Aphorismus #1022

Niemals in meinen ganzen Leben werde ich akzeptieren, dass jemand mich ‚Der Jude Tenenbom‘ oder einen ‚jüdischen Hysteriker‘ nennt.

Was ist das für ein Land, in dem man jemanden ‚Der Jude Tenenbom‘ oder einen ‚jüdischen Hysteriker‘ nennen kann, ohne dass dies der Öffentlichkeit auffällt?

Hier zeigt sich, wie tief Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft verwurzelt ist: Derart tief, dass man nicht einmal wahrnimmt, dass etwas antisemitisch ist.

Tuvia Tenenbom, New Yorker Autor, der in einem Teil unserer Mainstream-Medien genau so tituliert wird, und deren Vertreter sich beharrlich weigern, den darunter liegenden tief verwurzelten Antisemitismus auch nur im Ansatz als solchen zu erkennen.
Ein Fall, der bezeichnenderweise KEINEN Skandal ausgelöst hat.

Wie? Das ist KEIN Antisemitismus? Vielleicht kann ich ja damit etwas auf die Sprünge helfen (was ich aber kaum zu hoffen wage):

Aphorismus #1021

Wir leben in einer Gesellschaft, deren Plage die Rückkehr der Religionen ist.

Salman Rushdie, zitiert nach einem lesenswerten Artikel im ND

Aphorismus #1020

Jeder, der selbst mit einer Depression zu kämpfen hat, kennt die gut gemeinten Ratschläge, die voll daneben sind. Die nur eines beweisen: Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint….

TOP 5 der schlechtesten gut gemeinten Ratschläge von Leuten, die überhaupt keine Ahnung haben:

  • Fahr in die Ferien!

  • Lies ein Buch!

  • Lass dir die Haare schneiden!

  • Renoviere deine Wohnung!

  • Lerne Yoga!

Diese, zugegeben subjektiven, TOP 5 stammen aus dem Film Helen, auf den ich schon einmal hingewiesen habe.

Aphorismus #1012

Raubkopierer sind Verbrecher, schon immer!

„Wehe dir, Betrüger und Dieb von fremder Arbeitsleistung und Einfällen, laß es dir nicht einfallen, deine dreisten Hände an diese Werke anzulegen! Denn lass dir sagen, dass uns das Privileg durch den ruhmreichsten Kaiser des heiligen römischen Reichs, Maximilian, erteilt ist, dass niemand in Nachschnitten diese Bilder drucken oder gedruckt innerhalb des Reichsgebiet verkaufen darf. Solltest du aber in Missachtung oder aus verbrecherischer Habgier zuwiderhandeln, sei versichert, dass du nach Konfiskation deines Besitzes mit der schärfsten Strafe rechnen musst.“

Albrecht Dürer (1471 – 1528), der Urheber  sanfter Hasen und frommer  Hände war alles andere als sanft und fromm, wenn es um die Vermarktung seiner Werke ging und die Durchsetzung seines Gott gegebenen Urheberrechts staatlich garantierten Vermarktungsprivilegs. Schon damals ging es immer um letzteres, wenn von ersterem die Rede war.
Zu verdanken habe ich dieses erhellende Zitat Hal Faber.