Aphorismus #584

Wort zum Sonntag #33

Noch ’n Märchen

Vor 75 Millionen Jahren soll Xenu der Herrscher einer galaktischen Konföderation gewesen sein, die aus 26 Sternen und 76 Planeten, die heute als Sektor 9 bekannt sind, bestanden habe, einschließlich der Erde, die damals als Teegeeack bekannt gewesen sein soll. Die Planeten sollen überbevölkert gewesen sein, auf jedem sollen durchschnittlich 178 Milliarden Menschen gelebt haben. Die Zivilisation der galaktischen Konföderation soll mit der unsrigen vergleichbar gewesen sein mit Leuten „die in Kleidern herum liefen, die den Kleidern, die sie am heutigen Tag tragen, bemerkenswert ähnlich sind“ und Autos, Zügen, und Schiffen die genau so aussahen wie die „circa 1950, 1960 auf der Erde.“
Xenu soll in Gefahr geraten sein, abgesetzt zu werden, und so soll er einen Plan ausgearbeitet haben, die überschüssige Bevölkerung aus seinem Herrschaftsbereich zu eliminieren. Mit der Hilfe von „Überläufern“ soll er die Bevölkerung und die „loyalen Offiziere“, eine Kraft für das Gute, die in Opposition zu Xenu gestanden haben soll, besiegt haben. Mit der Hilfe von Psychiatern soll er Millionen von Menschen unter dem Vorwand einer „Einkommensteuer-Inspektion“ vorgeladen haben, um sie mit Injektionen von Alkohol und Glykol zu lähmen. Die gekidnappte Bevölkerung soll in Raumschiffe verladen worden sein, um sie nach Teegeeack (Erde) zu transportieren, dem vorgesehenen Ort der Vernichtung. Diese Raumschiffe sollen exakte Kopien der Douglas DC-8 gewesen sein, „außer dass die DC-8 Triebwerke und Propeller hatte und das Raumschiff nicht“.
Nachdem die Raumschiffe Teegeeack erreicht haben sollen, sollen die gelähmten Leute ausgeladen worden sein und über den ganzen Planeten verteilt am Fuß von Vulkanen aufgehäuft worden sein. Dann sollen Wasserstoffbomben in die Vulkane versenkt worden sein, die alle gleichzeitig detoniert sein sollen. Nur wenige sollen überlebt haben.
Die jetzt entkörperten Seelen der Opfer, die Hubbard „Thetane“ nennt, sollen durch die Explosion in die Luft geblasen wurden sein. Sie sollen durch Xenus Streitkräfte mittels eines „elektronischen Bands (das auch eine Art von stehender Welle war)“ und in „Vakuum-Zonen“ um die Erde herum eingesaugt worden sein. Die Hunderte von Milliarden gefangener Thetane sollen zu einer Art Kino gebracht worden sein, wo sie gezwungen worden sein sollen, 36 Tage lang einen „dreidimensionalen superkolossalen Film“ anzusehen. Das soll in das Gedächtnis der unglücklichen Thetane etwas eingepflanzt haben, was Hubbard „verschiedene irreführende Informationen“ nannte, die kollektiv als „R6 Implant“ bezeichnet worden sein sollen, „was mit Gott, dem Teufel, Science Fiction usw. zu tun hat“. Das solle alle „Weltreligionen“ eingeschlossen haben, wobei Hubbard insbesondere die römisch-katholische Kirche und das Bild der Kreuzigung auf den Einfluss von Xenu zurückführt. Die Innendekoration „aller modernen Kinos“ soll gemäß Hubbard ebenfalls verursacht sein durch eine unbewusste Erinnerung an Xenus Implants. Die beiden „Implant-Stationen“, die Hubbard erwähnt, hätten sich auf Hawaii und Las Palmas auf den Kanarischen Inseln befunden.
Abgesehen vom Einpflanzen neuer Glaubensinhalte in die Thetans sollen sie durch die Bilder ihres Identitätssinnes beraubt worden sein. Als die Thetane die Projektionsgebiete verließen, sollen sie begonnen haben sich in Schwärmen von einigen Tausend zu gruppieren, da sie die Fähigkeit verloren hätten, sich voneinander zu differenzieren. Jeder Schwarm von Thetans soll sich in einem der wenigen Körper, die die Explosion überlebt haben sollen, gesammelt haben. Diese wurden das, was als „Körperthetane“ bezeichnet wird, die sich bis heute an jedermann anhängen sollen und ihn nachteilig beeinflussen sollen, abgesehen von den Scientologen, die die nötigen Schritte ausgeführt haben sollen, um sie zu entfernen.
Die „Loyalen Beamten“ sollen Xenu schließlich gestürzt haben und ihn in einen Berg eingeschlossen haben, wo er für immer gefangen gehalten werden soll durch ein Kraftfeld, das von einer ewigen Batterie Energie beziehen soll. Manche behaupten, Xenu sei auf der Erde in den Pyrenäen gefangen, aber Hubbard erwähnt nur „einen dieser Planeten“ der galaktischen Konföderation. Er erwähnt jedoch, dass die Pyrenäen der Ort gewesen seien, wo sich die letzte „Mars-Rapport-Station“ befunden habe, was vermutlich die Ursache dieser Verwirrung ist.
Teegeeack/Erde soll schließlich von der galaktischen Konföderation verlassen worden sein und bis heute ein ausgestoßener Gefängnisplanet geblieben sein, obwohl sie zwischenzeitlich wiederholt unter feindlichen Einfällen durch außerirdische „invader forces“ gelitten habe.

Detailliert wird die Geschichte von Xenu in Hubbards vertraulichem Vortrag Assists (Hilfestellungen) vom 3. Oktober 1968 abgehandelt.
Diese Zusammenfassung findet sich im wikipedia-Artikel „Xenu“ Belege dort.
Müßig zu sagen, dass Scientologen bestreiten, dass es den Mythos von Xenu gibt. Irgendwie scheinen selbst die abgebrühtesten Demagogen in der Nachfolge des R.L.H. zu merken, was für ein unglaublicher Stuss das ist! Dagegen nehmen sich solche Sachen wie Geburt im Stall, Kindermord, Jungfrauengeburt etc. fast harmlos aus. Naja. Eigentlich auch wieder nicht. 😉

Mehr Scientology-Info und  auch das verdiente Bashing gibt es hier:
xenu.net
Scientology illustiert
wikiquote englisch
Scientology in L.A.
Scientology und Science-Fiction
Viele englisch-sprachige Links

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Ein Kommentar zu “Aphorismus #584

  1. Com Truise sagt:

    ein abgebrannter science fiction Autor, dessen Bücher niemand kauft…

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