Aphorismus #943

Wort zum Sonntag #82

Futter für’s Hirn am 4. Advent

Ausführliches Interview mit Richard Dawkins (nicht nur) zu seinem Buch „Die Schöpfungslüge“:

Weiter geht es hier:

Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

Für alle, die keine Zeit haben:

Wäre das Buch nicht das passende Weihnachtsgeschenk für die nervig fromme Tante? Oder den Onkel? Den Nachbarn ….

Aphorismus #879

In the beginning God made ‚the light.‘ Shortly thereafter God made three big mistakes. The first mistake was called MAN, the second mistake was called WO-MAN, and the third mistake was the invention of THE POODLE. Now the reason the poodle was such a big mistake is because God originally wanted to build a Schnauzer, but he fucked up.

Hier kann man lesen, wie die Geschichte weitergeht. Und hier erzählt Frank Zappa die ganze Geschichte.

Aphorismus #787

Wort zum Sonntag #62

Warum ich kein Christ bin – Teil VI

Teil I: Die Bibel, ein orientalisches Märchenbuch

Teil II: Erbsünde – Gott, was sind wir alle schlecht!

Teil III: Gnade dir Gott! Die selbst ernannte Religion der Liebe kennt keine Gnade, keine Liebe, keine Menschlichkeit

Teil IV: Christlicher Verfolgungswahn – Ketzer, wohin man blickt!

Teil V: Der größte Feind der Vernunft ist das Christentum (und die anderen Religionen)

Teil VII: Von wegen „lieber Gott“

6. Das Weib schweige in der Gemeinde. Und nicht nur dort!

6.1. Eva, die alte Schlampe ist an allem schuld!

6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze… 12 Da sprach Adam [zu Gott]: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß… 16 Und zur Frau sprach er [Gott]: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. 1. Mose, 3 6ff

Die Vertreibung aus dem Garten Eden ist zwar nicht die älteste Geschichte des AT, aber in wenigen Worten macht sie deutlich, wie in einer patriarchalischen Religion die Verhältnisse sind:

  • Schuld an allem Schlechten in der Welt ist die Frau.
  • Der tiefere Grund ist ihre Neugier, und weil sie sich in alles einmischen muss.
  • Gepaart mit ihrer Leichtgläubigkeit, die der phallischen Schlange alles glaubt, ist das lebensgefährlich.
  • Der Mann muss sich vor diesem „Teufelsweib“ schützen.

So ist die Frau selber schuld an ihrem ganzen Elend in einer männlich geprägten Clangesellschaft:

  • Ihre Plackereien in der Schwangerschaft – selber schuld!
  • Die Mühen und die Gefahren der Geburt – selber schuld!
  • Ihr Verlangen nach ihrem Mann – selber schuld!
  • Ihre Rolle als Sklavin der Männerwelt – selber schuld!

