Aphorismus #442

Antisemitische Bilder werden vererbt – nicht genetisch, aber über die Kultur, über die Familie, über die Sprache. Etwa bei Wilhelm Busch:

Kurz die Hose, lang der Rock,
krumm die Nase und der Stock,
Augen schwarz und Seele grau,
Hut nach hinten, Miene schlau –
So ist Schmulchen Schievelbeiner.
(Schöner ist doch unsereiner).

interessanter Artikel zum Thema

Das ist klassischer Antisemitismus. So was kann man in Fibeln lesen. Das prägt Bewusstsein, und vielleicht sogar das Handeln der Menschen. Das soll man nicht unterschätzen. Mein Problem ist: Soll man das ändern? Kann man etwa die antisemitischen Passagen bei Wilhelm Busch streichen?

Julius Schoeps in dem TAZ-Interview: „Antisemitismus ist Teil dieser Kultur
In diesem Zusammenhang verweise ich gerne noch mal auf meine Artikel „Die Juden, immer die Juden! Denkmuster des Antisemitismus“ und „Ich habe nichts gegen Juden, aber ….

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2 Kommentare zu “Aphorismus #442

  1. ungenannter sagt:

    So sehe ich das auch.

  2. traumperlentaucher sagt:

    Die antisemitischen Passagen in der Literatur zu zensieren, würde bedeuten, Zeitdokumente zu fälschen. Cui bono? Dem Antisemitismus!

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