Aphorismus #1013

Suicides by Economic Crisis*

Financial crisis puts the lives of ordinary people at risk, but much more dangerous is when there are radical cuts to social protection.

Austerity can turn a crisis into an epidemic.

David Stuckler, a sociologist at the University of Cambridge, who led a study published in The Lancet that found a sharp rise in suicides across Europe, particularly in seriously affected countries like Greece and Ireland from 2007 to 2009, years that coincided with the downturn.

* NY-Times 15.4.2012: Increasingly in Europe, Suicides ‚by Economic Crisis‘

Aphorismus #803

Noch die schönste Herrschaftsform hat ihre Hässlichkeit daran, dass in ihr wer beherrscht wird. Als die Volksherrschaft („Demokratie“) im alten Griechenland erfunden wurde, waren die Beherrschten Lebewesen, die man nicht lange mit Zeitverträgen, Kirchensteuer, Hartz IV und Social Networks verwirrte, sondern lieber gleich als Sklaven hielt und in vornehmer antiker Deutlichkeit auch gar nicht anders nannte.

Dietmar Dath, Das große Plebiszittern, konkret 08/2010 S.9

Aphorismus #757

alternativlos

Für mich Kandidat #1 für das Unwort des Jahres.
Alternativlos waren angeblich der „Rettungsschirm“ für die übelsten Verzocker an den Börsen.
Alternativlos war angeblich auch die Entmachtung der griechischen Regierung durch IWF, EZB und EU- dem staunenden Publikum unter Gejammer verkauft als „Hilfs- und Sparplan, der uns alle teuer zu stehen kommen kann.“ – Was für eine Heuchelei
Alternativlos sind angeblich die Kürzungen zur „Haushaltssanierung“ im Sozial- und Bildungsbereich, bei Hartz IV Empfängern, Kindern und Alten- also bei den Ärmsten und Schwächsten, bei denen, die keine Stimme haben und sich nicht wehren können.
Alles alternativlos
Wirklich?
NICHTS ist OHNE Alternative. Gerade nicht in der Politik. Man müsste nur wollen.
Oder besser: Wir zwingen sie dazu.