Aphorismus #899

Wort zum Sonntag #77

Mörderischer Glaube

Wenn ein gewöhnlicher Mörder einen Mord begeht, dann geschieht dies meist im Familien- und Bekanntenkreis und ist, wie es so schön heißt, eine Beziehungstat. Gewöhnlich bleibt es bei einem Mord, dem am Partner, der Partnerin. Selten kommt ein zweiter hinzu, z.B. der am (vermeintlichen) Rivalen etc. pp. Das hat oft eine lange Vor- und/ oder Leidensgeschichte aus Liebe, Verehrung, Abhängigkeit, Hass, Zurückweisung, Demütigung und anderen schier nicht zu bändigenden Gefühlen. Solche Taten sind schnell aufgeklärt und im Gegensatz zu Krimis meist wenig spektakulär.
Wenn ein Mensch zum Mörder wird, ist das die große Ausnahme, wir haben so etwas wie eine angeborene Beißhemmung unserer eigenen Spezies gegenüber. Mordet ein Mensch wiederholt, dann hat er diese Beißhemmung entweder nie entwickeln können und ist als Sadist und Soziopath eher der Fall für die forensische Psychiatrie als für das Strafrecht; oder er ist als Auftragsmörder weit mehr Hollywood-Stoff als real. Und doch gibt es sie, die Mehrfachmörder. Wie bei vielen anderen Dingen kann sich ein Mensch- gewollt oder ungewollt sei mal dahingestellt- gegen die eigene menschliche Natur stellen, sie verleugnen und so die Unversehrtheit des menschlichen Lebens als Gut, das geschützt werden muss, mit seinem Handeln negieren. Was dabei im Kopf des Killers wirklich vorgeht, ist wohl kaum nachzuvollziehen. Unmenschlichkeit hat eine ganz eigene „Logik“.
Bei bisher genannten Beispielen handelt es sich um Einzeltäter, sie stellen sich selbst außerhalb der menschlichen Gemeinschaft- und sei es nur für den Augenblick der Tat-, oder sie sind nie in dieser gewesen, konnten nie zum sozialen und mitfühlenden Wesen heranwachsen. Gäbe es nur diese Art Mörder, nur die Beziehungstäter, nur die Berufskiller und nur die Soziopathen, die Weltgeschichte wäre garantiert anders verlaufen. Sie wäre nie dieses endlose Blutvergießen geworden, als das wir sie kennen, als eine immer währende Geschichte von Kriegen, Eroberungen, Sklaverei, Völkermord und allen erdenklichen Gräueln, die so gerne als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet werden, aber wohl besser Verbrechen gegen die Menschheit des Menschen genannt werden sollten: Verbrechen gegen seine Menschenwürde, seine Menschenrechte, seine Persönlichkeit, sein Leben.
Dabei fällt auf, dass es drei Gründe für diese Verbrechen gibt, drei Gründe die eng miteinander verwoben sind, so dass sie nur schwer zu trennen sind. Es sind Macht, Ressourcen und Religion. Darauf lassen sich m.E. die Ursachen der meisten Kriege, Eroberungen, Massaker und  Vertreibungen der Weltgeschichte zurückführen. Mal steht das eine, mal das andere im Vordergrund. Mal ist es die grenzenlose Gier nach Land und Rohstoffen, mal der Wille andere Völker zu versklaven. Und damit der gemeine Mann nicht nachdenken muss und also ins Zweifeln kommt, dafür gibt es die Religion, die große Klammer, die allgegenwärtige Rechtfertigung für jede Sauerei in der Menschheitsgeschichte. „Deus vult!„- Gott will es-, was kann man dagegen noch sagen?

