Aphorismus #917

Wenn man im Namen der Nichtdiskriminierung die katholische Kirche zwingen will, ihre Position zur Homosexualität oder zum Frauenpriestertum zu ändern, dann heißt das, dass sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf, und dass man stattdessen eine abstrakte Negativreligion zu einem tyrannischen Maßstab macht. Das ist dann anscheinend die Freiheit – allein schon deshalb, weil es die Befreiung vom Bisherigen ist.

DAS hat Papst Benedikt XVI. auch in dem Interviewbuch gesagt, das wegen seiner Aussagen zum Gebrauch von Kondomen derzeit medial Furore macht. Aber DAS ist fast nirgends zu lesen.
Dass derjenige intolerant ist, der der katholischen Kirche deren Intoleranz vorhält, und nicht die Mutter Kirche selbst, das ist mal wieder ein  schönes Beispiel katholischer Wortverdrehung. Darin bleibt sich der Papst einfach treu.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s