Aphorismus #885

Wort zum Sonntag #75

Öffentlich geförderte Verführung Minderjähriger

Die für den Weltmarkt produzierte Zeichentrickserie „CHI RHO – Das Geheimnis“ ist eine deutsche Koproduktion zwischen der Cross Media Medienproduktion, dem Kinderkanal von ARD und ZDF, der Trickompany und der Beta Film, gefördert mit Mitteln der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) und mit Unterstützung der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland.

Wir wollen die Zuschauer faszinieren, sie sollen die Geschichten aus der Bibel erleben und mitfiebern.

Steffen Kottkamp, Programmgeschäftsführer des Kinderkanals (Ki-Ka)

„CHI RHO – Das Geheimnis“ versteht sich als hochwertiges und ansprechendes Angebot, Kindern auf unterhaltsame Art und Weise mit den Mitteln animierter Bilder Geschichten der Bibel näher zu bringen

Dr. David Hober, Geschäftsführer der katholischen Rundfunk- und Fernseharbeit im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Vermittlung des christlichen Glaubens an die nächste Generation ist die wohl größte Herausforderung, vor der die Kirchen stehen. Es ist gut, dass sie diese mit CHI RHO in ökumenischer Verbundenheit in Angriff nehmen.

Oberkirchenrat Udo Hahn, Leiter des Referates „Medien und Publizistik“ der Evangelischen Kirche in Deutschland

Man stelle sich vor, statt um die Bibel würde es um den Koran gehen… Was wäre das Geschrei groß. Aber so. Die Bibel gehört ja nun mal zum „allerchristlichsten Abendland“ dazu, wie gebetsmühlenartig seit Jahren verkündet wird. Aber ständige Wiederholung macht Unsinn nicht besser:

Der KI.KA wollte die Serie. Die Programmmacher haben sich gesagt, die biblischen Geschichten sind die Grundlage unserer Kultur. Man kann Kinofilme, Kinderbücher, Politik und vieles mehr nicht verstehen, wenn man nicht die wichtigsten biblischen Geschichten kennt. Das ist noch wichtiger als die Grimmschen Märchen. Deshalb brauchen wir auch im Kinderprogramm ein religiöses Format. Gerade auch für Kinder in Ostdeutschland, die selber nicht mehr mit den biblischen Geschichten aufgewachsen sind. Menschen deuten ihr Leben ja in Erzählungen. Es ist ein wichtiges Phänomen der christlichen und jüdischen Kultur, dass wir unser Leben und Wirklichkeitsempfinden durch biblische Geschichten deuten. Diese Deutung muss unseren Kindern vermittelt werden. Das ist in erster Linie eine Bildungsaufgabe des öffentlichen Rundfunks, aber auch eine Herausforderung für den Kulturauftrag der beiden großen Kirchen.

Prof. Roland Rosenstock (Jahrgang 1966), Vater von drei Kindern, arbeitet als Religions- und Medienpädagoge an der Universität Greifswald und beantwortet unter anderem theologische Fragen von Kindern in der „Sendung mit der Maus“

Was ist mit den vielen anderen politischen, (religions)geschichtlichen und philosophischen Strömungen, die Europa mindestens genauso geprägt haben wie die Bibel? Was ist mit der Renaissance? Mit der Aufklärung? Mit der Moderne? Was mit Voltaire, Kant, Marx und wie sie alle heißen? Was mit Galilei, Newton, Einstein? – Ach ja. Erst muss man die Uhr um mindestens 2000 Jahre zurückdrehen, die Schwächsten, die sich nicht wehren können, anpredigen, denn nur dann werden die so Verführten (so wird es freudigst erwartet) den Popen aus der Hand fressen.
Und das alles gefördert von unseren GEZ-Gebühren und Steuern.
Zum Glück gibt es den Ausschalter.

Hier geht es zur Homepage zur Sendung, für alle, die leidensfähig sind und sich selbst ein Bild machen möchten.
Und hier habe ich den Hinweis darauf gefunden. Dem ausführlichen Kommentar ist nur zuzustimmen.

