Aphorismus #577

Wort zum Sonntag #32

Stille Nacht, heilige Nacht?
Verdammt, wo bleibt die denn?

Weihnachten feiert jeder, ob evangelisch, katholisch, freikirchlich, ja selbst so mancher Moslem und Atheist feiert mit. Das Fest der Liebe feiert (fast) jeder gern. Nur die Zeugen Jehovas sind die absoluten Weihnachtsverweigerer. Aber die glauben ja auch, dass Bluttransfusionen Sünde sind udn berechnen alle furzlang den genauen Termin, wann Jesus wiederkommt. Diesmal ganz bestimmt! Ehrenwort! Die muss man nicht ernst nehmen, tun sie ja selbst nicht.
Weihnachten feiert jeder. Man macht es um der Kinder/ Enkel willen. Man macht es, weil alle es tun, man macht es, weil Weihnachten in der eigenen Kindheit SO schön war, man macht es, weil Frieden auf Erden irgendwie gut klint. Und es soll sogar Leute geben, die machen es aus Überzeugung. Aber um die soll es heute nicht gehen. Dazu habe ich mich bereits ausführlich geäußert.
Weihnachten feiert jeder. Ja, warum eigentlich? Was macht die Zähigkeit und Faszination dieses Festes aus? Die war nämlich nicht immer so groß wie heute! Dazu hier mehr.

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Ein Kommentar zu “Aphorismus #577

  1. Feuerseele sagt:

    Bin ja nicht immer mit dem, was Du hier schreibst, einer Meinung. Aber das hier kann ich komplett so unterschreiben.

    Die Zeiten ändern sich, die Menschen mit ihnen.

    Irgendwann war es wohl so, dass die Menschen (Christen? Katholiken? Protestanten? Was weiß ich *g*) neue Bilder für die „alten Geschichten“ brauchten:
    Back to the roots – in heidnischen Zeiten wurde zu Yule / Jul am 21.12. die Wintersonnenwende gefeiert – die längste Nacht des Jahres und damit die Umkehr, die Wiedergeburt des Lichts.

    In einer Gesellschaft, die sich zunehmend an Menschen und an „materiellen“ Dingen orientiert, an „irdischen“ Dingen statt am Kosmos, musste also ein neues Bild her. Voila, die jungfräuliche Maria als „Erdmutter“ gebärt den jungen Sonnengott. Das war damals wohl einfach zeitgemäß.

    Schlimm ist, dass wir seitdem irgendwie stehengeblieben sind. Bzw wie Du sagst, auch noch Rückschritte machen – Konsumwahnsinn, Gefühlsheuchelei und eine Realitäts-Abkehr, die fast schon krank ist, die aber unter dem Decknamen Weihnachten einmal im Jahr völlig in Ordnung ist …

    Normal ist das nicht…

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