Aphorismus #429

Denn über Eines bin ich mir klar: so wie der Einfluß, welchen die Juden auf unser geistiges Leben gewonnen haben, und wie er sich in der Ablenkung und Fälschung unsrer höchsten Kulturtendenzen kundgibt, nicht ein bloßer, etwa nur physiologischer Zufall ist, so muß er auch als unleugbar und entscheidend anerkannt werden.

Aus Anlass der Eröffnung der Bayreuther Festspiele ein Zitat Richard Wagners (1813 – 1883) aus seiner programmatischen Schrift von 1869 „Das Judentum in der Musik„. Kein Wunder, dass ihn der Österreicher so schätzte. Und damit es ein jeder kapiert, wes Geistes Kind Herr Wagner war und was vor allem nicht, nämlich ein Jude, setzte er noch eins drauf:

Ob der Verfall unsrer Kultur durch eine gewaltsame Auswerfung des zersetzenden fremden Elementes aufgehalten werden könne, vermag ich nicht zu beurteilen, weil hierzu Kräfte gehören müßten, deren Vorhandensein mir unbekannt ist. Soll dagegen dieses Element uns in der Weise assimiliert werden, daß es mit uns gemeinschaftlich der höheren Ausbildung unsrer edleren menschlichen Anlagen zureife, so ist es ersichtlich, daß nicht die Verdeckung der Schwierigkeiten dieser Assimilation, sondern nur die offenste Aufdeckung derselben hierzu förderlich sein kann.

Nachdem das mit dem Assimilieren nicht so geklappt hatte, entschied sich Hitler  dazu, die benötigten „Kräfte“ zu sammeln, die zur „gewaltsamen Auswerfung des zersetzenden fremden Elements“ nötig waren. Wer behauptet, man könne, ja müsse Wagneropern losgelöst sehen von dem, was seine Verehrer daraus gemacht haben, ist entweder naiv und will nicht wahrhaben, dass sich die NS-Ideologie auch aus den kruden Werken und Gedanken eines RW speiste., oder er teilt diese mit dem Meister und hält nur aus politischer Opportunität damit hinter dem Berg, besser: hinter dem grünen Hügel.

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