Aphorismus #704

Wenn der Mensch zuviel weiß, wird das lebensgefährlich.
Das haben nicht erst die Kernphysiker erkannt, das wusste schon die Mafia.

Norman Mailer (1923 – 2007)
Obwohl mehrfach auf Deutsch im Netz zitiert, habe ich davon das englische Original nicht finden können. Für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar. ;.)
Natürlich muss ich diesem Zitat aufs Heftigste widersprechen, wenn es um Grundlagenforschung und -wissen geht, aber wenn es um die technische Umsetzung geht, gebe ich ihm recht: Atomkraft ist das beste Beispiel dafür.

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Ein Kommentar zu “Aphorismus #704

  1. Morla sagt:

    Sorry, es geht hier nicht um das „Viel“ an Wissen, sondern um die Selbstüberschätzung von Wissenschaftlern: Sie glauben viel zu wissen, obwohl sie selbst eingestehen, dass sie immer erst am Anfang stehen.
    Wie sagt Hans-Peter Dürr: „Wissenschaft redet auch nur in Gleichnissen.“

    Die Tatsache, dass ab und an (lineare) Versuchsanordnungen ein (vorab) erwartetes Ergebnis bringen, bedeutet nicht, dass der „Erkenntnisprozess“ abgeschlossen ist – Beispiel Kernspaltung oder Gentechnik und so weiter . . .

    Das Gefährliche ist also nicht das vermeintliche Wissen, sondern es sind die Leute, die in der „Umsetzung einer Teilerkenntnis“ für sich finanzielle Vorteile sehen – insofern – stimmt das mit der Mafia schon.

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