Aphorismus #906

Wort zum Sonntag #78

Die Gesellschaft kann nicht existieren ohne die Ungleichheit des Vermögens und die Ungleichheit des Vermögens kann nicht existieren ohne die Religion. Wenn ein Mensch vor Hunger stirbt neben einem anderen, der im Wohlstand lebt, so ist es ihm unmöglich, diese Ungleichheit zu akzeptieren, wenn es nicht eine Autorität gibt, die ihm sagt: „Gott will es so. Es muss auf der Welt Arme und Reiche geben. Aber später, in der Ewigkeit, wird die Aufteilung anders sein.“

Diese treffliche Beschreibung über den innigen Zusammenhangs von autoritärer Politik und Religion stammt nicht aus der Feder von Karl Marx, von Ludwig Feuerbach oder eines der anderen gottlosen Philosophen, geschrieben hat sie vielmehr Napoléon Bonaparte (1769 – 1821), der Abwickler der französischen Revolution.

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