Aphorismus #385

Die Reise nach Jerusalem – ein Wirtschaftsspiel

Diese Situation [an den Finanzmärkten] kann mit dem Spiel „Reise nach Jerusalem“ verglichen werden, das von 100 Spielern und 7 Gorillas (= Institutionelle Investoren) ausgeführt wird, die alle um gerade einmal 2 Stühle laufen. Solange die Musik spielt, alle also die verbrieften Geldansprüche akzeptieren, ist alles noch ganz lustig. Sobald die Musik aufhört, gibt es ein böses Erwachen! Hinter den Stühlen verbergen sich aber nicht nur die Zentralbankgelder, sondern alternativ auch die „realen Sachwerte“, um die die Auseinandersetzung inzwischen begonnen hat. Dieser Wettlauf findet aktuell schon statt – auf dem globalen Weltmarkt innerhalb des ungeregelten Weltfinanzsystems.
Gerade eine Situation „hoher“ Liquidität bei wenigen und Liquiditätsengpässen bei den anderen sind „optimal“ für eine Realvermögens-Umverteilung „unter Preis“. Um einen Konkurs wegen Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden (Spieler, die keinen „Stuhl“ ergattern konnten), müssen von diesen „normalen“ Mitspielern Sachwerte an die Gorillas, die liquiden Institutionellen Anleger, veräußert werden (der Verlierer muss ein „Pfand“ abgeben).

Der Ökonom Dr. Dirk Stolte in der lesenswerten „Partialanalyse zur Weltfinanzsystem-Krise – Gewinner und Verlierer der Finanzkrise – Die ‚Reise nach Jerusalem‘

Noch Fragen zu Arcandor, Chrysler, Opel und Co?

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