Kurzum: An der Unterdrückung der Frau ist allein sie schuld! Nicht die Verhältnisse. Nicht die nomadische und/ oder bäuerliche Wirtschaftsweise. JA nicht einmal die Religion! Schuld ist allein sie. Und dies nicht bloß historisch, sondern ontologisch, d.h. von Gott so gewollt und geschaffen! Die zweite Schöpfungsgeschichte der Bibel endet nicht mit der Erschaffung Evas 1. Mose 2,18-25, sondern erst hier: Die Erschaffung des Menschen  ist erst vollständig mit dem dreifachen Fluch Gottes! Gegen die Schlange, den Mann und die Frau. Was für ein „positives“ Weltbild! Die Frau soll fortan in Schmerzen gebären! Hat sie sich verdient. Dazu müssen wegen ihr alle ihre Nachkommen unter der Mühsal der Arbeit leiden und werden einmal sterben. Vorher, so gaukelt die Bibel vor- und so gehört es zu den unveräußerlichen Dogmen des Christentums, vorher wäre alles anders gewesen, ohne Schmerz, ohne Krankheit, ohne Herrschaft, ohne Tod. Saubere Leistung von Eva! Kein Wunder, dass alle, die diese Geschichte für bare Münze nehmen auf die Weiber nicht gut zu sprechen sind! Die Männerwelt kommt ja noch ganz gut weg, vor allem hat sie für alle Zeiten billige Arbeitssklaven, genannt Ehefrauen und Töchter. So ist es Gottes Wille für diese Welt. Das Patriarchat ist die von der Frau herbeigeführte, selbst verschuldete und von Gott so bis zum Ende aller Tage zementierte Schöpfungsordnung. Wer will und kann sich dagegen auflehnen? Im AT gibt es zwar noch andere, frauenfreundlichere Schichten, die nicht so eindeutig patriarchalische geprägt sind, jedoch hat es die weibliche Sichtweise immer schwer gehabt, sich zu behaupten. Literarische Zeugnisse einer kämpferischen, selbstbewussten Weiblichkeit sind z.B. das Lied, das die Schwester des Mose und des Aaron Mirjam anstimmt, nach der Rettung Israels vor den Ägyptern am Schilfmeer:

Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt. 2. Mose 15, 20f

Dass solche kriegerischen Frauen natürlich nicht sein dürfen, ist klar. So hat die spätere Bearbeitung dieser Stelle den knappen Gesang ausgewalzt, gleich noch die gesamte Geschichte Israels als rückwärtsgewandte Prophetie hineingepackt und vor allem Mose zum Verfasser und Vorturner gemacht: 2. Mose 15, 1-18(19). Ekstatische und zudem kriegerische Gewalt verherrlichende Frauen? Nicht mit den Hohepriestern und Gralshütern der reinen männlichen Lehre. Ein weiteres Beispiel für Frauenpower ist das Lied der Debora, eine Richterin, d.h. charismatische Kriegerin, eine „von Gott erwählte“ Heerführerin aus der Zeit, als die israelitischen Clans sesshaft wurden (sog. Landnahme), bevor Israel ein eigenes Königreich wurde. Auch sie singt selbstbewusst und angriffslustig vom Kampf. Aber sie preist nicht nur die Taten Jahwes wie Mirjam, sondern auch die List einer anderen Frau, durch die der Sieg errungen wurde:

Zu den Zeiten Schamgars, des Sohnes Anats, zu den Zeiten Jaëls waren verlassen die Wege, und die da auf Straßen gehen sollten, die wanderten auf ungebahnten Wegen. Still war’s bei den Bauern, ja still in Israel, bis du, Debora, aufstandest, bis du aufstandest, eine Mutter in Israel... Gepriesen sei unter den Frauen Jaël, die Frau Hebers, des Keniters; gepriesen sei sie im Zelt unter den Frauen! Milch gab sie, als er Wasser forderte, Sahne reichte sie dar in einer herrlichen Schale. Sie griff mit ihrer Hand den Pflock und mit ihrer Rechten den Schmiedehammer und zerschlug Siseras Haupt und zermalmte und durchbohrte seine Schläfe. Zu ihren Füßen krümmte er sich, fiel nieder und lag da. Er krümmte sich, fiel nieder zu ihren Füßen; wie er sich krümmte, so lag er erschlagen da. Richter 4, 6f, 24-27

Vom braven Heimchen am Herd wie in 1. Mose 3 gewünscht ist hier absolut nichts zu spüren. Dass solche Frauen Furcht einflößen ist klar. Das beste Mittel gegen so viel Selbständigkeit und Macht ist natürlich, die Frauen zu verschleiern, sie wegzusperren, ihre Menstruation als Unreinheit zu erklären und sie so zum Wesen zweiter Klasse zu machen. Das geschah im Verlauf des AT je länger je mehr, bis am Ende nur noch die Priester, die Rabbiner und die in Tenach unterrichteten Männer das Sagen hatten. In Glaubensdingen sowieso. Aber auch in den Alltagsgeschäften. So sehr, wie manche von der PI-Fraktion gerne behaupten, sind die Wurzeln des christlichen Abendlandes von denen des muslimischen Orient nicht unterschieden. Aber wen wundert es, die Verhältnisse von  1000 v.d.Z. bis heute haben sich im vorderen Orient nicht wirklich weiter entwickelt. Und im Westen ist es auch erst seit der bürgerlichen Revolution ernsthaft besser geworden. Aber bestimmt nicht durch die Kirchen.

