Aphorismus #921

Die Wahlphilosophie der Parlamentskandidaten besteht demnach einfach darin, daß sie ihrer linken Hand erlauben, nicht zu wissen, was ihre rechte Hand tut, und so waschen sie beide Hände in Unschuld. Ihre Hosentaschen zu öffnen, keine Fragen zu stellen und an die allgemeine Tugend der Menschheit zu glauben – das dient ihren Absichten am allerbesten.

Diese Einsicht über die wahren Gründe, warum sich das Kapital den Luxus von Parlamenten und Wahlen gönnt, hatte Karl Marx bereits 1859. Es erübrigt sich die Frage, ob sich daran etwas geändert hat. Politiker haben nun mal höchstens ein virtuelles Gewissen. Mehr können sie sich nicht leisten.

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