Depressionen sind völlig überbewertet!

Wer meint, Depressionen ließen sich mit Psychopharmaka und dem weiteren Arsenal des Grauens der „modernen“ Psychiatrie behandeln oder gar bessern, ist auf dem Holzweg. Schließlich ist die Psychiatrie seit jeher die „Wissenschaft“, die Krankheiten behandelt, von denen sie keine Ahnung hat, mit Medikamenten deren Wirkungsweise sie nicht kennt. Da ändern auch keine Serotonin-Hypothesen und anderer neumodischer Schnickschnack etwas. Menschen sind schließlich keine Laborratten. Ob eine Ratte ängstlich durch ein Labyrinth schleicht, oder forsch und mit Entdeckerdrang, nur weil ein angebliches Depressions-Gen an- oder abgeschaltet ist, beweist noch lange nicht, dass es beim Menschen genauso ist. Schließlich hat der Mensch nicht nur einen Leib, sondern auch eine Seele (manche sagen auch Geist oder Geistseele), die den Körper steuert, die uns fröhlich oder traurig stimmt, und die nach dem Tod weiterleben wird. Ob im Himmel oder als Reinkarnation hier auf Erden, darüber sind sich die heiligen Traditionen der Weltreligionen nicht einig. Aber das wird noch.
Hier ein paar ganz wichtige Tipps, wie man mit Menschen umgehen sollte, die sich für „depressiv“ halten…

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13 Kommentare zu “Depressionen sind völlig überbewertet!

  1. ungenannter sagt:

    Dat das alles nicht so einfach ist, kannst du gerne in meinen anderen Posts zum Thema nachlesen.

    Deine links: Das ist kein food for thought, sondern schlicht und einfach Müll.
    Nur weil jemand provokant ist oder was anderes sagt als alle anderen, muss es noch lange nicht wahr sein.
    Klingt für mich irgendwie nach Möchtegern-Nietzsche.

  2. Anti-Natalist sagt:

    Ne, die Gesellschaft ist nicht schuld. Wer bestimmt denn, daß das Leben, das mir Fremde aufgezwungen haben, toll sein muß? Niemand? Ah.

    Food for thought:
    David Benetar: Better Never to Have Been
    http://web.uct.ac.za/depts/philosophy/staff_benatar_betternevertohavebeen.htm

    Auch lesenswert und Tabus brechend (das größte Tabu überhaupt: Kindermachen):
    http://theviewfromhell.blogspot.com/2008/12/suicide-and-censorship.html

  3. Ollomotor sagt:

    Hallo Ungenannter,

    ein, zwei Gedanken hierzu in verallgemeinerter Form. Ich würde vermuten, der einzelne depressive Mensch ist nur Symptomträger. Tatsächlich krank sind, wie Du m.E. pointiert beschreibst, die Strukturen unserer Gesellschaft, die uns als einzelnen Individuen in letzter Konsequenz nur dann eine Existenzberechtigung zumessen, wenn wir funktionieren, d.h. in irgendeinem – wohl überwiegend ökonomisch zu verstehenden – Sinn „produktiv“ sind. Und Hierarchien, „heilige Ordnungen“, in Frage zu stellen ist Ketzerei. Was will man aber ausrichten, wenn man feststellt, dass die vorgegebenen Sinnzusammenhänge, in die man sich einzufügen hat oder denen man sich nur unterwerfen kann, nicht tragen? Wenn man, wie in meinem Fall, ständig nur auf Orte stößt, an die man nicht hingehört, andererseits aber auch den Platz, den man legitimer Weise für sich beanspruchen könnte, nicht selbst schaffen kann, weil einem die Mittel und Möglichkeiten dazu fehlen? In solch einem Erleben liegt die Konsequenz der autoaggressiven Schaffung eines selbstzerstörerischen Schwarzen Loches, das das umgebende Beziehungsgefüge gleichermaßen in Mitleidenschaft zieht, gleichsam auf der Hand.
    Ich fress einen Besen, sollte die Häufigkeit von Depressionen in anders gestalteten, nicht unter derart hohem ökonomischen Druck stehenden Gesellschaften ebenso groß sein wie in unserer.

    Viele Grüße,

    Oh!

  4. ungenannter sagt:

    … und mit genau dieser Wut hatte ich den Artikel geschrieben.

  5. War sagt:

    .. Ich war SO kurz davor einen richtig bösen Kommentar zu hinterlassen, was du dir einbilden würdest etc etc.
    Dann kam die letzte Seite. Und ich musste erstmal die Wut verdauen.
    Hervorragend geschrieben!

  6. ungenannter sagt:

    Dass keine ADs helfen, ist leider bei manchen Patienten der Fall. Jedoch kommen immer wieder neue, auch solche mit neuen Wirkklassen wie z.B. Elontril [wirkt auf Dopamin und Noradrenalin, nicht aber auf’s Serotonin: ist gut verträglöich, zumindest bei mir 😉 ], so dass ein erneuter Versuch sich m.E. durchaus lohnen würde.
    Cannabis zur Selbstmedikation: Wenn’s hilft, könnte man sagen… Aber dummerweise kann auch Cannabis (entgegen den Dogmen der Drogenbarone Hanfpäpste Broeckers & Co.) eine Psychose auslösen. Kenne selbst mehrere Fälle. Allerdings waren das andere, weit höhere Mengen.

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