Aphorismus #355

Der Antisemitismus ist vom christlichen Standpunkt aus abzulehnen, wenn er die Juden um ihrer Blutfremdheit willen bekämpft oder sich im Kampf gegen sie unchristlicher Mittel bedient. Die katholische Kirche hat darum von jeher den Antisemitismus als solchen verworfen. [. . .] Erlaubt ist die Abwehr des tatsächlich-schädlichen Einflusses liberal-jüdischer Kreise auf geistigem (Literatur, Presse, Kunst, Theater usw.) und politisch-wirtschaftlichem Gebiet mit rechtlichen und sittlichen Mitteln, am besten durch überlegene positive Leistungen. Selbstschutz gegen die wirtschaftliche Übermacht des liberal-jüdischen Warenhaus-, Börsen- und Großbankwesens, die den gewerblichen und kaufmännischen Mittelstand erdrückt, gewährt namentlich die Pflege christlichen Solidaritätsgefühls.

Das katholische Konversationslexikon „Der große Herder“ 1931 im Artikel „Antisemitismus“.
Der deutsche Papst besuchte gestern Yad Vashem. Und viele waren enttäuscht über seine mageren Worte. Haben wohl an ein Wunder geglaubt: wie nicht anders zu erwarten war, hat er nicht verstanden, was in seiner Kirche qua Designfehler von Anfang an schief lief und bis zum St. Nimmerleinstag schief laufen wird.

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Ein Kommentar zu “Aphorismus #355

  1. philgeland sagt:

    Heile Gut-Böse-Welt des Katholizismus: Ratzinger besucht Yad Vashem und Kardinal Meisner spielt mit Nazi-Vergleichen:
    http://jungle-world.com/artikel/2009/46/39749.html

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