Aphorismus #943

Wort zum Sonntag #82

Futter für’s Hirn am 4. Advent

Ausführliches Interview mit Richard Dawkins (nicht nur) zu seinem Buch „Die Schöpfungslüge“:

Weiter geht es hier:

Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

Für alle, die keine Zeit haben:

Wäre das Buch nicht das passende Weihnachtsgeschenk für die nervig fromme Tante? Oder den Onkel? Den Nachbarn ….

Aphorismus #731

Wort zum Sonntag #54

Warum ich kein Christ bin – Teil I

Teil I: Die Bibel, ein orientalisches Märchenbuch

Teil II: Erbsünde – Gott, was sind wir alle schlecht!

Teil III: Gnade dir Gott!
Die selbst ernannte Religion der Liebe kennt keine Gnade, keine Liebe, keine Menschlichkeit

Teil IV. Christlicher Verfolgungswahn – Ketzer, wohin man blickt!

Teil V: Der größte Feind der Vernunft ist das Christentum (und die anderen Religionen)

Teil VI: Das Weib schweige in der Gemeinde. Und nicht nur dort!

Teil VII: Von wegen „lieber Gott“

Seit Jahren laufen den Kirchen ihre Schäflein in Scharen davon, in jüngster Zeit wieder vermehrt dank der vielen Skandale, in die das „Bodenpersonal Gottes“ verwickelt ist. Fragt man die Austretenden nach den Gründen, gibt es überraschend viele, die nicht (nur) wegen der Kirchensteuer austreten, oder weil sie mit dem ganzen Jenseits-Gedöns nichts anfangen können, sondern ein beträchtlicher Teil erklärt, dass sie ihr „Christsein auch so, d.h. ohne Kirche, leben können“. Christen ohne Kirche? Das ist natürlich für die Kirchenoberen jedweder Couleur ein Unding, eine Ketzerei, die nur noch vom Atheismus getoppt wird. Aber da ihr Gerede vom Glauben als „Voraussetzung für ein sinnvolles Leben“, von „Vergebung durch Christus“, von „ewiger Verdammnis oder Seligkeit“ kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervorlockt, fühlen sie sich auf verlorenem Posten: Die Leute glauben jeder für sich, brauchen keine Kirche, brauchen keine Pfaffen. Wo soll das noch hinführen? Die einen drohen dann mit einem Strafgericht ihres Bosses, die anderen locken mit der „Gemeinschaft der Heiligen“, mit der christlichen Gemeinde als Gegenmodell für die böse Welt.
Natürlich ist es eine gute und ehrenvolle Sache aus dem jeweiligen Glaubensverein auszutreten, aber irgendwie ist es für meinen Geschmack bei den „Ich-kann-auch-alleine-ein-guter-Christ-sein“-Zeitgenossen nicht so recht durchdacht, was sie da sagen und glauben. Irgendwie sehen sie den Glauben an Gott, die Person Jesus Christus und auch das Christsein viel zu positiv. Positiver jedenfalls als es die ganze Angelegenheit wirklich ist. Dagegen helfen nur die Fakten. Und die hat das Christentum reichlich angesammelt, warum ich kein Christ bin, warum es überhaupt die bessere Wahl ist, kein Christ (mehr) zu sein.

Aphorismus #128

Es ist, als hätte die Schlange, die den ersten Menschen sagte: ihr werdet sein wie Gott, im Paranoiker ihr Versprechen eingelöst. Er schafft alle nach seinem Bilde. Keines Lebendigen scheint er zu bedürfen und fordert doch, daß alle ihm dienen sollen. Sein Wille durchdringt das All, nichts darf der Beziehung zu ihm entbehren. Seine Systeme sind lückenlos. Als Astrologe stattet er die Sterne mit Kräften aus, die das Verderben des Sorglosen herbeiführen, sei es im vorklinischen Stadium des fremden, sei es im klinischen des eigenen Ichs. Als Philosoph macht er die Weltgeschichte zur Vollstreckerin unausweichlicher Katastrophen und Untergänge. Als vollendet Wahnsinniger oder absolut Rationaler vernichtet er den Gezeichneten durch individuellen Terrorakt oder durch die wohlüberlegte Strategie der Ausrottung. So hat er Erfolg. Wie Frauen den ungerührten paranoiden Mann anbeten, sinken die Völker vor dem totalitären Faschismus in die Knie.

Max HorkheimerTheodor W. Adorno: „Dialektik der Aufklärung – Philosophische Fragmente„, Kapitel V „Elemente des Antisemitismus. Grenzen der Aufklärung“