In Richtung Polen

Hin und wieder lässt einer jener Vertriebenen-Funktionäre, eines jener armen Opfer von Flucht und Vertreibung, einer jener aus dem noch immer fruchtbaren Schoß Kriechenden die Maske fallen und sagt offen seine braune Meinung. Es folgt das ewig gleiche Ritual, dass das Publikum sich geschockt gibt, ja vielleicht muss der alte neue Nazi seinen Posten räumen- aber eines bleibt bestimmt, wie es war. Weiterhin werden BDV & Co. mit Steuermitteln finanziert und politisch hofiert, vor allem wird nichts getan, den braunen Sumpf auszutrocknen. Können doch die sog. Vertriebenen in vieler Hinsicht für konservative Politik nützlich sein: als sichere Wählerstimmen, als Hebel gegen allzu freche Polen und Tschechen und als Wahrer solch wichtiger Begriffe wie Heimat, TraditionDeutschtum etc.
Dieser Tage hatte die Ehre die verfolgte braune Unschuld spielen zu dürfen: Arnold Tölg, Jg. 1934, CDU-Politiker in Baden Württemberg, Träger der Verdienstmedaille ebendort, stellvertretendes Mitglied des Stiftungsrates Flucht, Vertreibung, Versöhnung… Was die Gemüter so erregt, ist ein Interview, das er am 3.8.2010 dem Deutschlandfunk gegeben hat, wo er offen und ehrlich sagt, was seinesgleichen wirklich meint:

Gleich zu Beginn macht er das, was Revanchismus so sympathisch macht. Zerknirscht gibt er zu, was auch ernicht unterschlagen kann: die Kriegsverbrechen Deutschlands, ach sorry, Hitler-Deutschlands natürlich, nur um dann sofort bei den Verbrechen gegen, nein nicht gegen Hitler-Deutschland, sondern gegen die armen, armen Deutschen zu landen:

Ich habe mich immer zu dem bekannt, was passiert ist, nämlich auf der einen Seite dass schreckliche Verbrechen von Hitler-Deutschland und den Verantwortlichen begangen wurden, aber am Kriegsende auch grauenvolle Verbrechen an Deutschen begangen wurden.

So ist der Weg vorbereitet, den Focus ausschließlich auf die Verbrechen gegen die Opfer-Deutschen zu richten:

… Angebliche Verbrechen – hier disqualifizieren sich doch die Kritiker von selbst! Wenn die noch nicht gemerkt haben, was im Osten passiert ist 1945, dann tut es mir leid. Die wollen einfach die Tatsachen nicht erkennen.

Dummerweise will er aber nicht sehen, was im Osten 1939 bis 1945 passiert ist. Ach ja, das war ja nur Hitler-Deutschland, hat also nichts mit dem, was am Ende oder nach dem Krieg geschehen ist, zu tun.
Auch zu den Ursachen des Krieges hat Herr T. eine sehr differenzierende Meinung: Es war auf keinem Fall Deutschland allein. Er versteigt sich schließlich sogar zu dieser Aussage:

Ich bin der Meinung, dass in erster Linie natürlich Adolf Hitler und sein Anhang dafür verantwortlich ist, dass der Zweite Weltkrieg begonnen hat… Ja natürlich in erster Linie. Es gehören ja immer mehrere dazu. Großbritannien hat schließlich mit Frankreich zusammen Deutschland den Krieg erklärt.

Was bilden sich diese Schurkenstaaten ein, eine Garantie für Polen abzugeben, ja sogar ein Bündnis mit diesen slawischen Untermenschen einzugehen? Die Welschen wollten klar Krieg führen! Von wegen Schutz für Polen, Aufhalten eines Diktators! Nein! Hitler blieb gar nichts anderes übrig, als diese aggressiven Ostler davon abzuhalten, mit GB und F über das arme gebeutelte D herzufallen! – Man möge mir meinen triefenden Spott nachsehen, aber bei solch braunem Dreck kann ich nicht mehr brav und artig sein.
Weil Herr T. selbst merkt, dass er a bisserl übers Ziel hinausgeschossen ist, antwortet er sibyllinisch auf die Frage, ob die anderen Länder eine Verantwortung am Ausbruch des WK II tragen:

Das habe ich nicht gesagt, sondern ich sage, ich weise nur auf die Tatsachen hin, nichts weiter.