Aphorismus #773

Wort zum Sonntag #60

Warum ich kein Christ bin – Teil V

Teil I: Die Bibel, ein orientalisches Märchenbuch

Teil II: Erbsünde – Gott, was sind wir alle schlecht!

Teil III: Gnade dir Gott! Die selbst ernannte Religion der Liebe kennt keine Gnade, keine Liebe, keine Menschlichkeit

Teil IV: Christlicher Verfolgungswahn – Ketzer, wohin man blickt!

Tei VI: Das Weib schweige in der Gemeinde. Und nicht nur dort!

Teil VII: Von wegen „lieber Gott“

5. Der größte Feind der Vernunft ist das Christentum (und die anderen Religionen)

5.1. Am Anfang war das Wort? Von wegen!

Das Wort, der Logos am Anfang? Vor allem anderen? Nichts weniger als das will das Johannesevangelium seinen Lesern weismachen:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.  In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen. Johannes 1, 1- 5

Was da der unbekannte Verfasser Ende des 1. Jhd. n.d.Z. (nicht nur) am Anfang seines Evangeliums treibt ist Etikettenschwindel. Es ist die schamlose Usurpation des philosophischen Begriffs logos von einem, der von logos, von Logik, von Vernunft und Philosophie außer ein paar aufgeklaubten Brocken keinen Dunst hatte. Seitdem sind christliche Theologen immer wieder so verfahren: Man höre auf den Zeitgeist, nehme bestimmte Stichwörter auf, deute sie im eigenen Sinn um und schon kann man behaupten, dass Gott/ Jesus/ die Kirche die eigentliche „Erfüllung“ des menschlichen Fragens sei. Solches geschah z.B. auch bei Begriffen wie Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden, Sinn… Und was 2000 Jahren funktionierte wird auch heute noch gerne umgesetzt.
Am Anfang war auch nicht die Tat, wie es Goethe seinem Alter Ego Faust in den Mund legte, am Anfang des Christentums wie jeder Religion steht der Mythos. Was sonst. Am Anfang jedes Glaubenssystems steht ein Gründungs-, Erwählungs- oder Schöpfungsmythos. Der älteste uns überlieferte religiöse Mythos findet sich im Gilgamesch-Epos, das dabei in seiner Weise den Menschen als „noch nicht festgestelltes Tier“ (Nietzsche) sieht. In der hebräischen Bibel, dem Tenach ist der Gründungsmythos nicht eine der beiden Schöpfungsgeschichten- die sind weit später entstanden!-, sondern die „wundersame“ Errettung der Hebräer vor den Ägyptern durch Jahwe am Schilfmeer (2. Mose 14). Aus diesem Mythos leitet sich die besondere Beziehung Israels zu Jahwe als „erwähltes“ Volk und die Jahwes zu „seinem“ Volk als Gesetzgeber, König, Richter und Retter ab. Je mehr jedoch Israel in seiner Geschichte mit anderen Völkern in Kontakt kam, je mehr es auf der Bühne der Weltgeschichte auftauchte, und es mehr und mehr andere Götter und Religionen kennen lernte, desto exklusiver wurde Jahwes Anspruch: So lange bis aus dem Wüstengott eines kleinen nomadischen Clans der Schöpfer des Himmels und der Erde wurde. Was für eine Karriere! Israel hatte in den vielen Krisen seiner Geschichte ganz gewaltig damit zu kämpfen, dass die Welt und ihre Geschicke sich so ganz anders verhielten als es die Schriften des Moses und der Propheten (vorher)-sagten. Die Lösung war in den seltensten Fällen jedoch eine echte Auseinandersetzung und Diskussion auf (religions-)philosophischer Ebene, wie sie z.B, hinter dem Projekt der Septuaginta, der Übersetzung des Tenach ins Griechische, stand. Die immer wieder erfolgte „Lösung“  des Auseinanderklaffens von erlebter Realität und geglaubtem Mythos war die vollkommene Unterordnung ersterer unter den Mythos mit anschließender Neuinterpretation und Neubewertung. Am deutlichsten wird dies in der Apokalyptik wie z..B. im Buch Daniel: Da hängen die Geschicke nicht nur Israels, sondern der ganzen Menschheit am Handeln eines Erwählten, an seinem Glauben und seinem Festhalten an Jahwe. An diesem Punkt hat das Neue Testament weitergemacht und sich immer weiter vom alttestamentarischen Schilfmeer-Mythos entfernt, bis man schließlich Israel den Rang als Volk Gottes streitig machen konnte. An die Stelle des ursprünglichen Erwählungsmythos tritt spätestens mit Paulus „das Wort vom Kreuz“ (1. Kor 1, 18). Dieser neutestamentliche Erwählungs-Mythos zerfällt in drei Teile*:

  • Jesus tut Wunder und predigt das Reich Gottes
  • Jesus stirbt am Kreuz für die Sünden der Welt
  • Jesus wird von seinem Vater am dritten Tage auferweckt

Wer sich taufen lässt und bekennt: „Kyrios Jesus! – Jesus ist der Herr!“, der   partizipiert an diesem neuen Erwählungsmythos, der ist „gerettet“ und wird einst von den Toten auferstehen zum Heil. Es bedarf nicht wirklich viel Überlegung, um zu erkennen, dass dies ein Mythos ist und ganz bestimmt kein Logos, kein vernünftiges, diskutables und falsifizierbares Wort:

  • Das Reich Gottes haben vor Jesus, zu seiner Zeit und nach ihm unzählige andere gepredigt. Auch selbst ernannte Wundertäter gab es damals so viele, als dass man keinem von ihnen hätte  Glauben schenken müssen.
  • Dass Jesu ganz gewöhnlicher Tod am Kreuz- gewöhnlich für einen des Aufruhrs Bezichtigten!- etwas besonderes war, wird auch durch ständiges Wiederholen nicht wahrer. Es ist Interpretation, nicht Tatsache. Das Leben des Brian ist auch eine Interpretation der Evangelien, eine besonders gelungene zudem. Vielleicht enthält der Film ja mehr „Wahrheit“ als die zahllosen Auslegungen aller Theologen zusammen.
  • Auch die Auferstehung ist nur Behauptung. Sie ist ohne Belege außerhalb der Reihen der Gläubigen, die eine Begegnung mit Jesus behaupteten. Und deren Geschichten sind alles andere als konsistent und glaubhaft. Wer glaubt taugt wenig als unvoreingenommener Zeuge für das von ihm Geglaubte…

Ich weiß, dass sich Gläubige durch Fakten und Zweifel nicht wirklich beeindrucken lassen. Nebbich. Wenn jedoch wie seit Johannes üblich der Mythos, die Widervernunft eines sterbenden Gottessohnes zum Logos, zur wahren Vernunft, zum Maß aller Dinge in allen Lebensbereichen erhoben wird, dann wird eine lächerliche Legende zu einem Gift, das nach 2000 Jahren Christentum noch immer seine verheerende Wirkung zeigt. Nicht Wissenschaft und Gesellschaft, nicht Moral und Politik haben sich dem Gründungsmythos irgendeiner Religion unterzuordnen sondern umgekehrt. Wenn es Christentum, Islam & Co. nicht passt, dass wir in einer säkularen Gesellschaft leben, dann muss ich mit dem alten Spruch meiner Eltern nach ergebnisloser politischer Diskussion antworten: „Geht doch rüber, wenn’s euch nicht passt!“ O.K. früher war das einfacher, da musste man nur in die DDR…
_____________
* Der vierte Teil des Mythos, die „Menschwerdung Gottes“, wie sie die Weihnachtsgeschichten andeuten, kommt erst später dazu. in der Auseinandersetzung mit der Apotheose der römischen Kaiser.

