Aphorismus #1021

Wir leben in einer Gesellschaft, deren Plage die Rückkehr der Religionen ist.

Salman Rushdie, zitiert nach einem lesenswerten Artikel im ND

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Aphorismus #292

Dem wahren Gesicht des Islam begegnet man nicht auf der deutschen Islamkonferenz. Man begegnet ihm in Ländern wie Pakistan. Dieser Islam richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben – gegen Demokraten, gegen Atheisten und vor allem gegen Frauen. Und die Welt schaut wie paralysiert zu.*

Der türkischstämmige deutscher Schriftsteller Zafer Şenocak ist sicher über jeden rassistischen Zweifel erhaben.

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* … und ich möchte ergänzen: das wahre Gesicht des Christentums sieht man nicht in den sonntäglichen Gottesdiensten, sondern auf den Versammlungen fanatischer christlicher Fundamentalisten, die weltweit versuchen, die Aufklärung auszulöschen, indem sie gegen alles geifern, was in den letzten beiden Jahrhunderten an Freiheit gewonnen wurde.

Was tun? – Part 3

War der erste Teil ein wütender Rückblick auf den Weg der SPD, die im 19. Jhd. als sozialistische Partei begann und im 21. Jhd. als Kleinkoalitionär der Christdemokraten ihren vorläufigen Tiefpunkt erreichte; so handelte der zweite Teil von der Fehlinterpretation der Marxschen Theorie als „Ökonomismus„, d.h. als Erklärung von allem und jedem ausschließlich aus den ökonomischen Beziehungen von Einzelnen, Gruppen und Völkern nicht nur durch die neoliberalen Gegner, sondern auch durch so manche Linke; so soll es in diesem dritten Teil um einen Aspekt des allgemeinen politischen Klimas inklusive des linken gehen, der m.E. sehr starke Auswirkungen hat, wie es angesichts der aktuellen Krise des Kapitalismus und seines selbst erzeugten Siechtums weitergehen kann. Er handelt von der überhand nehmenden Emotionalisierung aller Lebensbereiche seitens der Medien und die Folgen für linke Politik.

Also: Was tun…? Die dritte!

Aphorismus #270

Unter den Bedingungen allgemein durchgesetzten bürgerlichen Rechts gehört die Bekämpfung der in der kapitalistischen Gesellschaft mit Notwendigkeit fortwesenden Diskriminierung nicht in das Gesetzbuch geschrieben, sondern sie hat dort zu erfolgen, wo diese unter den Bedingungen formal gleicher und freier Rechtsverhältnisse allein noch stattfindet: in den politischen und privaten gesellschaftlichen Beziehungen; und sie hat sich dort vor allem auch gegen die völkischen, religiösen und rassistischen Selbstzuschreibungen der Subjekte zu richten.

Diesen Satz von Manfred Dahlmann aus einem Artikel in der jungle world sollte man mehrfach lesen,es lohnt.

* Ja Selbstzuschreibungen, nicht nur Fremdzuschreibungen! Wer sich selbst immer nur als Türke definiert, wird eben auch nur als solcher gesehen. Wer selbst ständig den Unterschied zwischen seinem geliebten Islam und dem dekadenten Westen betont, wird zwangsläufig als islamischer Fanatiker oder gar als Islamist gesehen. Wer seine Frau und seine Töchter nur verschleiert außer Haus lässt, der lebt in seiner Vorstellung nicht im liberalen Europa, sondern in den Stammestraditionen von Vorderasien oder Nordafrika. Wer meint, er müsse allen anderen seine restriktiven patriarchalen und präaufklärerischen Sitten und Dogmen aufzwängen, der versteht nicht was Freiheit wirklich heißt: die Freizügigkeit der anderen, die eigne Toleranz dazu und das Gutheißen der daraus resultierenden Pluralität. Jeder wie er mag, aber keiner von irgendeinem gezwungen, marginalisiert oder verachtet. Dass wer in einem aufgeklärten Land lebt, dem aufgeklärten Grundkonsens unabdingbar zustimmen muss, ansonsten hier nie einen Platz finden wird, nie dazugehören wird, nie richtig ankommen wird, dies sollte Einwanderungs- und Integrationspolitik als erstes vermitteln. Ein Test mit einem Fragebogen zu angeblich wichtigen deutschen Themen, ist ein schlehter Witz. Und die doppelte Staatsbürgerschaft und endlich ein territoriales statt eines Blut- und Boden-Staatsbürgerschaftsrecht ist mehr als überfällig.

Ein Hassprediger bei der Arbeit

Al-Jazeera zeigt den jordanischen Parlamentsabgeordneten und muslimischen Kleriker Abd Al-Qader beim Predigen Hetzen:

Wer den „Inhalt“ dieser Hasstirade sich noch mal antun möchte, findet eine einglische Fassung hier.