Dass er vorher die Tatsachen kräftig verdreht und ins Gegenteil verkehrt hat, das ist äh, hm, nun ja …. schon vergessen.
Nach ein paar weiteren Fakten zum Thema Zwangsarbeit, kommt es noch mal zum Thema Verantwortung für den Krieg. Und da spannt der CDU-Mann den Bogen ganz weit:

Da bin ich der Meinung, dass der Krieg natürlich – der von Hitler ausgelöste Krieg – den Ländern, die die Deutschen vertrieben haben, eine Chance gegeben hat, die Deutschen loszuwerden. Es war ja ein von Polen und auch teilweise Tschechien, ein langfristiger Plan, schon 1848 wollte man die Linie Stettin-Triest herstellen. Also, da sind Dinge zusammengekommen: Auf der einen Seite war das der Krieg Hitlers, der Schreckliches in diesen Ländern angerichtet hat; auf der anderen Seite kam es auch der polnischen und wohl auch tschechischen Politik entgegen, siehe Londoner Exilregierung, die sich intensiv darum bemüht hat, die deutschen Ostgebiete in die Hand zu bekommen, sodass hier durchaus auch Schuld auf der anderen Seite zu sehen ist.

Die armen Deutschen. Immer müssen sie leiden! Alle wollen ihnen an den Kragen! GB und F sowieso, aber eben auich die Polen und die Tschechen. Die Annektierung durch die Deutschen war reine Selbstverteidigung. Alles Tatsachen! Ehrlich. Darum muss isch D endlich wehren:

Ich bin der Meinung, dass Deutschland sich auch gegen so etwas wehren müsste, in Geiselhaft genommen zu werden, kommt gar nicht infrage. Wir können selbstbewusst genug sein. Warum – weil wir das einzige Land in der Welt sind, das sich einmal für die Verbrechen, die es begangen hat, bekannt hat, und das über Jahrzehnte, jetzt 65 Jahre lang. Jeden Tag können wir in der Zeitung davon lesen oder im Rundfunk hören oder im Fernsehen.

Am Ende umreißt er seine Ziele in der Arbeit der Stiftung:

… die Stiftung heißt Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Wenn alles richtig dargestellt wird in Wahrheit, das ist für alle wichtig, dann können wir die Versöhnung, zu der ich schon längst in Richtung Polen gefunden habe, an der können wir weiter arbeiten.

Und da steht er in guter Tradition. In Richtung Polen haben sich schon mal ganz viele Deutsche aufgemacht. Am 1. September 1939.

Aphorismus #467

Wie soll pol. Macht, wenn sie gewonnen ist, gebraucht werden? Jetzt noch nicht zu sagen. Vielleicht Erkämpfung neuer Export-Mögl., vielleicht- und wohl besser- Eroberung neuen Lebensraums im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung.

So in laut „Liebermann-AufzeichnungHitler in seinem ersten und geheimen Zusammentraffen mit der Generalität der Wehrmacht kurz nach der Machtergreifung am 3.2.1933. Sollte mal gerade mal 6 1/2 Jahre dauern, bis die rücksichtslose Germanisierung des Osten am 1.9.1939 mit dem Überfall auf Polen begann.
Die Generäle hörten ihrem Hitler wohlwollend zu. Nach seinem Weggang machte aber  ein Wort von Schiller die Runde: „Stets war die Rede kecker als die Tat“. Hätten sie ihn doch nur ernst genommen! Ach ja, wäre auch nichts passiert, denn bei aller Abneigung gegen den Emporkömmling, waren sie sich in einem einig: Deutschland musste wieder zu altem Glanz und Gloria erstarken! Und dafür stand die der Nationalsozialismus.

Die passende Musik dazu, düster, schwer und sehr deutsch:
Deutsch Nepal“ von Amon Düül II
Bis Afghanistan haben es deutsche Truppen ja  schon wieder geschafft…

Aphorismus #429

Denn über Eines bin ich mir klar: so wie der Einfluß, welchen die Juden auf unser geistiges Leben gewonnen haben, und wie er sich in der Ablenkung und Fälschung unsrer höchsten Kulturtendenzen kundgibt, nicht ein bloßer, etwa nur physiologischer Zufall ist, so muß er auch als unleugbar und entscheidend anerkannt werden.

