Aphorismus #933

Nur weil man selbst sich vielleicht nicht vorstellen kann, warum etwas so ist, wie es ist muss man deswegen noch lange kein übernatürliches Wesen bemühen.

Diesen schönen Satz fand ich in meinem derzeitigen Lieblings-Blog astrodicticum-simplex, wo unter der Überschrift „Der Unsinn der nichtreduzierbaren Komplexität“ weitere kluge Gedanken von Florian Freistetter und ein sehr schönes Video zu finden sind.

Aphorismus #845

Alle Religionen mit ihren Göttern, Halbgöttern, Propheten, Erlösern und Heiligen wurden von der leichtgläubigen Phantasie von Menschen geschaffen, die noch nicht zur vollen Entwicklung und zum Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten gelangt waren; der Himmel der Religion ist also nichts als eine Lichtspiegelung, in der der Mensch, von Unwissenheit und Glauben überspannt, sein eigenes Bild wiedersieht, aber vergrößert und verkehrt, d.h. vergöttlicht.

Michail A. Bakunin (1814 – 1876), Gott und der Staat

Aphorismus #312

Glauben: Dinge für wahr halten, für die es keine Parallele und keinen Beweis gibt und die jemand verkündet, der über kein Wissen verfügt.

Ambrose Bierce (1842 – 1914), Des Teufels Wörterbuch

Aphorismus #275

Bodenlos ist die menschliche Unwissenheit und grenzenlos die menschliche Einbildungskraft; die Naturmacht, durch die Unwissenheit ihres Bodens und durch die Phantasie ihrer Schranken beraubt, ist die göttliche Allmacht.

Ludwig Feuerbach (1804 – 1872), der Begründer des philosophischen Atheismus und der wissenschaftlichen Religionskritik. Das Zitat habe ich hier gefunden, ein lohnendes Heft