Aphorismus #447

Gott henkt, rädert, enthauptet, tötet und führt den Krieg. Das alles sind seine Werke und sein Gericht.

Eine klare Ansage von Martin Luther (1483 – 1546) in seiner programmatischen Schrift „Zur Frage, ob man als Soldat in einem Gott wohlgefälligen Stand lebt“ von 1526

Das klang früher noch ganz anders als bei Herrn Luther:

Sieh nur,… wie Kriege mit dem blutigen Gräuel des Lagerlebens über alle Länder verbreitet sind! Es trieft die ganze Erde von gegenseitigem Blutvergießen; und begeht der einzelne einen Mord, so ist es ein Verbrechen; Tapferkeit aber nennt man es, wenn das Morden im Namen des Staates geschieht. Nicht Unschuld ist der Grund, der dem Frevel Straflosigkeit sichert, sondern die Größe der Grausamkeit.

Cyprian (200/210 – 258), Christlicher Märtyrer und Bischof von Karthago (Das Zitat gibt es hier, eine kleine Zusammenfassung frühchristlicher Positionen zum Krieg hier.)

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