Aus Anlass der Eröffnung der Bayreuther Festspiele ein Zitat Richard Wagners (1813 – 1883) aus seiner programmatischen Schrift von 1869 „Das Judentum in der Musik„. Kein Wunder, dass ihn der Österreicher so schätzte. Und damit es ein jeder kapiert, wes Geistes Kind Herr Wagner war und was vor allem nicht, nämlich ein Jude, setzte er noch eins drauf:

Ob der Verfall unsrer Kultur durch eine gewaltsame Auswerfung des zersetzenden fremden Elementes aufgehalten werden könne, vermag ich nicht zu beurteilen, weil hierzu Kräfte gehören müßten, deren Vorhandensein mir unbekannt ist. Soll dagegen dieses Element uns in der Weise assimiliert werden, daß es mit uns gemeinschaftlich der höheren Ausbildung unsrer edleren menschlichen Anlagen zureife, so ist es ersichtlich, daß nicht die Verdeckung der Schwierigkeiten dieser Assimilation, sondern nur die offenste Aufdeckung derselben hierzu förderlich sein kann.

Nachdem das mit dem Assimilieren nicht so geklappt hatte, entschied sich Hitler  dazu, die benötigten „Kräfte“ zu sammeln, die zur „gewaltsamen Auswerfung des zersetzenden fremden Elements“ nötig waren. Wer behauptet, man könne, ja müsse Wagneropern losgelöst sehen von dem, was seine Verehrer daraus gemacht haben, ist entweder naiv und will nicht wahrhaben, dass sich die NS-Ideologie auch aus den kruden Werken und Gedanken eines RW speiste., oder er teilt diese mit dem Meister und hält nur aus politischer Opportunität damit hinter dem Berg, besser: hinter dem grünen Hügel.

Kanzelmärchen #1

Von gottloser Unmoral und ethischer Beliebigkeit

Bischof Mixa hat Ostern 2009 in seiner Predigt mal wieder das getan, was so gerne von den Würdenträgern des organisierten Aberglaubens getan wird: er hat ein Märchen erzählt. Diesmal keines aus der Bibel, sondern eines aus der Gegenwart. Eines über den Lieblingsgegner der römischen Krägen, über den Ursprung alles Bösen seit der Aufklärung, über den vermaledeiten Atheismus. Der erhebt je länger je mehr keck sein Haupt und vergrault dem Klerus die Kundschaft. Dagegen muss angegangen werden. Mit allen Mitteln. Und seien diese noch so idiotisch und noch so leicht zu durchschauen! Getreu dem Motto: Du musst deinen Gegner nur lange genug mit Dreck bewerfen, es wird bestimmt etwas haften bleiben. Das Rauschen im Blätterwald nach dem bischöflichen Ausraster war zwar diesmal heftiger als gewohnt, jedoch wird das weder ihn noch die anderen Kanzeldemagogen von ihrer plumpen plumpen Dämonisierung des Atheismus abhalten.
Hier nun ein wenig Futter für die ach so „spaßigen“ Diskussionen mit den Frommen und Frömmlern dieser Erde. Denn nichts macht es den Glaubensaposteln leichter, als wenn die Ungläubigen sich nicht zu wehren wissen. Es braucht schon ein wenig mehr als nur ein billiges „Jesus hat nie gelebt!“, will man in einem Disput mit den frommen Hansguckindielufts bestehen. Dieser Text ist die Nummer 1 einer kleinen von mir geplanten Reihe, in der ich einige ihrer beliebtesten Vorwürfe gegen den Atheismus einerseits und ihre angeblich ewigen Wahrheiten andererseits  genauer unter die Lupe nehmen möchte. Wer der Meinung ist, dass ich dabei zu schroff bin, mich dabei einer zu herben Sprache bediene, und doch bitteschön mehr Respekt vor den Glauben anderer zeigen sollte, dem kann ich nur entgegnen: vor meinem Nichtglauben, vor meinem Pochen auf den Vorrang der Vernunft zeigt das fromme Bodenpersonal auch keinen Respekt. Quid pro quo, meine Herren, meist sind es ja Herren, die in den Hierarchien bestimmen. aber das bekommt man nicht von Leuten, die meinen Gott stünde auf ihrer Seite.

