Aphorismus #703

Wort zum Sonntag #50

Was würde Jesus dazu sagen?

Eine immer wieder gestellte Frage, nicht nur von gläubigen Christen. Und die Vorgänge in der katholischen Kirche um prügelnde und missbrauchende Priester fordern sie  heraus. Jedoch sie zu stellen ist müßig:

  • Wir können Jesus schließlich nicht mehr selbst fragen.
  • Wir wissen nicht mit Sicherheit, welche von denen in der Bibel ihm zugeschriebenen Worte wirklich von ihm stammen.
  • Zwischen ihm, der Bibel und uns liegt der „garstige breite Graben“ der Geschichte von 2000 Jahren, und der lässt sich nicht wirklich überbrücken. [1]
  • Jesu konkrete Antworten auf die Probleme seiner Zeit sind nicht wirklich auf die in unserer hochkomplexen und technisierten Welt übertragbar.
  • Es stellt sich die Frage, ob er mit seinen Antworten nicht schon damals gescheitert ist.
  • Und hat er berhaupt noch irgendeine Relevanz für die Menschen des 21. Jahrhunderts?

Weil aber die Frage nach dem, „was Jesus dazu sagen würde“, immer noch gerne gestellt wird und weil die Kirchen insgesamt und einzelne Christen sich noch immer auf ihn berufen, darum schiebe ich für einen Augenblick die grundsätzlichen Einwände des denkenden und (darum) nicht glaubenden Menschen beiseite und vergleiche die Taten und Lehren der Kirche(n) mit dem, was Jesus sagte, oder auch nur von den Evangelien in den Mund gelegt wurde.
Schlagen wir also die Schläger mit ihren eigenen Waffen!
____________
[1] Gotthold Ephraim Lessing, Über den Beweis des Geistes und der Kraft, S. 13: „… das ist der garstige breite Graben, über den ich nicht kommen kann, so oft und ernstlich ich auch den Sprung versucht habe.“

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2 Kommentare zu “Aphorismus #703

  1. ungenannter sagt:

    thängs

  2. WK sagt:

    Saugüd Üd!

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