P.S.: Einen habe ich noch, der ist der absolute Brüller:

Bei CHI RHO – Das Geheimnis wird auf zeitgemäße und kindgerechte Art die Bedeutung von Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Respekt dargestellt.

Nochmal Dr. David Hober
Da macht sich mal wieder der Bock selbst zum Gärtner. Aber das können sie ia. Seit 2000 Jahren.

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Kanzelmärchen #5

Die Kirche bereut ihre Fehler aufrichtig

oder

Der Schuldige wirft den ersten Stein

Und wie sie geworfen wurden in den letzten Tagen, die ersten Steine. Angefangen bei den einfachen Priestern, über Bischöfe und Kardinäle bis zum Papst! Bei jeder Gelegenheit in Predigten, Interviews und Hirtenbriefen. Mit allen Mitteln- durch Worte, Drohungen, Einschüchterungen und Schuldzuweisungen. Vor Mikrofonen und hinter den Kulissen. Sie haben das ganze Arsenal aufgefahren, dessen sie habhaft sind, um nur eines zu verhindern: Dass ihr Verein ja nicht Schaden nimmt, dass die römische Kirche nur ja nicht an Einfluss über Politik und Menschen verliert. Alles zur Ehre Gottes und Christi? Nein, natürlich nicht. Alles zu ihrem Nutz, ihrer Macht und ihrer Herrlichkeit! Saecula saeculorum. Amen.
Aber war nicht in den Predigten der letzten Tage viel von Fehlern, Versagen und Schuld die Rede?
Ja, es war.
Aber:
Was kostet das?
Was ändert das?
Was bringt es den zahllosen Opfern der Schwarzkittel?

Zur Erheiterung und zur Abwechslung bei diesem unerfreulichen Thema, habe ich ein paar Klassiker von Monty Python eingestreut!

Kanzelmärchen #4

Wer glaubt, dem geht es besser

Dieser gern geglaubten und noch lieber kolportierten „Tatsache“ begegnet man in Diskussionen mit so ziemlich allen Gläubigen. Allerdings in vielfacher Ausprägung:

  • Wer glaubt, dem geht es in allen Belangen besser: im Beruf, in der Familie, bei den Finanzen, bei der Karriere…
  • Wer glaubt, hat Gott auf seiner Seite, DER wird es für ihn richten
  • Wer glaubt, der hat eine Anlaufstelle im Leben, wo er sich immer hinwenden kann
  • Wer glaubt, der weiß, dass Gottes Ratschlüsse unergründlich sind: ER weiß besser, was gut ist für den Menschen
  • Wer glaubt, der hat es auf jeden Fall nach dem Tod besser

Zefix! Luja, sog I!

Welches Schweinderl hätten’s denn gern?

Da kann sich jeder aussuchen, was ihm am genehmsten ist. Welches Modell eines „besseren Lebens“ er als wünschens- und glaubenswert erachtet. Die erste und die letzte Position, sie könnten nicht weiter entfernt sein. Und doch berufen sich beide auf dieselbe Bibel, denselben Gott! Es war schon immer Privileg von Theologen und Predigern, ALLES, aber auch wirklich alles aus der Bibel heraus,-, vor allem aber in sie hineinzulesen. Das wundert nicht, wenn der Gegenstand des Glaubens sich nicht wehren kann, da nicht existent. Die Variationen über das bessere Leben der Glaubenden reicht von einem plumpen „Wer glaubt, den schmeißt Gott mit Wohltaten zu!“ bis zu einem „Die Wohltaten gibt es erst nach dem irdischen Jammertal!“. Und alles nennt sich christlich. Alles beruft sich auf denselben Jesus, dieselbe Bibel. Das wäre in etwa so, als würde man mit Grundgesetz Art. 1 „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ sowohl eine aufgeklärte humane Rechtsauffassung als auch die Beschneidung der Grundrechte, Polizeiwillkür und weiße Folter begründen. Upps. Das kriegen unsere Politiker in Zusammenarbeit mit dem Bundesverfassungsgericht ja schon lange hin. Da sind die Kirchen also gar nichts besonderes bei Wortverdrehungen und dem beliebten „Ich baue mir eine Welt, wie sie mir gefällt.“ Oder ist es umgekehrt und die Politik ist bei der Kirche in die Schule gegangen, in die Schule der Gedankenakrobatik und Wortverdreherei?
Schließt man andere Religionen in diese Gedankengänge mit ein, z.B. Hinduismus, Buddhismus oder Islam, dann gibt es noch weit mehr Möglichkeiten, wie  das ach so bessere Leben der Gläubigen aussehen kann, dann spielen kosmische Prinzipien wie Maya, Karma oder Kismet eine Rolle. Und wenn man dann noch die vielen, vielen kleinen und kleinsten Religionen mit einbezieht, wird eines klar: es kann so ziemlich alles als ein gutes Leben definiert und als Ziel des eigenen Glauben definiert werden. Ganz nach dem Motto: Welches Schweinderl hätten’s denn gern? Ich werde mich aber hier auf die christlichen Vorstellungen beschränken. Die sind eigenartig genug.