Was tun? – Part 1

Eine wütende Analyse

Was tun? So hat schon Lenin 1901/1902 gefragt. Damals ging es um den Fortgang der russischen Sozialisten, als diese an einen Wendepunkt in ihrem Verhältnis zum zaristischen Russland angelangt waren: Hoffnung auf einen Wandel durch sozialdemokratische Reformen, oder totale Konfrontation und sich daraus ergebende Revolution. Die russischen Sozialisten spalteten sich 1903 darüber. Siegen sollten später Lenins Bolschewiki. Ich will nicht schön reden, was schließlich aus der KPdSU spätestens unter Stalin wurde, wie sie zum Beifalls- und Zustimmungsverein für die Vorgaben des ZK  wurde, wie aus der Diktatur des Proletariats eine ganz profane Diktatur wurde.

Aber auch der sozialdemokratische Weg, Staat und Kapital zu „Reförmchen“ und Zugeständnissen zu bewegen, war ein wiederholtes Scheitern an den eigenen Ansprüchen und ein Verrat an den sozialistischen Idee, die Patin an ihrer Wiege war. Die Liste der Versäumnisse, Fehleinschätzungen und Kollaborationen mit dem Kapital ist lange, viel zu lange, als dass man es ihr nachsehen könnte. Das „Mehr Demokratie wagen“ unter Brandt war nur ein kurzes Aufblühen, dem die Politik des ehemaligen Wehrmachtsoffiziers Helmut Schmidt folgte.

Das Schlagwort als Waffe in den Medien

Als Waffe nicht nur der Beteiligten am politischen Diskurs, sondern immer mehr auch verwendet von den Journalisten, die doch eigentlich dahinter schauen sollten, statt unkritisch mit einzuhacken am liebsten gegen Links, ja schier ausschließlich gegen Links. Die gern selbst gepriesene Neutralität ist längst aufgegeben. „Wir brauchen offensichtlich keinen Berlusconi in Deutschland. Wir haben ihn schon: Die meisten Medien schaffen die Vereinheitlichung der Meinungsmache auch ohne den Monopoleigentümer. Beachtlich.“

So geschehen z.B. gestern in dem Interview der BamS mit dem Altkanzler Schmidt. Nicht nur er haute dabei mit Schlagworten kräftig um sich (inklusive Nazi-Vergleich, der gerne benutzt wird, wenn es keine echten Argumente mehr gibt), sondern auch in der anschließenden Berichterstattung geschah dies:

  • Schon lange ist Lafontaine grundsätzlich ein Populist.Wer beschließt eigentlich, wer ein Populist ist und wer nicht? Lafontaine, der gegen die Agenda 2010 ist, ist einer. Merkel, die verkündet, der Aufschwung sei bei den Menschen angekommen, was nachweislich NICHT stimmt, jedoch nicht!
  • Lafontaines Ideen sind definitiv nicht finanzierbar. Stimmt, aber nur wenn man weiterhin ausschließlich die unten schröpft, um denen oben zu geben. Wenn man es anders herum probiert, klappt es jedoch prima! Aber das wollen, die oben nicht, und denen gehören die Medien, also sind Lafontaines Ideen grundsätzlich schlecht und nie finanzierbar. So einfach ist die Welt!
  • Damit Deutschland nach vorne kommt, braucht es stattdessen noch mehr Reformen. Das Allheilmittel für alles und jedes. Jedoch NIE mit einem nachprüfbaren Beleg, dass sie tatsächlich bringen, was versprochen wird.
  • So ist die Agenda 2010 grundsätzlich ohne Alternativen. Wenn man keine Alternativen gelten lässt, stimmt das auch. Aber das ist reine Definitionssache. Ausprobiert wird es nicht, soll es auch nicht. Dieses Scheinargument dient lediglich als Schlagwort um die Gegner mundtot zu machen.

Das alles sind keine Wahlkampfparolen der CDU/CSU und der SPD, sondern als „Meldungen“ verkaufte Meinungsmache in den privaten wie öffentlich-rechtlichen Medien. Wer darauf achtet, wird feststellen, wie sehr dies stimmt. Leider.

Werner Müller hat in den Nachdenkseiten wirklich Nachdenkenswertes dazu geschrieben, auf das ich gerne verlinke. (Das Berlusconi-Zitat oben stammt auch aus diesem Artikel.)