004 Bedenken an seiner Verfassungstreue und belegte Csaszkóczy mit einem Berufsverbot. Er ist Mitglied bei der „Antifaschistischen Initiative Heidelberg“, die sich als „linksradikales Bündnis“ von Anarchos, KommunistInnen, SozialistInnen und anderen beschreibt.

Hier geht dieser Artikel aus der taz vom 28.4.2009 weiter.
Hier gibt es die Presseerklärung des Landgerichts Karlsruhe dazu.
Hier findet sich eine kleine Auswahl an Pressestimmen, aktuell zur Entscheidung des LG und zur Entwicklung des „Falls Csaszkóczy“ seit 2004.
Bin ich ein Verfassunsfeind? Diese Fragen geben Aufschluss!

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2 Kommentare zu “Berufsverbot für Berufsverbieter!

  1. Anonymus sagt:

    der Arm des Staates sieht nur die die auf der linken Seite sind// denn auf dem rechten Auge ist er leider blind!

  2. Andreas S sagt:

    Mir fällt dazu das alte Lied von Degenhardt (oder war es Hüsch?) über Kriegsdienstverweigerer ein:
    „Sie berufen sich hier pausenloas aufs Grundgesetz! Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich Kommunist?!“

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