Kanzelmärchen #3

Jeder Mensch glaubt!

Jeder glaubt. Ausnahmslos. Jeder! Wenn nicht an einen Gott, dann eben an das Schicksal, die Sterne, die Evolution, an eine Ideologie, an Freitag den 13ten oder an Erdstrahlen… Egal was. Der Mensch glaubt, jeder, auch der Atheist.

Noch nie gehört? Noch nie dem arroganten Grinsen eines Vertreters göttlicher Weisheiten begegnet, der meinte, damit jeglichen Atheismus endgültig ad absurdum führen zu können? Noch nie in trauter Runde nach ein paar Bieren „Einen Glauben braucht ein jeder!“ vernommen?  Wohl kaum. Dass jeder glaubt, ja glauben muss, das ist für die Gläubigen eine Binsenweisheit. Schließlich glauben sie ja selbst! Welch umwerfende Logik! Dass es schlicht Unfug ist, interessiert die Vertreter des organisierten wie des frei fluktuierenden Aberglaubens nicht. Einen Nicht-Gläubigen darf es einfach nicht geben, denn nicht der Unglaube, sondern der Nicht-Glaube stürzt die Verfechter der Glaubenswahrheiten in größte Aporie!
Man könnte sich mit einem entschiedenen „Nein!“ als Kommentar zum Unfug des „Jeder glaubt etwas“ begnügen, aber so einfach möchte ich es in den „Kanzelmärchen“ den Propagandisten göttlicher Wahrheiten nicht machen. Ihre Lehren und „Weisheiten“ kommen hier auf den Prüfstand, ihre Vereinnahmung der Wirklichkeit und ihr Herrschaftsanspruch über den philosophisch-weltanschaulichen Diskurs ebenso. Im Gegensatz zu ihrem Gejammere, dass das Abendland immer unchristlicher werde, haben die Kirchen noch viel zu viel Einfluss in Deutschland. Spätestens an hohen Feiertagen merkt man das, wenn die festlich gewandeten Würdenträger in die dankbar auf sie gerichteten Kameras andachtsvoll hineinglotzen sehen und noch bereitwilliger in jedes ihnen willfährig  vorgehaltene Mikrofon salbadern. Ein schauriges Schauspiel, das sich jedes Weihnachten, jedes Ostern, jedes Pfingsten, jede Bischofskonferenz und jede Generalsynode wiederholt. „Herr erlöse uns vor diesem Übel!“ Das wäre mal ein sinnvolles Gebet, wenn es denn helfen würde. 😉
Atheismus ist im Gegensatz zu den Religionen keine Angelegenheit für irgendwelche äffischen Zeremonien, für in Scheinheiligkeit erstarrte alte Herren und für ein tumbes Volk, das zu fressen hat, was ihm vorgesetzt wird. Atheismus ist nichts für Denkfaule, für Köhler und für die Gefangenen ihrer simpel gestrickten Weltbilder. Atheismus ist etwas für denkende Menschen, die nachbohren, die nachfragen, die sich nie zufrieden geben mit billigen Antworten. Diesem empirisch und logisch begründeten Atheismus stoßen viele, allzu viele Thesen der vereinten Glaubensfront sauer auf. Schon allein deswegen muss der Atheismus desavouiert werden, z.B. indem die Mär vom Glauben als conditio humana, die Legende vom Jedermann-Glauben erzählt wird und so en passant auch  der Atheismus vereinnahmt wird.