Aphorismus #731

Wort zum Sonntag #54

Warum ich kein Christ bin – Teil I

Teil I: Die Bibel, ein orientalisches Märchenbuch

Teil II: Erbsünde – Gott, was sind wir alle schlecht!

Teil III: Gnade dir Gott!
Die selbst ernannte Religion der Liebe kennt keine Gnade, keine Liebe, keine Menschlichkeit

Teil IV. Christlicher Verfolgungswahn – Ketzer, wohin man blickt!

Teil V: Der größte Feind der Vernunft ist das Christentum (und die anderen Religionen)

Teil VI: Das Weib schweige in der Gemeinde. Und nicht nur dort!

Teil VII: Von wegen „lieber Gott“

Seit Jahren laufen den Kirchen ihre Schäflein in Scharen davon, in jüngster Zeit wieder vermehrt dank der vielen Skandale, in die das „Bodenpersonal Gottes“ verwickelt ist. Fragt man die Austretenden nach den Gründen, gibt es überraschend viele, die nicht (nur) wegen der Kirchensteuer austreten, oder weil sie mit dem ganzen Jenseits-Gedöns nichts anfangen können, sondern ein beträchtlicher Teil erklärt, dass sie ihr „Christsein auch so, d.h. ohne Kirche, leben können“. Christen ohne Kirche? Das ist natürlich für die Kirchenoberen jedweder Couleur ein Unding, eine Ketzerei, die nur noch vom Atheismus getoppt wird. Aber da ihr Gerede vom Glauben als „Voraussetzung für ein sinnvolles Leben“, von „Vergebung durch Christus“, von „ewiger Verdammnis oder Seligkeit“ kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervorlockt, fühlen sie sich auf verlorenem Posten: Die Leute glauben jeder für sich, brauchen keine Kirche, brauchen keine Pfaffen. Wo soll das noch hinführen? Die einen drohen dann mit einem Strafgericht ihres Bosses, die anderen locken mit der „Gemeinschaft der Heiligen“, mit der christlichen Gemeinde als Gegenmodell für die böse Welt.
Natürlich ist es eine gute und ehrenvolle Sache aus dem jeweiligen Glaubensverein auszutreten, aber irgendwie ist es für meinen Geschmack bei den „Ich-kann-auch-alleine-ein-guter-Christ-sein“-Zeitgenossen nicht so recht durchdacht, was sie da sagen und glauben. Irgendwie sehen sie den Glauben an Gott, die Person Jesus Christus und auch das Christsein viel zu positiv. Positiver jedenfalls als es die ganze Angelegenheit wirklich ist. Dagegen helfen nur die Fakten. Und die hat das Christentum reichlich angesammelt, warum ich kein Christ bin, warum es überhaupt die bessere Wahl ist, kein Christ (mehr) zu sein.

Children of Evolution

Darwin & The Nakes Apes

Tag der Evolution statt Christi Himmelfahrt! Endlich einen Feiertag für die Atheisten und Agnostiker in der Bundesrepublik, die bisher leer ausgehen! Schließlich machen sie ca. 1/3 der Bevölkerung aus! Diese Forderung erhebt die Giordano-Bruno-Stiftung, ein Anliegen, für das ich gerne Werbung mache.

P.S.: Der Song muss zum Darwinjahr unbedingt in die heavy rotation bei den weichgespülten Formatsendern. Dann hat wenigstens 1 Lied Substanz!