Aphorismus #432

Wochenlang haben die Leute im Web 2.0 agitiert, während dort draußen – in der Realität 1.0 – echte Politik gemacht wurde. Ach, wäre doch jeder Tweet und jeder Forenkommentar gegen die albernen Stoppschilder eine Postkarte an einen Bundestagsabgeordneten, jeder Blog-Eintrag ein Leserbrief an ein Medium der Ewiggestrigen, mit felsenfester Argumentation und kompetenter Rechtschreibung. Aber wer will sich dafür schon dem Postschalterangestellten unterwerfen! Wir sind im Recht; die anderen haben keine Ahnung.

Gerald Himmelein, Editorial ct‘ 16/09

2 Kommentare zu “Aphorismus #432

  1. ungenannter sagt:

    Übrigens, großes Kompliment an den Ungenannten – die Kontinuität überzeugt!

    Danke!

  2. Morla sagt:

    Nun ja, dass sich mit Leserbriefen an ein „Medium“ irgendetwas ändern würde, bezweifele ich stark.

    Auch die Postkarte an die Damen und Herren Abgeordneten landet dort wo sie die „Kollegin“ rasch ablegen möchte – im Papierkorb. Ist auch in den gängigen Redaktionen so usus. „Wat, sollen wir das Teil auch noch textlich erfassen? Nö, weg damit, interessiert ja niemanden.“

    Dagegen haben Leserbriefe auf deren online-ausgaben schon eine, zwar zeitlich begrenzte, aber doch einsehbare Möglichkeit, wahrgenommen zu werden.

    Wichtig ist für mich, PP hin oder her, dass zumindestens etliche dieser „Internet-Jugend“ sich mal mit was anderem beschäftigen als nur mit Null und Eins.

    Übrigens, großes Kompliment an den Ungenannten – die Kontinuität überzeugt!

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