Bild via link

Und was ist jetzt die Narrenkappe?

Kanzelmärchen #2

Gottlos leben heißt sinnlos leben!?

So tönt es nur zu gerne von den Kanzeln. So lassen es sich die Lohnschreiber unserer Zeitungen und Zeitschriften bereitwillig in die Feder diktieren von den Beauftragten des kirchlichen Wahrheitsministeriums. So versichern es die kirchlichen Amtsinhaber in ihren wöchentlichen Kolumnen der Tageszeitungen, in ihren 3 Minuten „Gedanken zum Tag“ und anderen Propagandasendungen im Radio*. So bekommt man es wie selbstverständlich vom Fernsehen aufgetischt: angefangen beim unvermeidlichen Wort zum Sonntag, über „Kerners Pfaffen“, Meischbergers Betroffenheitsgurus und all dem anderen Plaudertaschen mit geistlichem Beistand.
Gottlos = sinnlos, das ist ein beliebtes Mantra, ja mehr als das. Es ist ein Panier, hinter dem sich viele nur zu gerne einreihen: sowohl der Papst und seine Bischöfe, als auch ein verhinderter Fernsehprediger wie der evangelikale Peter Hahne** und die vielen  anderen, die mal mehr mal weniger für ihre Kirche, für eine allgemeine Religiosität oder bei den „Gebildeten unter ihren Bewunderern“ für den Dalai Lama „Zeugnis ablegen“. Aber wie so oft stellt sich die Frage:

Muss es automatisch wahr sein, wenn alle es sagen?

Nein, natürlich nicht. Jeder Atheist, der ein erfülltes Leben hat, der diesem höchstselbst einen Sinn abgewinnen kann, und das ganz ohne Gott und Glaube; jeder Gottlose, der weiß, dass diese „Wahrheit“ vom ach so sinnlosen Leben der Gottlosen, Stuss ist, beweist das Gegenteil. Aber es hilft ja nichts, manchmal ist es nötig, dem Gegenüber in seinem arroganten- ich hab die Wahrheit!- Bekehrungseifer seine Behauptungen argumentativ zu zerlegen. Dazu braucht es erst einmal Fakten, Fakten, Fakten, und dann gilt es, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Dieser Text will beides an die Hand geben. Er kann aber eigenes Nachdenken nicht ersetzen. Atheismus kann manchmal ganz schön anstrengend sein, man kann ja nicht, wenn es brenzlig wird, solche universellen Joker wie „Gott“, „Wahrheit“ und „Glaube“ aus den Ärmeln holen. Man muss selbst denken. Und sollte sich nicht auf andere verlassen.

Dieser Text richtet sich ausdrücklich NICHT an gläubige Menschen, außer sie sind bereit, herabzusteigen von ihrem persönlichen Berg Horeb, der aufgetürmt ist aus tatsächlicher Arroganz und behaupteter Offenbarung. Herabzusteigen in die Niederungen von Fakten und Argumenten! 

Cogito ergo impius! – Ich denke, also bin ich gottlos.

