Aphorismus #954

Anlässlich der zu erwartenden Nachfrage an Prognosen zum bevorstehenden Jahreswechsel weist die Berufsgruppe der Astrologen in der Wiener Wirtschaftskammer darauf hin, dass astrologische Prognosen konkreter Ereignisse seriös nicht möglich sind.

Es ist doch schön, wie in dieser offiziellen Pressemitteilung Astrologen sich von ihresgleichen und ihrer Arbeit nicht nur distanzieren, sondern sogar warnen. Solcherlei Einsicht vermisst man bei den 2012-Propheten, bei den Wirtschaftsweisen und ihren Prognosen, die meist bereits bei Veröffentlichung falsch sind )-P , und bei allen anderen Kristallkugel-Glotzern, ob nun esoterisch oder (pseudo-)wissenschaftlich: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Welt, das Wetter, die Menschen und nicht nur sie verhalten sich oft sehr eigenwillig und nicht irgendwelchen höheren oder ökonomischen Gesetzen gehorchend.
Frage: Wer hat die Prognosen für die Mengen an Streusalz, die diesen Winter gebraucht werden, gemacht? Es gäbe da eine elegante Lösung für bessere Planung: In England soll es mal ein Gesetz gegeben haben, dass bei einer falschen Wettervorhersage den Galgen vorgesehen hat. (Wenn es nicht stimmt, so ist es doch gut erfunden.) Würde das heute gelten und würde man es auf alle Prognosen ausweiten, gäbe es keinen Kachelmann-Prozess, Prof. Unsinn hätte die längste Zeit seinen Bart in die Kameras gehalten und die Anzahl an Sektenmitgliedern inklusive evangelikaler und fundamentalistischer Christen würde sich rasant verringern.

Gefunden habe ich den Hinweis auf diese PR-Meldung hier.

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