______________

*  Dieses ganz besondere Genre „Radio-Andacht“ oszilliert in seinem Erscheinungsbild meist irgendwo wischen Lächerlichkeit, Anbiederung und frommer Überheblichkeit, wie z.B. auf NDR 2 das tägliche Quantum Trost namens „Moment mal!“ oder auf  Bayern 3 die nicht minder mediokre Reihe „Auf ein Wort“. Schlägt das drumherum gesendete gruselige Musikangebot noch um Längen! Und das will was heißen…

** Bücher von ihm heißen z.B: „Was wirklich wichtig ist.“ oder „Leid, warum lässt Gott das zu?“- Das frage ich mich auch, wie es Gott zulassen kann, solch einen Rohrkrepierer als Sprachrohr für seine Anliegen zu haben! Allein das ist schon ein Beweis gegen die Existenz eines intelligenten und liebenden Gottes! Und noch was. So ein Frömmler wie er hat natürlich kein Problem damit, in der BamS seine eigene Kolumne zu haben. Aber vielleicht meint er ja, sein Mist würde weniger stinken in dem ganzen Dreck drumherum?

Kanzelmärchen #1

Von gottloser Unmoral und ethischer Beliebigkeit

Bischof Mixa hat Ostern 2009 in seiner Predigt mal wieder das getan, was so gerne von den Würdenträgern des organisierten Aberglaubens getan wird: er hat ein Märchen erzählt. Diesmal keines aus der Bibel, sondern eines aus der Gegenwart. Eines über den Lieblingsgegner der römischen Krägen, über den Ursprung alles Bösen seit der Aufklärung, über den vermaledeiten Atheismus. Der erhebt je länger je mehr keck sein Haupt und vergrault dem Klerus die Kundschaft. Dagegen muss angegangen werden. Mit allen Mitteln. Und seien diese noch so idiotisch und noch so leicht zu durchschauen! Getreu dem Motto: Du musst deinen Gegner nur lange genug mit Dreck bewerfen, es wird bestimmt etwas haften bleiben. Das Rauschen im Blätterwald nach dem bischöflichen Ausraster war zwar diesmal heftiger als gewohnt, jedoch wird das weder ihn noch die anderen Kanzeldemagogen von ihrer plumpen plumpen Dämonisierung des Atheismus abhalten.
Hier nun ein wenig Futter für die ach so „spaßigen“ Diskussionen mit den Frommen und Frömmlern dieser Erde. Denn nichts macht es den Glaubensaposteln leichter, als wenn die Ungläubigen sich nicht zu wehren wissen. Es braucht schon ein wenig mehr als nur ein billiges „Jesus hat nie gelebt!“, will man in einem Disput mit den frommen Hansguckindielufts bestehen. Dieser Text ist die Nummer 1 einer kleinen von mir geplanten Reihe, in der ich einige ihrer beliebtesten Vorwürfe gegen den Atheismus einerseits und ihre angeblich ewigen Wahrheiten andererseits  genauer unter die Lupe nehmen möchte. Wer der Meinung ist, dass ich dabei zu schroff bin, mich dabei einer zu herben Sprache bediene, und doch bitteschön mehr Respekt vor den Glauben anderer zeigen sollte, dem kann ich nur entgegnen: vor meinem Nichtglauben, vor meinem Pochen auf den Vorrang der Vernunft zeigt das fromme Bodenpersonal auch keinen Respekt. Quid pro quo, meine Herren, meist sind es ja Herren, die in den Hierarchien bestimmen. aber das bekommt man nicht von Leuten, die meinen Gott stünde auf ihrer Seite.

Das Märchen vom Osterhasen

Das hat wohl jeder als kleines Kind für bare Münze genommen, weil man es nicht besser wusste, und weil man den Erwachsenen geglaubt hat. Dass der Osterhase Eier legt und sie dann versteckt, ist ein netter Brauch, und ob der heidnisch oder christlich ist, oder gar von findigen Hühnerzüchtern in die Welt gesetzt wurde, ist gleichgültig. Die Mär vom Osterhasen ist harmlos, tut niemandem weh und macht allen Spaß.

Das kann man vom „richtigen“ Osterfest nicht gerade behaupten. Ziehen die Kirchen doch aus der von ihnen, und nur von ihnen behaupteten Auferstehung Jesu ihre Legitimation: Jesus ist der Sohn Gottes, der Herr über Leben und Tod, der Herr der Welt. Und so wollen sie auch herrschen, wenn man sie denn lässt. Drunter macht es keine monotheistische Religion. Immer geht es ums Ganze!

Aber der Reihe nach.